suchsweise constatirt, welches auf folgende Weise ge-schieht. Man setzt das verfertigte Thermometer derSiedhitze des reinen Wassers aus, indem man daraufBedacht nimmt, dass nur die aus dem siedenden Was-ser entstandenen Dünste auf die thermometrische Sub-stanz einwirken und wartet ab bis jdas Thermometerstationär geworden ist, worauf man mittelst des daranauf die früher angezeigte Weise befestigten Massstabesden Stand der Quecksilbersäule anmerkt. Zu gleicherZeit beobachtet man an demselben Orte ein genauesBarometer und berechnet aus dem auf 0° C. reducirtenBarometerstände die dem herrschenden Luftdrucke ent-sprechende Temperatur des siedenden Wassers in Cel-sius’schen Graden. Diess geschieht mittelst einer von Mw -yu.it entwickelten Formel, welche den Zusammenhangder Expansivkraft der Wasserdünste mit der Tempera-tur , bei welcher sie entstanden sind, in einem mathe-matischen Ausdrucke darstellt, welchen ich später an-führen werde.
Hat man auf diese Art die Temperatur des sieden-den Wassers gefunden, und dadurch die Bedeutung fürden am Thermometer angemerkten Stand der Quecksil-bersäule in C. Graden erfahren, so wartet man die Zeitab, bis eine nahmhafte Aenderung im Barometerstände andemselben Orte eingetreten ist, und wiederhohlt dann das-selbe Verfahren, wodurch man am Thermometer einenzweiten Punkt kennen lernt, welchem die aus dem verän-derten Barometerstände berechnete Temperatur entspricht.
Durch diese zwei Versuche gelangt man zurKennt-niss des Unterschiedes, welcher in beiden Fällen zwi-schen der Temperatur des siedenden Wassers in Gradenausgedrückt, obgewaltet hat und findet zugleich diediesem Temperaturunterschiede entsprechende Länge amMassstabe. Gesetzt man habe bei dem ersten Versucheden Stand der sationären Quecksilbersäule am Thermo-meter mit 50 mm ,8 über dem Anfangspunkte des Mass-stabes markirt und aus dem gleichzeitig beobachtetenBarometerstände die entsprechende Temperatur des sie-denden Wassers = 99°,3 5 C. berechnet. Wird nun
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