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Alexander von Humboldt's Reisen und Forschungen : eine gedrängte Erz. seiner Wanderungen in d. Aequinoctial-Gegenden Amerikas u. im asiat. Rußland
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der Lust und des Meeres und andere Gegenstände von allgemeinem Interesse.

Temperatur der Luft. In dem Becken desnordlichen atlantischen Occans, zwischen den Küste» venEuropa, Afrika und Amerika zeigt die Temperatur der Armosphäre eine sehr langsame Zunahme. Von Cumana nachden Canarischen Inseln erhob sich das Thermometer, wcmiman es des Mittags und im Schatten beobachtete, achmälig von 50° auf 64", und von Teneriffa nach Cu-mana von 64° ans 77". Das Maximum der Wänm,welches man während der Reise beobachtete, belief sich nichtüber 79- S".

Die ausserordentliche Langsamkeit, womit die Tempi-ratnr während einer Reise von Spanien nach Süd-Anwrika zunimmt, ist der Gesundheit der Europäer sehr zuträg-lich, indem sie dadurch für die heftige Hitze, welche sie zuertragen haben, vorbereitet werden. Man muß diesen Um-stand zum grossen Theil der Verdunstung des Wassers, wellche durch die Bewegung der Luft und der Wellen noch ver-mehrt wird, so wie auch der Eigenschaft transparenter Flüs-sigkeiten, vermöge welcher sie an ihrer Oberfläche nur immg Licht absorbircn, zuschreiben. Ans einer Vergleichunzzahlreicher, von Seefahrern gemachter Beobachtungen habe«wir mit Erstaunen geseh», dass sich in der heisscn Zonedas Thermometer ans offner See selten über 93° erhebt;während es in entsprechenden Breiten auf dem Fcstlande reuAsten und Afrika weit höher steigt. Die Temperatur-Ver-schiedenheit zwischen Tag und Nacht ist auf dem Meerekleiner, als auf dem Lande.

Temperatur der See. Von Corunna biszur Mündung des Tagns war die Temperatur-Verschieden-heit nur gering (zwischen 59° und 60- 8"); allein veiri39" bis zum 10" Grade nördlicher Breite war die Zu-nahme sehr schnell und im allgemeinen glcichmässig (von59" bis 78- 4"), wiewohl einige Ungleichheiten vorkamen,woran wahrscheinlicherweise Strömungen Schuld waren-