Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
539
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der Hinngnu, eines türkischen Stammes, auf die blonde, blauäugige,vielleicht indogermanische Race der Meli und Usün nahe an derchinesischen Mauer, schon anderthalb Jahrhunderte vor unserer Zeit-rechnung. Nuter Marcus Aurelins werden römische Gesandte überTunkin an den chinesischen Hoch geschickt. Kaiser Claudius empfingschon die Botschaft des Rachias aus Ceylon. Die großen indischenMathematiker Warahamihira, Brahmagupta und vielleicht selbst Arya-bhatta sind neuer als diese Perioden; aber was früher auf ganz ein-samen, abgesonderten Wegen in Indien entdeckt worden ist, kann auchvor Diophantus durch den unter den Lagiden und Cäsaren so ausge-breiteten Welthandel theilwcisc in den Occidcnt eingedrungen sein.Den Resser dieses Welthandels offenbaren die geographischen Riesen-werke des Strabo und Ptolcmäns. Die geographische Nomenclaturdes Letzteren ist in neuerer Zeit durch gründliches Studium der indischenSprachen und des west-iranischcu Zeud als ein geschichtliches Denk-mal jener fernen Handelsverbindungen erkannt worden. GroßartigesUnternehmen einer Weltbeschreibnng durch Pliuius; Charakteristikseiner Encyclopädie der Natur und Kunst. Hat in der Geschichteder Weltanschauung der langdauernde Einfluß der Römerhcrrschaft sichals ein fortwirkend einigendes und verschmelzendes Element erwiesen,so hat doch erst die Verbreitung des Christenthums, als der neueGlaube aus politischen Motiven in Byzanz gewaltsam zur Staats-religion erhoben wurde, dazu beigetragen den Begriff der Einheitdes Menschengeschlechts hervorzurufen und ihm mitten unter demelenden Streite der Religiouspartheien allmälig Geltung zu verschaffen.S. 2l22ZV und Anm. S. 43ö442.

V. Einbruch des arabischen Volksstammes. Wirkungeines fremdartigen Elements auf den Entwickelnngsgang europäischerCultur. Die Araber, ein bildsamer semitischer llrstamm, verscheuchentheilweise die Barbarei, welche das von Völkerstürmen erschütterte Europaseit zwei Jahrhunderten bedeckt hat; sie erhalten nicht bloß die alteCultur, sie erweitern sie und eröffnen der Naturforschung neue Wege. Naturgestalt der arabischen Halbinsel. Erzengnisse von Hadhramaut,Deinen und Oman. Gebirgsketten von Dschebel Akhdar und Nsyr.Gerrha alter Stapelplatz des Verkehrs mit indischen Waaren, denphönicischen Niederlassungen von Aradus und Tylus gegenüber. Dernördliche Theil der Halbinsel ist vorzugsweise durch die Nähe vonAegypten, durch die Verbreitung arabischer Stämme in dem syrisch-palästinischen Greuzgebirge und den Euphratläudern in belebendemContact mit anderen Culturstaateu gewesen. Heimische vorbereitendeCultur. Altes Eingreifen in die Welthändel! Ausfälle nach Westen