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2 (1847)
Entstehung
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Zusammenhang von Naturerscheinungen ausgesprochen wor-den, erst unerwiesen und mit dem Unbegründetsten vermengt,aber in späterer Zeit auf sichere Erfahrung gestützt unddann wissenschaftlich erkannt! Die ahndende Phantasie, dieallbelebende Thätigkeit des Geistes, welche in Plato, inColumbus, in Kepler gewirkt hat, darf nicht angeklagt wer-den, als habe sie in dem Gebiet der Wissenschaft nichts ge-schaffen, als müsse sie nothwendig ihrem Wesen nach vonder Ergründung des Wirklichen abziehen.

Da wir die Geschichte der physischen Weltan-schauung als die Geschichte der Erkenntniß einesNaturganzen, gleichsam als die Geschichte des Gedan-kens von der Einheit in den Erscheinungen und von demZusammenwirken der Kräfte im Weltall, definirt haben, sokann die BeHandlungsweise dieser Geschichte nur inder Aufzählung dessen bestehen, wodurch der Begriff vonder Einheit der Erscheinungen sich allmälig ausgebildet hat.Wir unterscheiden in dieser Hinsicht: 1) das selbstständigeStreben der Vernunft nach Erkenntniß von Naturgesetzen,also eine denkende Betrachtung der Naturerscheinungen,2) die Weltbegebenheiten, welche plötzlich den Horizont derBeobachtung erweitert haben; 3) die Erfindung neuer Mittelsinnlicher Wahrnehmung, gleichsam die Erfindung neuerOrgane, welche den Menschen mit den irdischen Gegen-ständen wie mit den fernsten Welträumen in näheren Ver-kehr bringen, welche die Beobachtung schärfen und verviel-fältigen. Dieser dreifache Gesichtspunkt muß uns leiten,wenn wir die Hauptepochen (Hauptmomente) bestimmen,welche die Geschichte der Lehre vom Kosmos zu durch-laufen hat. Um das Gesagte zu erläutern, wollen wir