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Das Höhenmessen mit dem Thermometer
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Den grössten Fehler veranlasst ohne Zweifel dieArt und Weise, wie man die Luftwärme der Beobach-tungsstationen in Rechnung zu bringen pflegt, indemman nähinlich voraussetzt, die halbe Summe der in bei-den äussersten Stationen beobachteten Thermometer-stände, gebe die mittlere Temperatur der zwischen die-sen Stationen in verticaler Richtung liegenden Luft-säule. Die Temperatur der Luft nimmt von unten nachoben nicht immer gleich stark und gleich schnell ab,und das Gesetz der Wärmcvertheilung selbst scheintVeränderungen zu unterliegen, die das Gewicht derzwischen zwei Stationen von verschiedener Höhe befind-lichen Luftsäule abändern, und demnach die Höhen-differenz anders wahrnehmen lassen als sie wirklich ist.Zu Mittag erhitzt sich der Boden sehr stark, ohne dasszugleich die obere Luft in demselben Masse erwärmtwird, nach Sonnenuntergang und während der Nachttritt unten eine erhebliche Erkältung ein, ohne auf diehoch oben befindlichen Luftschichten zu wirken. Mitdiesen Ungleichheiten der Temperatur treten auf- undabsteigende Luftströme ein und afficiren das Barometer.Alles dieses bestätigen vielfache Erfahrungen. Diesel-ben Schwierigkeiten bemängeln ebenfalls die aus unsernBeobachtungsdaten gefundenen Resultate, und es ge-bührt ihnen daher auch nicht in dieser Beziehung derVorzug.

Zu den bisher genannten einer genauen Höhenmes-sung mittelst des Barometers im Wege stehenden Um-ständen gehört auch noch, dass die Barometervcräude-rungen in zwei Stationen nicht gleichzeitig eintreten,und daher auch ein um so grösserer Fehler zu befürch-ten ist, je grösser der horizontale Abstand der Statio-nen ist. Diese Veränderungen stehen mit dem herrschen-den Winde in Verbindung, und man hat bei vielen Be-obachtungen die Regel bestätigt gefunden, dass derBarometerstand an jenen Orten zu hoch steht, wo derWind herkömmt. Davon rührt es her, dass man selbstan Orten von gleicher Höhe zu gleichen Zeiten unglei-che Barometerstände beobachtet und den Ilühenunter-