Der Bernsteinhandel, welcher wahrscheinlich zuerst nachVen westlichen ciinbrischen Küsten und dann später nachder Ostsee, dem Lande der Aestyer, gerichtet war, verdanktder Kühnheit und der Ausdauer phönicischer Küstenfahrerseinen ersten Ursprung. Er bietet unö in seiner nachmaligenAusdehnung für die Geschichte der Weltanschauungein merkwürdiges Beispiel von dem Einflüsse dar, dendie Liebe zu einem einzigen fernen Erzeugniß auf die Eröffnungeines inneren Völkerverkehrs und auf die Kenntniß großerLänderstrecken haben kann. So wie die phocäischen Massilierdas britische Zinn quer durch Gallien bis an den Nhodanusführten, so gelangte der Bernstein seleolrum) von Volk zu Volkdurch Germanien und das Gebiet der Kelten an beidenAbhängen der Alpen zum Padus, durch Pannonien an denBorysthenes. Dieser Landhandel setzte so zuerst die Küsten desnördlichen Oceans in Verbindung mit dem adriatischen Meer-busen und dem Pontus.
Von Carthago und wahrscheinlich von den 200 Jahrefrüher gegründeten Ansiedelungen Tartessus und Gadcs aushaben die Phönicier einen wichtigen Theil der Nordwest-küste von Afrika erforscht, weit jenseits dem Cap Bojador:wenn auch der Chretes des Hanno wohl weder derChremctes der Meteorologie des Aristoteles, noch unserGambia ist^. Dort lagen die vielen Städte der Tyrier,deren Zahl Strabo bis zu 300 erhöht und die von denPharusiern und Nigriten ^ zerstört wurden. Unter ihnenwar Cerne (Dicuil's Gaulea nach Letronne) die Haupt-stativn der Schiffe wie der Hauptstapelplatz der colonisirtenKüste. Die canarischen Inseln und die Azoren, welche letz-teren des Columbuö Sohn Don Fernando für die von den