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Wissens und lang geübter Künste, wie im ersten Dämmer-lichte des intellektuellen Erwachens. Ferne Erpeditionenin Norden und Süden nach den Bernsteinküsten, und unterAeliuö Gallius und Balbus nach Arabien und zu den Ga-ramanten wurden mit ungleichem Glücke ausgeführt. Ver-messungen des ganzen Reichs wurden durch griechische Geo-meter (Zenodoruö und Polycletus) schon unter Augustuöbegonnen, auch Jtineraricn und Special-Topographien an-gefertigt (was freilich im chinesischen Reiche viele Jahr-hunderte früher geschah), um sie unter die einzelnen Statt-halter der Provinzen zu vertheilen Es waren die erstenstatistischen Arbeiten, welche Europa aufzuweisen hat.Römerstraßen, in Milien getheilt, durchschnitten viele aus-gedehnte Präfecturen; ja Hadrian besuchte, doch nicht ohneUnterbrechung, in einer eilfjährigen Reise sein Weltreichvon der iberischen Halbinsel an bis Judäa, Aegypten undMauretanien. So war ein großer der römischen Herrschaftunterworfener Theil der Welt aufgeschlossen und wegsamgemacht: pervius orlzis, wie mit minderem Rechte von demganzen Erdkreise der Chor " in der Medea des Senecaweissagt.
Bei dem Genüsse eines langen Friedens hätte manvielleicht erwarten sollen, daß die Vereinigung so ausge-dehnter, unter den verschiedenartigsten Klimaten gelegenerLänder zu einer Monarchie, daß die Leichtigkeit, mit derStaatsbeamte mit einem zahlreichen Gefolge vielseitig gebil-deter Männer die Provinzen durchreisten, nicht bloß derErdbeschreibung, sondern der gesummten Naturkunde undden höheren Ansichten über den Zusammenhang der Erschei-nungen auf eine außerordentliche Weise förderlich gewesen