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dm Juden erlaubte in ihr Baterland zurückzukehren und den Tempel zuerbauen. Cyrus gab nicht nur die Erlaubniß hiczu, sondern erstattete auchalle Gefäße des Tempels und unterstützte die Juden mit Geld aus demköniglichen Schatze. Da machten sich auf die obersten Väter aus Juda undBenjamin, und die Priester und Leviten und Alle, die der Geist Gotteserweckte unter dem Anführer Zorobabel, einem Fürsten aus dem StammeJuda, um zu bauen das Haus des Herrn, und zu bilden die neue GemeindeIsraels.
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Da Israels Staat von neuem erbaut werden mußte, dicß aber ohnedie Wiederaufnahme der theokratischen Grundlage nicht geschehen konnte, sowar es das erste Augenmerk der Zurückgekehrten, den Tempel wieder zuerbauen, und dem Gesetze Achtung und Vollzug zu verschaffen. Zorobabelund der Hohepriester wurden hierin treu unterstützt von zwei außerordentlichenBevollmächtigten Gottes, Esdras dem Schriftgelehrten, und Nehemias, einemim Dienste des persischen Königs Artaxerxes stehenden eifervollen Juden.Nach öffentlicher Verlesung des Gesetzes erneuerten sie den Bund des Vol-kes mit Gott, trennten die mit heidnischen Weibern geschlossenen Ehen,wodurch viele abgöttische Greuel in die Familien eingeschlichen waren, undwachten über genaue Befolgung des Gesetzes (Buch Esdras und Nehemias).Nach 26 Jahren war auch der Tempel ausgebaut, ohngeachtet der vielenHindernisse, die überwunden werden mußten, und der Grund, auf den Israelneu erstehen sollte, war gelegt. Es fehlte nur noch die unabhängige poli-tische Stellung; aber diese sollte noch lange Zeit nicht eintreten; denn dasVolk war in dem gesetzlichen theokratischen Leben noch nicht erstarkt. Hattennämlich die jüdischen Hohenpriester unter der persischen Herrschaft als Satra-pen von Judäa viele Macht, so waren sie doch an die Befehle des persischenHofes gebunden, und mußten ungeheuere Steuern dahin leisten. Alexander,der sich nach der Schlacht bei Jssus Syrien und Palästina unterworfen hatte,behandelte die Juden zwar gütig, aber sie waren unterthan. Nach seinemTode bemächtigte sich Ptolomäus Lagi von Aegypten her Palästinas, undführte viele Juden mit sich dahin. Von nun an war Palästina fast immerder Zankapfel der ägyptischen und syrischen Könige, und befand sich baldunter dieser, bald unter jener Hoheit, bis die Regierung des unsinnigen syri-schen Königs Antiochus Epiphanes (!75 v. Chr.) die Veranlassung zurvölligen Befreiung und Unabhängigkeit der Juden war, und auch seyn konnte,