lier litt, befreit, und dadurch wieder in verdiente Auf-nahme gebracht hätte.
Sein Bestreben ging dahin, durch eine einfache,leicht ausführbare Construction die Grösse der Therrno-metergrade und die dadurch bedingte Empfindlichkeit des ‘Instrumentes in seine Macht zu bekommen, ohne nöthigzu haben, die Grösse der Kugel und die Länge der Röhrebedeutend zu vermehren, und auf diese Weise das Ther-mometer beliebig empfindlich, dabei doch compendiös,minder gebrechlich und handsam zu erhalten. Dem Bei-spiele Fahrenheil’'s und Wollaslon’s folgend, erreichteer diess durch nachstehende einfache Einrichtung.
An eine gewöhnliche Thermometerrühre von sein-feinem und durchaus gleichem Calibcr, liess er ein '/, Zollim Durchmesser haltendes bimförmiges Gefäss anblasen,wodurch wie bekannt, bei dem sehr grossen Verhältnissedes Rauminhaltes des Gefässes zu jenem der Röhre dieGrade sehr g. oss aus fallen mussten. In der Thal erhielter auch auf diese Weise Thermometer, bei welchen dieLänge eines Grades 100 Millimeter und darüber betrug.Bei so grossen Graden wäre aber die Röhre übermässiglang und sehr gebrechlich ausgefallen, wenn sie dieThermometerscala vollständig hätte enthalten sollen. Dacs sich jedoch, bei dem Zwecke des Instrumentes dieSiedhitze des reinen Wassers damit zu bestimmen, blosum die dem Siedepunkte der Scala nächst liegenden Gradehandelt, so war Herr J. ßlorsladl auf eine der Wolla-x/on'sehen, ähnliche Vorrichtung bedacht, wodurch er dieuntern Grade der Scala beseitigen und dem Thermometerdie miissige Länge von 10— 12 Zoll gehen konnte.
Zu diesem Ende erweiterte er in der Entfernung vonetwa 2 Zoll über dem bimförmigen Gefässe die Ther-mometerröhre in dem Masse, dass in dieser Erweite-rung nicht allein jene Quecksilbermenge, die bei der ge-wöhnlichen Lufttemperatur für die untern Grade verwen-det wird Platz finden konnte, sondern auch noch soviel Raum erübrigte, um jenes Quecksilber aufzuneh-men, welches zur Bildung der höhern Temperatursgrade,die obersten 8—10 Grade abgerechnet, erforderlich ist.