welcher das Darstellungsvermögen des Beobachters, die Be-lebung des naturbeschreibenden Elements und die Vervielfäl-tigung der Ansichten auf dem unermeßlichen Schauplatzeschaffender und zerstörender Kräfte als Anrcgungs- und Er-weiterungömittel des wissenschaftlichen Naturstudiums auf-treten können. Der Schriftsteller, welcher in unsrer vater-ländischen Litteratur nach meinem Gefühle am kräftigstenund am gelungensten den Weg zu dieser Richtung eröffnethat, ist mein berühmter Lehrer und Freund Georg Forst ergewesen. Durch ihn begann eine neueAera wissenschaftlicherReisen, deren Zweck vergleichende Völker- und Länderkundeist. Mit einem feinen ästhetischen Gefühle begabt, in sichbewahrend die lebcnsfrischen Bilder, welche auf Tahiti undanderen, damals glücklicheren Eilanden der Südsee seinePhantasie (wie neuerlichst wieder die von Charles Darwinerfüllt hatten: schilderte Georg Forster zuerst mit Anmuthdie wechselnden Vegetationsstufen, die klimatischen Verhält-nisse, die Nahrungsstoffe in Beziehung aus die Gesittung derMenschen nach Verschiedenheit ihrer ursprünglichen Wohn-sitze und ihrer Abstammung. Alles, was der Ansicht einererotischen Natur Wahrheit, Individualität und Anschaulich-keit gewähren kann, findet sich in seinen Werken vereint.Nicht etwa bloß in seiner trefflichen Beschreibung der zweitenReise des Capitän Cook, mehr noch in den kleinenSchriften liegt der Keim zu vielem Großen, das diespätere Zeit zur Reise gebracht hat. ^ Aber auch dieses soedle, gefühlreiche, immer hoffende Leben durfte kein glück-liches sein!
Hat man die Naturschilderungen, deren sich die neuereZeit, vorzüglich in der deutschen, französischen, englischen