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ferneren Felsen vom Vorgebirge Macanao erhoben sich gleicheinem ungeheuren Wcill mitten aus den Wellen.
Am vierzehnten September stiegen sie in der Rich-tung von San Antonio, wo sich ebenfalls eine Missionbefand, den Cocollar herab. Nachdem sie ihren Weg überSavannen, die mit Kalkstein-Blöcken bestreut waren undan einen dichten Wald und zwei Hügclreihen stießen, ge-nommen batten, kamen sie in ein herrliches, ungefährzwei englische Meilen langes Thal, in welchem die Mis-sioiisanstaltcn San Antonio und Guanaguana errichtetsind. Sie hielten bei der ersten, blos um ihr Barometerzu öffnen und einige Sonnenhöhen zu nehmen, und durch-wateten, nachdem dieses geschehen, die Flüsse Colorado undEnarapiche, worauf sie mitten unter Regengüssen einenebenen und schmalen, mit dickem Schlamm bedeckte» Pfadverfolgten und gegen Abend die zuletzt erwähnte Stationerreichten, wo sie vom Missionär herzlich aufgenommenwurden. Das Torf Guanaguana eristirte erst seit dreißigJahren an der Stelle, die es damals einnahm und warvon einem südlicheren Orte hierher verlegt worden. Hum-boldt bemerkt bei dieser Gelegenheit, daß die Leichtigkeit,womit die Indianer ihre Wohnungen abbrechen und an-derswo errichten, Staunen errege, und man stößt auf meh-rere kleine Städte in Südamerika, welche ihre Stelle'inweniger als einem balben Jahrhundert dreimal verändertbaben. Tiefe gczwungeuen Wanderungen hängen nicht/ selten von der Grille eines Priesters ab; und da die Häu-ser aus Lehm, Rohr und Palmenblättcrn erbaut sind, sowechselt ein solcher Weiler seine Stelle gleich einem Lager.
Die Mission von San Antonio hatte eine kleineKirche mit zwei Thürmen, war von Ziegelsteinen erbaut,mit Dorischen Säulen verziert und galt für das Wunderder Gegend; die von Guanaguana hingegen besaß vor derHand kein Gottcsbaus, wiewohl man für den Pater eingeräumiges Gebäude erbaut hatte, dessen abgestuftes Dachmit vielen kleinen, wie Thürmchen aussehenden Schorn-