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hat aber darum nichts von seiner Individualität verloren.Plato preist in allgemeinen Zügen den „dunkeln Schattender hochbelaubtcn Platane, die Kräuterfülle in vollem Dufteder Blüthen, die Lüste, welche süß und sommerlich in denChor der Cicaden wehen". In Cicero's kleinem Naturbildcist, wie noch neuerlichst ein sinniger Forscher^' bemerkt hat,alles so dargestellt, wie man es heute noch in der wirk-lichen Landschaft wiederfindet. Den LiriS sehen wir vonhohen Pappeln beschattet; man erkennt, wenn man vondem steilen Berge hinter der alten Burg von Arpinum gegenOsten hinabsteigt, den Eichenhain am Bache Fibrenus, wiedie Insel, jetzt Isola üi Cmnello genannt, welche durchdie Theilung des Flüßchenö entsteht und in die Cicero sichzurückzog, um, wie er sagt, „seinen Meditationen nachzu-hangen, zu lesen oder zu schreiben". Arpinum am Volöci-schen Gebirge war des großen Staatsmannes Geburtösitz,und die herrliche Umgebung hat gewiß auf seine Stimmungim Knabenalter gewirkt. Dem Menschen unbewußt, geselltsich früh, was die umgebende, mehr oder minder anregendeNatur in der Seele abspiegelt, zu dem, was tief und freiin den ursprünglichen Anlagen, in den inneren geistigenKräften gewurzelt ist.
Mitten unter den verhängnißvollen Stürmen des Jah-res 7l)8 (nach Erbauung der Stadt) fand Cicero Trost inseinen Villen, abwechselnd in Tusculum, in Arpinum, beiCumä und Antium. „Nichts ist erfreulicher", schreibt er°'an Atticus, „als diese Einsamkeit, nichts anmuthiger alsdieser Landsitz, als das nahe Ufer und der Blick auf dasMeer. — In der Einöde der Insel Astura, an der Mün-dung deö gleichnamigen Flusses, am Ufer deS tyrrhenischen