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Alexander von Humboldt's Reisen und Forschungen : eine gedrängte Erz. seiner Wanderungen in d. Aequinoctial-Gegenden Amerikas u. im asiat. Rußland
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Tie neuen Salzwcrke von Araha haben fünf Behäl-ter von sehr großem Umfange und acht Zoll Tiefe, undwerden thcils mit See- theils mit Regcnwasscr »ersehn.Tic Verdunstung geht so schnell von Statten, daß manschon achtzehn bis zwanzig Tage nach ibrcr Füllung Salzeinsammeln kann; und dieses ist freier von salzsanern undschwefelsauer» Erden ström enrtUv muiintes urä Stil-zillate«), als das Europäische, ob es gleich mit wenigerSorgfalt bereitet wird.

Nach Untersuchung dieser Werke brachen ste, als sichder Tag zu Ende neigte, auf und nabmcn ihren Wegnach einer, einige englische Meilen entfernte» Hütte. DieNacht überraschte sie auf einem schmalen Pfade zwischeneiner Ncibe senkrecht aufsteigender Felsen und dem Meere.

Am Fuße des alten Castclls von Araya angelangt,welches auf einem nackten und dürren Berge stcbt, undmit Agare sänleuartigen Fackcldistcln und stachligenMimosen überwachsen ist, bättcn sie gern Halt gemacht,in» das majestätische Schauspiel zu bewundern und denUntergang der Venus zu beobachten, aber ihr Führer,

Die »,n?riesns, ein Gewächs der sechsten Classe,

crsicn Ordnung <Ii,i»ii.), wächst unprnnglich in Mexicowild. S>e ist im Jahr tütit in Europa eingeführt imdjetzt im Süden dieses Welltbeils scbr gemein. Allan pflanztsie zu Hecke». Wen» ste im freien Lande stcbt, blüht siei» wenigen Jahren, aber bei uns in Töpfen gezogen, er-fordert sie eine weit längere Zeit, zuweilen ein halbe»Jahrhundert, daher man die seltene Erscheinung ihrerBlume sehr bewundert und gewöhnlich durch die öffentli-Vlatter bekannt macht. Ihr Vlumenichaft erreicht in kur-zer Zeit eine Hohe von funszrhn Fi»!. In der Gegendvon Malaga, wo das Brennholz schli, sammelt man dieSchafte zu diesem Zweck und bringt ste Fubrenwcisc zu»,Verkauf. Gewohnlich nennt man diese Mauze Aloe, ob-gleich ste keinen bittcrn Saft enthält, wie diese. Vielmehrist der Saft der ganzen chflanzc siistlich oder säuerlich, sodaß mau einen Branntwein und selbst Zucker daraus be-reiten kann.