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Wir haben bereits oben beiläufig daran erinnert, wieClaudius Ptolemäus durch seine Optik, welche uns dieAraber, wenn gleich sehr unvollständig, erhalten haben, derGründer eines Theils der mathematischen Physik geworden ist:eines Theils, der freilich nach Theon von Alexandrien ^ inHinsicht auf die Strahlenbrechung schon in der Catoptrik desArchimedes berührt worden war. Es ist ein wichtiger Fortschritt,wenn Physische Erscheinungen, statt bloß beobachtet undmit einander verglichen zu werden, wovon wir denkwürdigeBeispiele in dem griechischen Alterthume in den inhaltreichenpseudo-aristotelischen Problemen, in dem römischen Alter-thume bei Seneca vorfinden, willkührlich unter verändertenBedingungen hervorgerufen ^ und gemessen werden. DiesesHervorrufen und Messen charakterisirt die Untersuchungen desPtolemäus über die Brechung der Lichtstrahlen bei ihremDurchgange durch Mittel ungleicher Dichtigkeit. Ptolemäusleitet die Strahlen von der Luft in Wasser und in Glas,wie von Wasser in Glas unter verschiedenen Einfallswin-keln. Die Resultate solcher physischen Experimente wer-den von ihm in Tabellen zusammengestellt. Diese Messungeiner absichtlich hervorgerufenen physischen Erscheinung,eines Naturprocesses, der nicht auf Bewegung von Licht-wellen reducirt ist (Aristoteles^ nahm beim Lichte eineBewegung des Mittels zwischen dem Auge und dem Gese-henen an), steht ganz isolirt in dem Zeiträume, den wirhier behandeln. Es bietet derselbe in der Erforschung derelementaren Natur nur noch einige wenige chemische Ar-beiten (Experimente) des Dioscorides dar und, wie ich aneinem anderen Orte entwickelt habe, die technische Kunstdes Auffangenö übergetriebener tropfbarer Flüssigkeiten^ in