chen Gründen der jetzige Betrag die frühere Berechnung so weit überschreite. Dieser Bericht istdurch die Güte des Herrn Neust mir zugekommen, und ich entnehme aus ihm die folgendenAngaben:
1) Rastricks Berechnung setzt nur eine mastige Geschwindigkeit voraus, wie sie auf denEisenbahnen im nördlichen England gebräuchlich ist. Er sagt, daß eine vierfache Geschwindig-keit die Kosten um 50 pCt. steigern werde, abgesehen von den größern Rcparaturkosten. Nimmtman nun die beim Gütertransport vorhandene Geschwindigkeit doppelt so groß als die frühergebräuchliche an, so wären die Kosten um 25 pCt., oder für die Tonne und Meile um 0,069Penny erhöht worden.
2) Ferner setzt Rastrick voraus, daß die Dampfwagen stets volle Ladung haben, und niedie Fahrt ohne Ladung zurückmachcn. Nun gehen aber doppelt so viele Güter von Liverpoolnach Manchester, als in entgegengesetzter Richtung, so daß also die halben Wagen leer zurück-kehren. Auch ist nicht an allen Tagen gleich viel zu transportiren, so daß dieses Umstandeswegen die Dampfwagcn oft ohne volle Ladung fahren. Täglich durchfährt ein Dampfwagcnzu dem Zweck die Linie, um die Transporte von den Zweigbahnen und von den Zwischcnstatio-nen aufzunehmen. Wie groß die durch solche Verhältnisse verloren gehenden Unkosten sind, kannnicht genau angegeben werden. Das Sub-Commitee schätzt sie auf pCt. des ursprünglichenAnschlags, also auf 0,092 Penny auf die Tonne und Meile.
3) Es ist schon oben nachgewiesen worden, daß mit Coke gefeuert werden muß, währendRastrick seine Berechnung auf Kohlenfeuerung gründet. Man schlägt die Mehrkosten zu 0,162Penny für die Tonne und Meile an.
Die Summe dieser Mehrbeträge auf die Tonne und Meile ist — 0,323 Penny.
Der ursprüngliche Betrag ist... . . — 0,278 »
Also der berechnete jetzige Betrag ohne vermehrte Rcparaturkosten 0,661 Penny.
DerwirklichejetzigeBetrag mitdenvermchrtenReparaturkosienist — 0,625 --
Der Unterschied dieser beiden Beträge ist also nicht sehr bedeutend. Da nun aber die Re-paraturkosten allerdings die frühern Schätzungen sehr weit übersteigen, so sieht man hieraus, daßder vorläufig berechnete Betrag der Feuerung nicht einmal erreicht wird. Für die verausgabtenL. 6000 für Cokes wurden 110000 Ccntner bezogen. Auf jede Fahrt kommen also 12 Centner,oder auf die Tonne und Meile 1 Pfund Cokes einschließlich alles Aufenthalts und aller Fahrtenohne Ladung. Auf der Darlington-Bahn werden 1,6 bis 2,1 Pfund Kohlen auf die Tonne undMeile verbraucht. Rechnet man den Kohlenverbrauch bloß für die Zeit der Fahrt bei vollerLadung, so beträgt er nach mehreren Versuchen auf der Liverpool und Manchester Bahn nur zbis Z Pfd. Cokes auf die Tonne und Meile.
Die amerikanischen Eisenbahnen sind, des theuren Eisens wegen, meistens sehr leicht ge-baut. Auf Querbalken liegen Straßbäume, und auf diesen gewalzte Eisenschiencn. Diese Bau-art ist in den rheinischen und schlesischcn Kohlenbezirken schon lange im Gebrauch, und die böh-mische Eisenbahn ist nach dieser Konstruktion gebaut. Solche Bahnen vermöge» die schwerenenglischen Dampfwagen nicht zu tragen, wie dies Versuche nachgewiesen haben. Darum bautman in Nordamerika leichtere Dampfwagen und legt dieselben auf 6 oder 8 Räder. Die Kon-