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Das Höhenmessen mit dem Thermometer
Entstehung
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Dritter Abschnitt.

Beim Ziehen dieser Paralelle kann icli nicht umhin,mich genau an jene Betrachtungen zu halten, welchein Prof. Baumgartner's Supplementbande zur Naturlehreüber den Grad der Genauigkeit barometrischer Messun-gen und über die dabei zu beobachtenden ltegeln ange-führt sind. Sie sind so ausführlich und umfassend, dasswenn ich Punkt für Punkt sie durchgehen und mit dembeim thermometrischen Höbenmessen Statt findendenVerfahren vergleichen werde, ich die vollkommeneUeberzeugung hege, keinen einzigen Umstand von Be-lang unberücksichtigt gelassen zu haben. Unter einemglaube ich auch durch diese Darstellung am leichtestenersichtlich zu machen, welche von beiden Verfahrungs-arten weniger Schwierigkeiten in der Ausführung unter-liegt.

In Bezug auf den Grad der Genauigkeit barometri-scher Messungen kommt zu bemerken, dass es beinaheunmöglich ist, den Barometerstand genauer als bis zuMillimeter anzugeben, und man muss offen gestehen,dass die Wahrheitsliebe jedes Beobachters in Zweifelzu ziehen ist, der ihn auf y ioo tci Millimeter oder nochauf kleinere Theile mit Sicherheit messen will. Dassman mittelst des Nonius derlei Theile wahrnehmen kann,wird wohl Niemand läugnen, der sich auf solche Werk-»zeuge versteht, aber daraus folgt nicht, dass das Re-sultat bis zu dieser Grösse richtig sey; ja häufig wirdman desto grössere Fehler begehen, je feiner der Noniusgetheilt ist, weil ein feinerer Nonius längere Zeit for-dert zum Einstellen, als ein minder fein getheilter, unddaher der Beobachter das Quecksilber dem erwärmendenEinflüsse seines Körpers längere Zeit hindurch aussetzt.Nimmt man noch dazu den Fehler, welcher von derCa-piilarität, von der Tlieilung, von der Dehnung oderContraction der Scala, von der Haltung des Auges ab-hängt etc., so wird man die oben angegebene Grenzenicht für zu gross halten. Halt man dem Gesagten diebei der Ausmittlung des Thermometerstandes zu errei-