»arischen Inseln für die Natnralisirung Ost- und Westin-discher Gewächse, vor ihrer Ginführung in Europa, der pas-sendste Ort sey.
Sie langten sehr spät beim Hafen an und machtensich am nächsten Morgen auf de» Weg nach dem Pik, be-gleitet von Herrn le Gros, Herr» la Laude, Secretär dessranzöstschen Consulats zu Senta Cruz, dem englischen Gärt-ner von Durasno, und einer Anzahl Führer.
Orotava, fTaoro der Guancher) liegt auf einem sehrsteilen Abhänge und gewährt, aus der Ferne gesehen, einenangenehmen Anblick, wiewohl die Häuser in der Nähe eindüsteres Acußere haben. Einer der merkwürdigsten Gegen,stände an diesem Orte ist der Drachenbaum in dem Garte»eines Herrn Frani. Wir haben eine Abbildung fsiehe ^'uk. I.bix. t.) desselben beigefügt; unsere Reisende» fanden ihnungefähr scchszig Fuß hoch bei einem Umfange von achtund neunzig Fuß nahe an de» Wurzeln. Sein Stammtbeilt sich in eine große Anzahl von Aesten, welche in Form,eines Candclabcrs in die Hohe steigen und dichte Blättcr-kroncn tragen. Dieser Baum soll von den Guanchcrn ebenso verehrt worden scyn, wie die Griechen die Esche zu Epbe-suS verehrten, und im Jahr 1402 zur Zeit der ersten Ex-pedition von Bethencour eben so groß und hohl gewesensehn, als ihn unsere Reisenden fanden. Da die Art scbrlangsam wächst, so muß das Alter dieses Individuums be-deutend seyn. Merkwürdig ist es, daß man den Baumaus diesen Inseln in einer so frühen Periode cultivirt hat,da er auS Indien stammt, und nirgends auf dem Festland?von Afrika vorkommt.
Nachdem ste von Orotava aufgebrochen waren, kamenste auf einem schmalen und steinigen Pfade, welcher durcheinen herrlichen Kastanienwald führte, an eine mit Brom-beersträuchern, Lorbern und baumartiger Heide bewachseneStelle, wo ste sich unter einer einsamen Fichte, der man de»Namen Pino dcl Tornajito beigelegt hat, reichlich mit Wasserversorgten. Bon hier ans bis zum Krater stiegen sie fort-