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und anschaulich wiederzugeben ist die Aufgabe der Land-schaftmalerei. Dem Künstler ist es verliehen die Gruppenzu zergliedern, und unter seiner Hand löst sich (wenn ichden figürlichen Ausdruck wagen darf) das große Zauber-bild der Natur, gleich den geschriebenen Werken der Men-schen, in wenige einfache Züge aus.
Aber auch in dem jetzigen unvollkommenen Zustandebildlicher Darstellungen der Landschaft, die unsere Reise-berichte als Kupfer begleiten, ja nur zu oft verunstalten,haben sie doch nicht wenig zur physiognomischen Kenntnißferner Zonen, zu dem Hange nach Reisen in die Tropen-welt und zu thätigerem Naturstudium beigetragen. DieVervollkommnung der Landschaftmalerei in großen Dimen-sionen (als Decorationsmalerei, als Panorama, Dioramaund Neorama) hat in neueren Zeiten zugleich die Allge-meinheit und die Stärke des Eindrucks vermehrt. WasVitruviuS und der Aegyptier Julius Pollur als „ländliche(satyrische) Verzierungen der Bühne" schildern, was inder Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, durch Serlio'sCoulissen-Einrichtungen, die Sinnestäuschung vermehrte,kann jetzt, seit Prevost's und Daguerre's Meisterwerken,in Parker'schen Rundgemälden, die Wanderung durchverschiedenartige Klimate fast ersetzen. Die Rundgemäldeleisten mehr als die Bühnentechnik, weil der Beschauer,wie in einen magischen Kreis gebannt und aller störendenRealität entzogen, sich von der fremden Natur selbst um-geben wähnt. Sie lassen Erinnerungen zurück, die nachJahren sich vor der Seele mit den wirklich gesehenen Natur-scenen wundersam täuschend vermengen. Bisher sindPanoramen, welche nur wirken, wenn sie einen großen