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ausnehmen, welche die Aufgabe habe» das religiöse Element im Geisteder Seelen fortzubilden) übt die Natur die alleinige Herrschaft,aber der beschreibende Theil der Dichtkunst ist auf eine gelehrtereund örtliche Beobachtung gegründet. Um einige der großen Ge-dichte zu nennen, welche zu dieser Epoche gehören, erwähnen wirhier des Bhattikavpa, d. i. des Gedichts von Bhatti, das gleichdem Namapana die Thaten des Rama zum Gegenstande hat und inwelchem erhabene Schilderungen des Waldlebens während einer Ver-bannung, des Meeres und seiner lieblichen Gestade wie des Morgen-anbruchs in Lanka aufeinander folgen (Bhattikavpa ecl. Laie. V. I.Ges. VII p. 432, Ges. X p, 715, Ges.XI p. 814; vergl. auch Schütz,Prof. zu Bielefeld, fünf Gesänge des Bhatti-Kävpa 1837S. 1—18); des Sisupalabadha von Magha mit einer anmu-thigen Beschreibung der Tageszeiten; des Naischada-tfcharitavon Sri Harsch«, wo aber in der Geschichte des Nalus und derDamapanti der Ausdruck des Naturgefühls in das Maaßlose über-geht. Mit diesem Maaßlosen contrastirt die edle Einfachheit desNamapana, wenn z. B. Visvamitra seinen Zögling an die Ufer desSona führt (Sisupalabadha ecl. Laie. >>.298 und 372, vergl.S chü tz a. a. O. S. 25—28; Nai sch ada - tscharita ecl. Laie. ?. I.V. 77—>29; Namapana ecl. Schlegel lil>. 1 cap. 35 V. 15—18).Kalidasa, der gefeierte Dichter der Sakuntala, ist Meister in derDarstellung des Einflusses, welchen die Natur auf das Gemüth derLiebenden ausübt. Die Waldscene, die er in dem Drama Vikramaund Urvasi geschaffen, gehört zu den schönsten dichterischen Erzeug-nissen, welche je eine Zeit hervorgebracht (Vikramorvasi ecl.Ilale. 1830 p. 71; Uebersetzung in Wilson's seleot spveimeiis»l tlre TIreatre c>k tüe Ilinclus Laie. 1827 Vc>I. II. >>. 03).In dem Gedichte der Jahreszeiten, besonders der Regenzeitund des Frühlings (Ilitusonliära ecl. Bohlen 1340 >>. II—l8 und 37—45, Uebersetzung von Bohlen S. 80—38 und S. 107—114), wie in dem Wolken boten (alles Schöpfungen des Kali-dasa) ist der Einfluß der Natur auf die Gefühle des Menschen wiederder Hauptgegenstand der Compvsition. Der Wolkenbotc (Meghaduta),den Wilson und Gildemeister edirt, auch Wilson und Chezy übersetzthaben, schildert die Trauer eines Verbannten auf dem BergeRamagiri. In der Sehnsucht »ach der Geliebten, von welcher ergetrennt ist, bittet er eine vorüberziehende Wolke, sie möge Nachricht