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2 (1847)
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^ (S. 39.) lieber die indischen Waldeinsiedler, Vanaprasthen(s^lvieolsv) nnd Sramanen (ein Name, der in Sarmanen undGarmanen verstümmelt wurde) s. Lassen cke nominidus qui-l>u8 veteridus aIlautur luckoruin ptrilosoptii imRhein. Mnsenm für Philologie 1833 S. 178130. Wil-helm Grimm findet eine indische Färbung in der Waldbe-schrcibung, die der Pfaffe Lambrecht vor 1200 Iahren in seinemAleranderliede gibt, das zunächst nach einem französischen Vor-bilde gedichtet ist. Der Held kommt in einen wunderbaren Wald,wo aus großen Blumen übernatürliche, mit allen Reizen ausge-schmückte Mädchen hervorwuchse». Er verweilte so lange bei ihnen,bis Blumen und Mädchen wieder hinwelkten. (Vergl. Gervinu 6Bd. I. S. 232 und M a ß m a n n, Denkmäler Bd. I S. 16.) Dassind die Mädchen aus Cdrisi's östlichster Zauberinsel Vacvac, dieein Ausfuhrartikel sind und in der lateinischen Uebcrtragung desMasudi Chothbeddin liuvllav v-isvaleienses heißen. (Hum-boldt, Lxnrnen erit. cke In vAraptrik 1. I. >>. 33.)

(S. 40.) Kalidas«, am Hofe des Vikramadrtya, lebte unge-fähr 56 Jahr vor unfrer Zeitrechnung. Das Alter der beiden großenHeldengedichte, des Ramavana und Mahabharata, reicht sehr wahr-scheinlich weit über die Erscheinung Buddha's, d. i. weit über dieMitte des sechsten Jahrhunderts vor Chr., hinauf (Burnouf,Bhagavata-P urana 1.1. x. LXI und LXVIII; Lassen, ind.Alterthumskuude Bd. I. S. 356 und 492). Georg Forsterhat durch die Uebersetzung der Sakuntala, d. i. durch die geschmack-volle Verdeutschung einer englischen Uebertragung von William Jones(179l), viel zu dem Enthusiasmus beigetragen, welcher damals zuerstfür indische Dichtkunst in unserm Vaterlande ausbrach. Ich er-innere gern an zwei schone Distichen G öthe's, die 1792 erschienen:

Willst du die Blüthe des frühen, die Früchte des späteren Jahres,

Willst du, was reizt und entzückt, willst du, was sättigt und

nährt,

Willst du den Himmel, die Erde mit einem Namen begreifen;

Nenn' ich, Sakontala, Dich, und so ist alles gesagt.

Die neueste deutsche Uebersetzung des indischen Drama's, nachden wichtigen von Brockhaus aufgefundenen Urteilen, ist die vonOtto Böhtlingk (Bonn 1842).