Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
166
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vermuthet, Plutarch habe die beiden Inseln Porto Santound Madera gemeint welche Plinius nicht undeutlich alsUurpurariae bezeichne. Die heftige Meeresströmung, welchejenseits der Hercules-Säulen von Nordwesten gegen Südostgerichtet ist, konnte allerdings die Küstenfahrer lange hinderndie vom Continent entferntesten Inseln, von denen nurdie kleinere (Porto Santo) im 15ten Jahrhundert bevölkertgefunden ward, zu entdecken. Der Gipfel des großen Vul-kans von Teneriffa hat, wegen der Erdkrümmung, auch beieiner starken Strahlenbrechung von den phönicischen Schif-fern, die an der Contincntalküste hinschifften, nicht gesehenwerden können; wohl aber nach meinen Untersuchungen vonden mäßigen Anhöhen, welche das Cap Bojador umgeben^,besonders bei Feuerausbrüchen und durch den Nester eineshohen über dem Vulkan stehenden Gewölkes. Behauptetman doch in Griechenland in neuereit Zeiten Ausbrüche deSAetna vom Gebirge TaygetoS aus gesehen zu haben. ^

In der Aufzählung der Elemente einer erweiterten Erd-kenntniß, welche früh den Griechen aus anderen Theilen desmittelländischen Meerbeckens zuströmten, sind wir bisher denPhöniciern und Carthagern in ihrem Verkehr mit den nörd-lichen Zinn- und Bernstcinländern wie in ihren der Tropen-gegend nahen Ansiedelungen an der Westküste von Afrika ge-folgt. Es bleibt uns übrig an eine Schifffahrt gegen Südenzu erinnern, welche die Phönicier tausend geographischeMeilen östlich von Cerne und Hanno's Westhorne weitüber den Wendekreis in das prasodische und indische Meerführte. Mag auch Zweifel über die Localisirung der Namenvon fernen Goldländern (Ophir und Supara, übrigbleiben, mögen diese Goldländer die Westküste der indischen