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Das Höhenmessen mit dem Thermometer
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Erster Versuch.

Vor einiger Zeit erhielt ich ein zu hypsometrischemGebrauche eingerichtetes Thermometer, dessen Röhreicli selbst früher so genau als möglich calibrirt hatte.Die Länge der Röhre, welche die Thermometergradeumfasst, betrug nahe 8 Wiener Zoll.

Als ich dieses Thermometer behufs seiner Adjusti-rung in das dazu bestimmte Kochgefäss einsezte, umdie Siedhitze des reinen Wassers zu bestimmen; be-obachtete ich mein Gefässbarometer, und fand den auf0°C reducirten Stand == 28", 122, nach welchem sichdie Temperatur des siedenden Wassers = 99° 5 3C durchRechnung ergibt.

Die stationär gewordene Quecksilbersäule erreichtedie Höhe von 102 mro , 9.

Zweiter Versuch.

Am folgenden Tage wiederhohlte ich den Versuchmit dem Thermometer auf die nämliche Weise, undfand den auf 0°C reducirten Barometerstand = 28",02und die hieraus berechnete Temperatur des siedendenWassers = 99°,78C. Die Quecksilbersäule im Thermo-meter zeigte sich bei 114 ram ,7 stationär.

Nun konnte ich zur Vergleichung der Differenzenbeider Beobachtungen, sowohl in Bezug auf die beidendurch Rechnung gefundenen Temperatursgrade, als auchder beiden in Millimetern ausgedrückten Thermometer-stände schreiten. Hiernach ergibt sich :

II. Versuch. Temperatur des siedenden Wassers 99°,78I. detto detto detto 93°,30

Differenz. 0°,48

II. Versuch. Thermometerstand in Millim. 114,7I. detto detto detto 102,9

Differenz. 11,8

Aus diesen Differenzen wurde nun zuerst die Längeeines Grades auf folgende Art bestimmt:

Wenn 0°,48 eine Differenz von 11 mm, 8 geben, sogibt 1' eine Länge von 24mm, 53 . 8 .