der biblischen Alterthumskunde aus, und die übrigen Völker erhalten in der-selben nur eine mit ihrer Erwähnung in den heiligen Schriften in Verhältnißstehende Erläuterung.
4.
Da die biblische Archäologie den Zustand des hebräischen Volkes nachseinem politischen, religiösen und häuslichen Verhältniß erforscht, so theilt siesich darum auch in drei Haupttheile, und behandelt in dem ersten derselbendie politischen, in dem zweiten die religiösen, in dem dritten die häuslichenAlterthümer der Hebräer. Dieser dreifachen Darstellung läßt sie eine Be-schreibung des Landes, auf welchem sich das Leben Israels entwickelt hat,nachfolgen. In der Methode unterscheidet sie, soviel möglich, die Zeitperiode,in welcher irgend eine Sitte sich gebildet hat, und unterläßt nicht, den Zu-stand anderer Völker, besonders angränzender, und des ganzen Orientes, inso-ferne dadurch Licht auf den zu behandelnden Gegenstand fallen kann, zu ver-gleichen.
Vgl. Bauer Lehrb. d. hebr. Alterth. S. 5.
5.
Die biblische Alterthumskunde ist nützlich dem Gelehrten überhaupt, derseine Kenntnisse über den Kulturgang der alten Welt, besonders auch in reli-giöser Beziehung, daraus bereichert, — unentbehrlich dem Theologen, derdurch sie zu einem umfassenden Verständniß der heiligen Schriften geführt,und in der Erklärung derselben vor vielen Mißgriffen verwahrt wird.
Vgl. Rosenmüller Handbuch der bibl. Alterthumskunde I, t. S. 4.Scholz Handbuch der bibl. Archäologie S. 3. krineipia catllol. äe sacr.Script, »uct. IVIicll. VLittmnnn p. 232.
6.
Quellen der biblischen Alterthumskunde sind:
I. Schriftliche von Israeliten.
») Die heiligen Schriften des Alten und Neuen Testamentes. Daihre Abfassung in die verschiedensten Zeiten vorwärts und rückwärts fällt, sosetzen sie natürlich vorzüglich in den Stand, sich daraus ein umfassendes Bilddes israelitischen Familien-, Staats- und Kirchenlebcns nach seiner periodischenEntwicklung zu entwerfen.