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kurze rückschreitende Bewegung der tychonischen Hypotheseabgerechnet) ununterbrochen zum Ziele, zur Entdeckung deSwahren Weltbaues zu führen. Die reiche Fülle genauerBeobachtungen, welche der eifernde Gegner selbst, Tycho deBrahe, lieferte, begründete die Entdeckung der ewigen Ge-sehe planctarischer Bewegung, die Kepler's Namen einenunsterblichen Ruhm bereiteten und, von Newton gedeutet,theoretisch als nothwendig erwiesen, in das Lichtreich desGedankens, eines denkenden Erkenn ens der Natur,übertragen wurden. Man hat^ mit Scharssinn, aber viel-leicht mit zu schwacher Bezeichnung des freien, selbstständigdie Gravitations-Theorie schaffenden Geistes gesagt: „Keplerschrieb ein Gesetzbuch, Newton den Geist der Gesetze".
Die sinnbildlichen dichterischen Mythen pythagorischerund platonischer Weltgemälde, wandelbar ^ wie die Phan-tasie, die sie erzeugt, fanden theilweise noch ihren Reflerin Kepler; sie erwärmten und erheiterten sein oft getrübtesGemüth, aber sie lenkten nicht ab von der ernsten Bahn,die er verfolgte und an deren Ziel ^ er gelangte zwölfJahre vor seinem Tode in der denkwürdigen Nacht des15 Mai 1618. Copernicus hatte durch die tägliche Nota-tion der Erde um ihre Achse eine genügende Erklärung derscheinbaren Umwälzung des Firsternhimmels und durch diejährliche Bewegung um die Sonne eine eben so vollkommeneAuflösung der auffallendsten Bewegungen der Planeten(Stationen und Rückgänge) gegeben und so den wahrenGrund der sogenannten zweiten Ungleichheit derPlaneten gefunden. Die erste Ungleichheit, die un-gleichförmige Bewegung der Planeten in ihren Bahnen,ließ er unerklärt. Getreu dem uralten pythagorischen