322
für die Bedürfnisse der Schifffahrt hinreichenden Gennnigkeitbestimmt werden kann. ES ist hier bei diesen Einzelheitenin der Absicht verweilt worden, nm an der gründlichen Be-trachtung eines wichtigen kosmischen Gegenstandes zu zeigen,wie (wenn man die Messung der Intensität der magnetischenKraft und der stündlichen Veränderungen der Declinationabrechnet) im löten Jahrhundert schon alles zur Sprachekam, was die Physiker noch heute beschäftigt. Auf der merk-würdigen Carte von Amerika, die der römischen Ausgabevon der Geographie des Ptolemäus vom Jahre (508 bei-gefügt ist, findet sich nördlich von Gruentlant (Grönland),das als ein Theil von Asien dargestellt wird, der magne-tische Pol als ein Jnselberg verzeichnet. Martin Corte;in dem Lravv Oompknüio cla la Hplivra (1545) undLivio Sanuto in der Eoograpllig üi lolomeo (1588)setzen ihn südlicher. Letzterernährte schon das, leider! nochbis in die neuere Zeit verbreitete Vorurtheil, daß, „wennman so glücklich wäre den magnetischen Pol sil calamitieo)selbst zu erreichen, man dort alerm miraooloso stupemloekizlto erleben würde."
In dem Gebiete der Wärmevertheilung und Meteoro-logie war schon am Ende des 15ten und in dem Anfangedes löten Jahrhunderts die Aufmerksamkeit gerichtet auf diemit westlicher geographischer Länge abnehmende Wärme "6(aus die Krümmung der isothermen Linien), auf das vonBacon von Verulam verallgemeinerte Drehungsgesetz derWinde "si auf die Abnahme der Luftfeuchtigkeit und Regen-menge durch Zerstörung der Waldungen auf die mit derzunehmenden Höhe über dem Meeresspiegel sich verminderndeTemperatur und auf die untere Grenze deö ewigen Schnees.