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Oimento die Temperatur-Verhältnisse, der wechselnde Luft-druck und die Dunstmenge der Atmosphäre ein Gegenstandunmittelbarer Forschung geworden; so ist dagegen alles, wasdie chemische Zusammensetzung des Luftkreises betrifft, inDunkel gehüllt geblieben. Allerdings sind die Grundlagender pneumatischen Chemie durch Johann Baptist vanHelmont und Jean Reh in der ersten, durch Hooke, Mahow,Bohle und den dogmatisirenden Becher in der letzten Hälftedes 17ten Jahrhunderts gelegt worden; aber so auffallendauch die richtige Auffassung einzelner und wichtiger Erschei-nungen ist, so fehlte doch die Einsicht in ihren Zusammen-hang. Der alte Glaube an die elementarische Einfachheit der,auf Verbrennung, Orhdation der Metalle und das Athmenwirkenden Luft war ein schwer zu überwindendes Hinderniß.
Die entzündlichen oder lichtverlöschenden Gasarten inHöhlen und Bergwerken (die Spiritus lotolos des Plinius),das Entweichen dieser Gasarten in Form von Bläschen inSümpfen und Mineralquellen, also Grubenwetter undBrunnengeister, hatten schon die Aufmerksamkeit des Er-furter Benediktiners Basilius Valentinus (wahrscheinlich ausdem Ende des 15ten Jahrhunderts) und des Libavius (1612),eines Bewunderers des Paracelsus, gefesselt. Man ver-glich, was man in alchhmistischen Laboratorien zufällig be-merkte, mit dem, was man in den großen Werkstätten derNatur, besonders im Inneren der Erde, bereitet sah. Berg-bau auf erzführenden Lagerstätten (vorzüglich auf schwefel-kieshaltigen, die sich durch Orhdation und Contact-Electri-cität erwärmen) führte zu Ahndungen über den chemischenVerkehr zwischen Metall, Säure und zutretender äußererLuft. Schon Paracelsus, dessen Schwärmereien in die Epoche