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erklärt und nichts weiter übrig läßt, als daß ein-mal ein Mann Namens JEsus gelebt habe, dergegen die Pharisäer predigte und als Opfer ihresHasses fiel. Dieses einfache historische Gerüste desLebens JEsu wurde nach Strauß mit den manch-faltigsten und sinnvollsten Gewinden frommer Ge-danken und Phantasmen umgeben, indem alle Ge-danken, welche die ersten Christen über ihren ent-rissenen Meister hatten, in Thatsachen verwandelt,Seinem Lebenslauf eingewoben wurden. VonMund zu Mund gestalteten sich die einzelnen, ganznatürlichen und rein menschlichen Thatsachen derGeschichte Christi zu Wunder-Geschichten, indemimmer Jedes etwas Neues hinzuthat, wie eineSchneeballe immer größer wird, je weiter sie sichfortwälzt. (Leben JEsu I. S. 72. 74.) Durchdiese Ansicht wird das ganze Christenthum und alleGeschichte überhaupt aufgehoben. Dabei behauptetStrauß immer, der eigentliche Kern und Grunddes Christenthums bleibe von ihm unangetastet.Wie dicß zu verstehen sey, kann auö den folgen-den Worten von Strauß ersehen werden:
(Leben JEsu !!. S. 734 u. 35.) „Das istder Schlüssel der ganzen Lehre von Christo, daßals Subjekt der Prädikate, welche die Kirche Chri-sto beilegt, statt eines Individuums eine Idee ge-setzt wird. In einem Individuum (einzigen Men-schen), in einem Gottmenschen gedacht, widerspre-chen sich die Eigenschaften und Verrichtungen, wel-che die Kirchenlehre Christo beilegt, in der Ideeder Gattung stimmen sie zusammen. Die Mensch-heit ist die Vereinigung der beiden Naturen, der