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Das obere Ende der Röhre erhielt ebenfalls eine kleinebimförmige Erweiterung, theils um die bei der Füllungdes Thermometers nöthige Menge Quecksilbers hinein,theils um das Luftleermachen desselben leichter zu Stan-de bringen zu können. Uebrigens wurde das Instrumentauf dieselbe Art gefüllt und luftleer gemacht, wie esbei Verfertigung genauer Thermometer üblich ist. Dasauf diese Weise mit aller Vorsicht construirte Thermo-meter ei'hielt daher eine Gestalt wie Fig. 2. zeigt. A istdas am untern Ende der Thermometerröhre angeblaseneGefäss, B und C sind die vorerwähnten kleinen bim-förmigen Erweiterungen der Röhre selbst, wovon B beider gewöhnlichen Lufttemperatur zum Theil mit Queck-silber gefüllt ist. Aus dieser Einrichtung des Instrumen-tes gellt schon im Allgemeinen hervor, dass, man dieGrösse und Anzahl Grade, die man in den Raum zwi-schen B und C bringen will, mithin die Empfindlichkeitdes Instrumentes vollkommen in seiner Macht hat, ohnenothwendig zu haben, das Stück der Röhre \on B bisC übermässig zu verlängern. Denn bei einem feinenCaliber der Röhre reicht es schon hin, dem bimförmigenGefässe A eine massige Grösse zu geben, um bedeutendlange Grade zu erhalten, und sollten dieselben zu dembeabsichtigten Zwecke noch nicht hinreichen, so kannman ihre Länge beliebig steigern, indem man den RaumB mehr erweitert, wodurch die übermässige Vergrösse-rung des Gefässes A hinwegfällt. An dem so vorgerich-teten Instrumente wurde nun die Grösse der Grade undder dem normalen Luftdrucke entsprechende Siedpunktnach der Centcsimal- Scala bestimmt, wozu ein beson-deres Verfahren angewendet wurde, dessen Erörterungich zum Gegenstand des folgenden Abschnittes zu ma-chen gedenke.
Nachdem durch diese einfache, leicht ausführbareConstruction des Instrumentes einer der erwähntenSchwierigkeiten abgeholfen war, richtete Herr J. Mor-sladl sein Augenmerk auf die Beseitigung jenes Uebel-standes, welcher bei der Beobachtung des Siedpunktesvon dem steten Schwanken der Quecksilbersäule her-