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Menschengeschlechts hervorzurufen; es hat dadurch auf die„Vermenschlichung" der Volker in ihren Sitten und Ein-richtungen wohlthätig gewirkt. Tief mit den frühestenchristlichen Dogmen verwebt, hat der Begriff der Humanitätsich aber nur langsam Geltung verschaffen können, da zuder Zeit, als der neue Glaube aus politischen Motiven inByzanz zur Staatsreligion erhoben wurde, die Anhängerdesselben bereits in elenden Parthcistreit verwickelt, derferne Verkehr der Völker gehemmt und die Fundamente desReichs mannigfach durch äußere Angriffe erschüttert waren.Selbst die persönliche Freiheit ganzer Menschenclassen hatlange in den christlichen Staaten, bei geistlichen Grundbe-sitzern und Corporationen, keinen Schutz gefunden.
Solche unnatürlichen Hemmungen, und viele andere,welche dem geistigen Fortschreiten der Menschheit wie derVeredlung des gesellschaftlichen Zustandes im Wege stehen,werden allmälig verschwinden. Das Princip der indivi-duellen und der politischen Freiheit ist in der unvertilgbarenUeberzeugung gewurzelt von der gleichen Berechtigung deseinigen Menschengeschlechts. So tritt dieses, wie schon aneinem anderen Orte ^ gesagt worden ist, „als Ein großerverbrüderter Stamm, als ein zur Erreichung Eines Zweckes(der freien Entwickelung innerlicher Kraft) beste-hendes Ganzes" auf. Diese Betrachtung der Humanität,»es bald gehemmten, bald mächtig fortschreitenden Strebensnach derselben (keinesweges die Erfindung einer neuerenZeit!) gehört durch die Allgemeinheit ihrer Richtung rechteigentlich zu dem, was das kosmische Leben erhöht undbegeistigt. In der Schilderung einer großen welthistorischenEpoche, der der Herrschaft der Römer, ihrer Gesetzgebung