Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
296
Einzelbild herunterladen
 

29K

der Berichtiger der Alphonsinischen Himmelstafeln JohannBianchini, in Deutschland Nicolaus von Eusa^, Georg vonPenerbach und Regiomontanus ausübten. Astrolabien zur Be-stimmung der Zeit und der geographischen Breite durch Meridian-Höhen, anwendbar auf einem immer bewegten Elemente, er-hielten allmälige Vervollkommnung: sie erhielten sie von demAstrolabium der Piloten von Majoren an, welches RaymundLullus^ in dem Jahre 1295 in seiner ^rto eis navoga,beschreibt, bis zu dem, das Martin Behaim 1484 zu Lissa-bon zu Stande brachte und daö vielleicht nur eine Verein-fachung des Meteoroscops seines Freundes Regiomontanuswar. Als der Infant Heinrich der Seefahrer (Herzog vonViseo) in Sagres eine Piloten-Akademie stiftete, wurdeMaestro Jayme aus Majoren zum Director derselben er-nannt. Martin Behaim hatte den Auftrag vom KönigJohann II von Portugal, Tafeln für die Abweichung derSonne zu berechnen und die Piloten zu lehrennach Son-nen- und Sternhöhen zu schiffen". Ob man schon amEnde des I5tcn Jahrhunderts die Vorrichtung der Log-leine gekannt habe, um neben der durch den Compaßbestimmten Richtung auch die Länge des zurückgelegtenWeges zu schätzen, kann nicht entschieden werden; doch istgewiß, daß Pigafetta, Magellan's Begleiter, von dem Logfla oakoni, a popp») wie von einem längst bekannten Mittelspricht den zurückgelegten Weg zu messen.^

Der Einfluß der arabischen Civilisation, der astrono-mische» Schulen von Cordova, Sevilla und Granada aufdaö Seewesen in Spanien und Portugal ist nicht zu über-sehen. Man ahmte für daö Seewesen im kleinen die großenInstrumente der Schulen von Bagdad und Cairo nach.