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Das Höhenmessen mit dem Thermometer
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Ein Fehler von 1 ° bringt in der gemessenen Höheeinen Fehler von 0,004 der wahren Grösse hervor.Man wird zwar auch stets in den Beobachtungen desFeuchtigkeitszustandes einen Felder begehen, alleindieser kommt gegen die Grösse der übrigen Fehler inkeinen Betracht.

Da bei unserem Verfahren die Beobachtung dermittlern Lufttemperatur auf dieselbe Weise vorgenom-men wird, so hat man mit derselben Schwierigkeit zukämpfen, und muss alle angeführten Vorsichtsmassre-geln anwenden, damit der unvermeidliche Fehler sogering als möglich ausfalle.

Was übrigens den bei der Beobachtung des Feuch-tigkeitsgrades der Luft zu begehenden Fehler betrifft,so kömmt er bei dem thermometrischen Verfahren eben-falls in keinen Betracht.

Ausser den Beobachtungen liegen in der Höhenfor-mel selbst Gründe zu Irrthümern. Der beständige Coef-ficient mag aus Versuchen über die Dichte der Luft ab-geleitet oder aus Vergleichung von Höhen die trigono-metrisch oder durch Nivelliren gefunden, mit den Ergeb-nissen der Barometerbeobachtungen .abgeleitet seyn, sopasst er doch nicht auf alle Fälle, auf welche man ihngewöhnlich ausdehnt. Denn ist er aus der Luftdichteabgeleitet, so setzt er vollkommenes Gleichgewichtder Luft voraus, das doch selbst bei der grössten soge-nannten Windstille nicht herrscht; hat man ihn aberaus gemessenen Höhen entnommen, so gilt er auch nurfür Verhältnisse, wie die waren bei denen die zu diesemBehufe gemachten Beobachtungen angestellt wurden.Indess kann man den vom etwaigen fehlerhaften Faktorabhängenden Fehler als verschwindend klein ansehen,wenn man die Barometerbeobachtung zum Behufe der Hö-henmessung nur bei ziemlich windstillem Wetter vornimmt.

Weil wir uns bei der Berechnung der Höhe aus dennach unserer Methode gefundenen Beobachtungsdaten,derselben Höhenformeln bedienen, so theilt auch unserVerfahren denselben Fehler, und von dieser Seite ausbetrachtet, hat keine von beiden Methoden den Vorzug.