Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
537
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Z37

Asien die große Heerstraße von Osten her einwandernder Völker; dieägäische Inselwelt das vermittelnde Glied zwischen dem Griechenthumund dem fernen Orient, lieber den 48ten Breitengrad hinaus sindEuropa und Asien durch flache Steppenländer wie in einander ver-flossen; auch betrachten Pherecydes von Syros und Herodot das ganzenördliche scythische Asien als zum sarrpatischen Europa gehörig.Seemacht, dorisches und ionisches Leben in die Pflanzstädte übergetra-gen. Vordringen gegen Osten nach dem Pontus und KolchiS, ersteKenntniß der westlichen Gestade des caspischen Meeres, nach Hecatäusmit dem kreisenden östlichen Weltmeer verwechselt. Tauschhandel durchdie Kette scythisch-seolotischer Stämme mit den Argippäern, Jssedonenund goldreichen Arimaspen. Meteorologischer Mythus der Hyperboreer. Gegen Westen Oeffnung der gadeirischen Pforte, die lauge denHellenen verschlossen war. Schifffährt des Eoläus von Samos. Blick indas Unbegrenzte; unausgesetztes Streben nach dem Jenseitigen; genaueKenntniß eines großen Maturphänomens, des periodischen Anschwellensdes Meeres. S. 171 182 und Anm. S. 418423.

II. Feldzüge der Macedonier unter Alexander demGro ß en und langer Einfluß des bactrischen Reichs. In keineranderen Zeitepoche (die, achtzehn und ein halbes Jahrhundert spätererfolgte Begebenheit der Entdeckung und Aufschließung des tropischenAmerikäs ausgenommen) ist auf einmal einem Theile des Menschen-geschlechts eine reichere Fülle neuer Naturansichten, ein größeresMaterial zur Begründung des kosmischen Wissens und des vergleichendenethnologischen Studiums dargeboten worden. Die Benutzung diesesMaterials, die geistige Verarbeitung des Stoffes wird erleichtert undin ihrem Werthe erhöht durch die vorbereitende Richtung, welche derStagirite dem empirischen Forschen der philosophischen Speculation undeiner alles scharf umgrenzenden wissenschaftlichen Sprache gege-ben hatte. Die macedonische Erpedition war im eigensten Sinne desWorts eine wissenschaftliche Erpedition. Callisthenes von Olynth,Schüler des Aristoteles und Freund des Theophrast. Mit der Kenntnißder Erde und ihrer Erzeugnisse wurde durch die Bekanntschaft mitBabylon und mit den Beobachtungen der schon aufgelösten chaldäischcnPriestercaste auch die Kenntniß des Himmels ansehnlich vermehrt.S. 183 190 und Anm. S. 423430.

III. Zunahme der Weltanschauung unter den Ptole-mäern. Das griechische Aegypten hatte den Borzug politischer Ein-heit, und seine geographische Weltstellung, der Einbruch des arabischenMeerbusens brachte den gewinnreichen Verkehr auf dem indischen Oceandem Verkehr an den südöstlichen Küsten des Mittelmeers um wenige