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istGOtt und Christus, warum soll ein hoher Geistnicht vollends sagen: ich bin es!
Sehr merkwürdig ist es, daß diese Philosophie,die ihrer Dunkelheit wegen vom Volk nicht verstan-den wird, sich eng verbunden hat mit demgelesen-sten Dichter unserer Zeit, der als der lockendsteund feinste Prediger der Lust anzusehen ist, mitGothe. Dieser Gothe hat wie ein Gott seine An-beter allenthalben, und sein Geist hat hauptsächlichunserm Zeitgeist seine jetzige Richtung gegeben. EinMann, der keineswegs zu den Pietisten geHort,vielmehr sie tief verachtet, tadelt einen der jetzt be-rühmten Dichter, weil er Gothe einen Fürsten derWahrheit nannte. (Ist dieser Name, einem Men-schen, ja einem Gothe gegeben, nicht antichristisch?)Jener Mann sagt dann über Gothe: „er war al-lezeit nur ein Fürst des Scheins. Selbst in derNatur (die eigentlich sein Tempel war) entzückteihn nichts, als der Schein, die Oberstäche,die Farbe, und mit täuschendem Schein hat erSchwäche in Kraft, Laster in Tugend umgelogen,und durchgängig die erbärmlichsten Charaktere an-ziehend und achtungswürdig gemacht. Die Wahr-heit war ihm ein Spiel, ein Werkzeug zum Ver-fälschen nach den Zwecken der Eitelkeit und feinergeistiger Wollust. Er sah nicht darauf, ob Etwasunsittlich sey, wenn es ihn nur schön dünkte." —Dieser Geist ist jetzt unter den sogenannten Gebil-deten herrschend. Ein (sonst nicht schlechter) Phi-losoph hat es frei herausgesagt: „Die Gefangen-schaft in einem fremden Geiste (nämlich Hegelund Gothe) sey das Ziel alles geistigen Strebens.