Einige baumartige Euphorbien fWolfsmilchcn), die sEa-calin Klvinin und mehrere Cactusarten waren die einzigenGewächse, welche ihnen auf diesen dürren und steilen Ab-hängen ausstießen. Die Manlthicrc glitten bei jedem Schrittauf den geneigten Flächen des Felsen ans, wiewohl Spu-ren einer ehemaligen Straße sichtbar waren, die nebst denzahlreichen übrigen Anzeichen, welche in diesen Colonie»vorkomme!!, von der Thatigkeit zeigen, welche die spanisch!Nation im sechszchnteu Jahrhundert entwickelt hat.
Die Hitze von Santa Cruz, welche erstickend ist. mns!zum größeren Theil dem Zurückprallen der Sonnenstrahlenvon den in seiner Nähe befindlichen Felsen zugeschriebenwerden; allein als sich die Reisenden Laguna näherten, be-merkten sie eine ihnen sehr angenehme Abnahme der heis-scu Temperatur. In der That macht die Kühle, welch!hier fortwährend herrscht, diesen Ort zu einem entzückende»Aufenthalt. Laguna liegt auf einer kleinen, von Gartenumgebenen Ebene, welche von einer mit Lorbcr-Myrten-und Erdbcer-Bäumen fni'biitim) gekrönten Anh'vbc beherrschtist. Das sich ansammelnde Regenwasscr bildet von Zeitzu Zeit eine Art von großem Tümpel oder Teich, was Rei-sende veranlaßt hat, Teneriffa als atu Ufer eines Sees ge-legen zu schildern.
Tic Stadt, welche ihres Wohlstandes und Rcichihumsin Folge der Zerstörung des Hafens von Garachico durchSeiten-Ausbrüche des Vulkans beraubt' worden ist, hatblos neuntausend Einwohner, worunter sich ungefähr vier-hundert Mouche befinden. Sie ist von zahlreichen, zumMahlen von Korn bestimmten Windmühlen umgeben.
Humboldt bemerkt, daß die Getreide-Gräser den ur-sprünglichen Bewohnern bekannt gewesen, und daß gerostetesGersteumchl und Ziegenmilch ihre Hauptnahrung gebildethaben. Dieser Umstand scheint zu beweisen, daß sie mitden Nationen des alten Festlandes, ja vielleicht mit denender kaukasischen Rare und nicht mit den Bewohner» derneuen Welt in Verbindung gestanden haben, denn die letz-