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Viertens: Auf der Halbinsel Labrador in Nordamerikas56° 55' und 58° 4' Breite); in Grönland in der Breiteron 61° 5' und 64° 14', wurden die Eingeborncn durcheine ungeheure Menge Feuerkugeln, welche in der Däm-merung herab fielen, und worunter einige sehr groß waren,in Schrecken gesetzt. «
Fünftens: In Teutschland beobachtete Herr Zeissing,Vicor von Itterstädt, in der Nähe von Weimar, in einerBreite von 56° 59' und einer östlichen Länge von 9° 1',am zwölften November, früh zwischen sechs und sieben Ukr,einige Sternschnuppen, die sich durch ein sebr weißes Lichtauszeichnete». Bald nachher erschienen im Sude» undSüd-Westen röthlichc Streifen; und in der Morgendäm-merung wurde der südwestliche Theil des Himmels vonZeit zu Zeit durch weißliche Blitze erleuchtet, die in Schlan-gen-Linien am Horizonte hinliefen.
Schließt man nach d-iesen Thatsachcn, so ergiebt sichoffenbar, daß die Höhe der Meteore wenigstens vierzehn-hundert und neunzehn englische Meilen betrug; und dadieselben nahe bei Weimar im Süden und Sud-Westengesehen wurden, während sie zu Cumana in Osten undNord-Osten erschienen, so müssen wir annehmen, daß siezwischen Afrika und Süd-Amerika, westlich von den Cap-Verdischcn Inseln ins Meer gefallen sind.
Ohne uns in die gelehrte» Erörterungen einzulassen,welche Humboldt seinen Lesern hinsichtlich der Beschaffenheitdieser leuchtenden Körper vorlegt, wollen wir blos nochbemrrkcn, daß er in den Aeauinoctial-Gegenden häufigerSternschnuppen beobachtete, als in der gemäßigten Zone;eben so kamen sie häufiger über Contincnten und in derNähe gewisser Küsten, als auf dem Ocean vor. Er be-merkt ferner, daß man auf der Gcbirgsebcne splatkorm)der Anden vor mehr als vierzig Iahren eine der ebenmitgetheilten ähnliche Erscheinung beobachtet habe. Vonder Stadt Quito ans sah man nehmlich eine ungeheuere