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Ter Hafen von Cumana ist geräumig genug, uwalle europäische Flotten aufzunehmen, und der ganze Golfvon Cariaco, welcher zwei und vierzig englische Meile»lang und sieden bis nenn englische Meilen breit ist, bilde!einen vortrefflichen Ankerplatz. Tie Orkane Westinbicnsberrschcn niemals auf diesen Küsten, wo die See beständigeben und ruhig ist oder blcs durch West-Winde leicht be-wegt wird. Oft ist der Himmel längs de» Küsten hell undrein, während sich zwischen den Bergen Gewitterwolken auf-thürmcn. Dergestalt wechseln ans den Küsten von Reu-Andalusicn eben so, wie am Fuße der Anden, aus der west-lichen Seite des Contineuts, die Extreme von bcitcrem Wet-ter und Nebel, von Dürre und heftigem Regen, von völli-ger Nacktheit und ewigem Grün mit einander ab.
Tie nchmlichc Aehnlickkcit herrsche hinsichtlich der Erd-beben, welche zu Cumana häufig und heftig sind. Es isteine allgemein angenommene Meinung, daß der Golf vonCariaco sein Entstehen einem Riß des festen Landes verdanke, einem Ereigniß, welches unter den Eingebornen zurZeit der dritten Reise von Colnmbus noch in frischem An-denken war. Im Jahr 1530 wurde das Gestade vo»Paria und Cumana ösiers durch Erdstöße erschüttert; undgegen das Ende des sechzehnten Jahrhunderts ereignete»sich häufig Erdbeben und llebcrschwemmuiigeu.
Am eilinndjwanzigsten Octcber 17öS, wurde die StadtCumana in einem Zeitraum von wenigen Minuten völligzerstört. Die Erde öffnete fich in verschiedenen Theilen derProvinz, und aus den Ocffnungen trat schwefelhaltiges Was-ser hervor. Während der Jahre 17S6 und 17S7 campir-ten die Einwohner auf den Straßen, und begannen de»Wiederaufbau ihrer Häuser nicht eher, als bis die Erd-erschüttcrungen binnen vier Wochen nur einmal statt, fan-den. Diesen unterirdischen Bewegungen war eine fünfzehnmonatliche Dürre vorausgegangen und sowohl während, alsnach denselben herrschten heftige Regengüsse, welche dieFlüsse anschwellten.