Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
315
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gefunden. Wegen eines nahen neu angelegten spanischenKrankenhauses^ hatten die Konquistadoren jenen Gartennicht verwüstet. Fast gleichzeitig sammelte man und beschrieb,was später für die Theorie der successiven Hebung derGebirgsketten so wichtig wurde, fossile Mastodonten-Knochen auf den Hochebenen von Merico, Neu-Granadaund Peru. Die Benennungen: Giganten-Knochen undGiganten-Felder fLampos cio Eigantos) bezeugen dasPhantastische der ersten Deutungen.

Was in dieser vielbewegten Zeit auch wesentlich zurErweiterung der Weltansichtcn beitrug, war der unmittel-bare Contact einer zahlreichen europäischen Menschenmassemit der freien und dabei großartigen erotischen Natur inden Ebenen und Gebirgsländern von Amerika, wie auch(als Folge der Schifffahrt von Vasco de Gama) an denöstlichen Küsten von Afrika und Südindien. Hier legteschon im Anfange des töten Jahrhunderts ein portugiesischerArzt, Garcia de Orta, da wo jetzt Bombay liegt, unterdem Schutze des edlen Martin Alfonso de Sousa, einenbotanischen Garten an, in welchem er die Arzneigewächseder Umgegend cultivirte. Die Muse des Camoens hat ihmein patriotisches Lob gespendet. Der Trieb zum Selbstbeob-achlen war nun überall erwacht, während die cosmo-graphischen Schriften des Mittelalters minder das Resul-tat eigener Anschauung gewesen sind, als Kompilationen,welche die Meinungen des elastischen Alterthums ein-förmig wiedergaben. Zwei der größten Männer deö tötenJahrhunderts, Conrad Gesner und Andreas Cäsalpinus,haben in Zoologie und Botanik einen neuen Weg rühmlichstvorgezcichnet.