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heißen Zone dunkler, als in hohen Breiten und in dernehmlichcn Parallele auf dem Meere schwächer, als ans derrLande. Der zuletzt erwähnte Umstand läßt sich der Wasserdunstmeuge zuschreiben, die sich fortwährend von derOberfläche des Meeres in die höheren Regionen der Lusterhebt. Vom Zenith bis zum Horizont findet in allen Brei-ten eine Jntcusitätsabnahme statt, welche ziemlich eine arith-metische Progression beobachtet und von der in der Atmos-phäre schwebenden Feuchtigkeit abhängt.
Während das Cyanometcr diese Dunst-Anhäufung inden höheren Luftschichten anzeigt, besitzt der Seemann eineeinfachere Methode, den Zustand der unteren Regionen derAtmosphäre zu bcurthcilen, indem er die Farbe und Ge-stalt der Sonnenscheibc bei ihrem Auf- und Untergang«beobachtet. In der heißen Zone, wo meteorologische Enscheinnngen mit großer Regelmäßigkeit auf einander folgen,kann man sich auf die prognostischen Merkmale mehr ver-lassen, als in nördlichen Gegenden. Eine sehr blasse Färbtder untergehenden Sonne und eine ungewöhnliche Umgestal-tung oder Entstellung ihrer Scheibe verkündigen fast mitGewißheit ein Uugcwitter, und doch kann bis jetzt Nie-mand begreifen, wie die Beschaffenheit der unteren Luft-schichten, welche sich auf die angegebene Weise kund giebt,so innig mit jenen atmosphärischen Veränderungen, die oftinnerhalb einiger Stunden statt finden, verknüpft seyn kann.
Seeleute pflegen die Beschaffenheit des Himmels sorg-fältiger zu beobachten, als der Landmann, und unter denvielen meteorologischen Regeln, welche von einem Lootscnauf den andern erben, zeigen mehrere von großem Schars-sinn. Ucbcrhaupt sind prognostische Merkmale auf dem Oce>an und insbesondere in den Acquinoctialgcgeudcn desselbenweniger trügerisch und ungewiß, als auf dem Lande, wodie Ungleichheiten des Bodens die Regelmäßigkeit ihrer Of-fenbarung unterbrechen.
Humboldt bediente sich auch des Cyanomcters zur Mes-sung der Farbe des Meeres. Bei schönem, ruhigem Wet-