er
Aus dieser gefundenen Länge eines Grades wurdenun auch bestimmt, wie hoch die Quecksilbersäule stei-gen müsste, wenn sie den normalen Siedpunkt, d. i. 100°Cerreichen sollte. Es fehlten nämlich bei dem ersten Ver-suche 0°,7 von diesem Stande. Da aber 1° eine Längevon 24 n> m , 583 hat, so betragen die auf 100°C fehlenden0°,7 eine Länge von 17 mra ,203. Folglich ergibt sich alsder dem normalen Siedpunkte entsprechende Thermome-terstand = 102,9 -f 17,208 = 120 »*"1,108.
Macht man für den beim zweiten Versuche gefunde-nen Thermometerstand dieselbe Rechnung, so wird mangenau dieselbe Zahl für den dem normalen Siedpunkteentsprechenden Stand finden. Wären nun die aus denbeiden ersten Versuchen gefundenen Resultate für dieGradlänge und den Stand des normalen Siedpunktesganz richtig (was jedoch nach meiner Erfahrung nochniemals der Fall AvarJ, so müssten alle folgenden Ver-suche und Beobachtungen der Höhe der Quecksilbersäulein Graden ausgedrückt, mit den Ergebnissen der Rech-nung für den aus dem Barometerstände gefundenen Tem-peratursgrad übereinstimmen.
Die folgenden Versuche sollen zeigen wie sich dieSache bei diesem Thermometer verhielt.
Dritter Versuch.
Auf 0°C reducirter Barometerstand = 28 // ,35.
Hieraus berechneter Temperatursgrad = Q9°,52C.
Stationär gewordener Thermometerstand = 108 m »*,3.
Zieht man diesen Stand von jenem des normalen Sied-punktes ab, so findet man: 120,108— 108,3 = 11 »>'»,808abgängig.
Diess in Graden ausgedrückt, gibt mittelst der Pro-portion. 24 mra ,583 : 1 = 11,808: 0,4803. Dieses vierteGlied der Proportion von 100° abgezogen, gibt als Tem-peratur des siedenden Wassers = 99°,519Ö7C stimmtalso nicht ganz, aber ziemlich genau mit der aus demBarometerstände berechneten Siedhitze überein.
5 *