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rotirend noch fortschreitend, sondern als unbeweglich im Mit-telpunkt schwebend vorstellten. Hicetas von Syracus, dermindestens älter als Theophrast ist, Heraclides PonticuS undEcphantus kannten die Achsendrehung der Erde; aber nurAristarch von Samos und besonders Seleucus der Babylonier,anderthalb Jahrhunderte nach Alexander, wußten, daßdie Erde nicht bloß rotire, sondern sich zugleich auch umdie Sonne, als das Centrum des ganzen Planetensystems,bewege. Kehrte auch in den dunkeln Zeiten des Mittel-alters durch christlichen Fanatismus und den herrschend blei-benden Einfluß des Ptolemäischen Systemes der Glaube andie Unbeweglichkeit der Erde zurück, wurde auch ihre Gestaltbei dem alerandrinischen Cosmas Jndicopleusteö wieder dieScheibe des Thales, so hatte dagegen ein deutscher Car-dinal, Nicolauö de Cuß, zuerst die Geistesfreiheit und denMuth, fast hundert Jahre vor Copernicus, unserem Pla-neten zugleich wieder die Achsendrehung und die fortschrei-tende Bewegung zuzuschreiben. Nach Copernicus war Tycho'sLehre allerdings ein Rückschritt, aber ein Rückschritt von kurzerDauer. Sobald eine große Masse genauer Beobachtungen, zuder Tycho selbst reichlich beigetragen, angesammelt war, konntedie richtige Ansicht des Weltbaues nicht auf lange verdrängtbleiben. Wir haben hier gezeigt, wie die Periode der Schwan-kungen vorzüglich die der Ahndungen und naturphilosophi-schen Phantasien gewesen ist.
Nach der vervollkommneten Kenntniß der Natur, als einergleichzeitigen Folge unmittelbarer Beobachtung und ideeller Com-binationen, haben wir oben der Aufzählung großer Begeben-heiten gedacht, d. i. solcher, durch welche der Horizont der Welt-anschauung räumlich erweitert wurde. Zu diesen Begebenheiten