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Ilistoria Xnimalium, wenn sie auch am wahrscheinlichsten schonvor dem kleinasiatischen Feldzuge Alexanders vollendet war, doch,wie Stahr will (Aristotelia Th. II. S. 98), bis zu demLebensende des Verfassers (Ol. 114, 3, also drei Jahre nach demTode des großen Eroberers) durch Zusätze habe vervollständigt wer-den können, keinesweges zu läugnen; es fehlt aber an directenZeugnissen dafür. Alles, was wir von dem Briefwechsel des Ari-stoteles besitzen, ist unächt (Stahr Th. I. S. 194—208, Th. II.S.169—234), und Schneider sagt mit großer Zuversicht (Ilist. deXnimal. 3. I. p. XT): „koe onim tanczuam certissimum sumeremidi licelnt, seriptas comitum Xlexandri notitias post mortemdemum re^is kuisso vul^atas."
(S. 192.) Ich habe an einem anderen Orte gezeigt, daß,wenn auch die Zerlegung des geschwefelten Quecksilbers durch De-stillation schon im Dioscorides (Nat. mediea V, 110 p. 607Saracen.) beschrieben ist, doch die erste Beschreibung der Destil-lation einer Flüssigkeit (bei künstlicher Versüßung des See-wassers) sich in dem Commentar des Alerander von Aphrodisiaszu dem Buche de Neteorol. des Aristoteles findet; s. meinkxamen eritiqne de I'tiist. de la Keograpkie 1. II.p. 308 — 316 und loannis (pkiloponi) Krammatieiin libr. de Ken erat, et Xlexandri Xpkrod. in Ue-teorol. komm. Venet. 1327 p. 97, d. Alerander aus Aphro-disias in Carien, der gelehrte Commentator der iUeteorologieades Aristoteles, lebte unter Septimius Severus und Caracalla;und wenn bei ihm auch chemische Apparate heißen,
so beweist doch wohl eine Stelle des Plutarch (do Iside etOsir. e. 33), daß das Wort Chemie von den Griechen auf dieägyptische Kunst angewandt nicht von abzuleiten ist (Hoefer,Ilistoire de la Lkimie 1. I. p. 91, 190 und 219, '1. II.p. 109).
(S. 192.) Vergl. Sainte-Croir, Lxamen des Iiisto-riens d'XIex andre 1810 p. 207 und Cuvier, II ist. des8ei enees nat. 1. I. p. 137 mit Schneider ad Xristot. deIlist. /Lnimal. I'. I. p. XKII —XKV1 und Stahr, Aristo-telia Th. I. S- 116 — 118. Wenn demnach die Sendungen ausAegypten und Jnner-Asien sehr unwahrscheinlich sind, so bezeugendagegen die neuesten Arbeiten unseres großen Anatomen Johannes