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Anregungsmittel zum wissenschaftlichen Naturstudium be-schränken, erinnern wir zuerst an die mehrfach sich wieder-holende Erfahrung, daß oft sinnliche Eindrücke und zu-fällig scheinende Umstände in jungen Gemüthern die ganzeRichtung eines Menschenlebens bestimmen. Kindliche Freudean der Form von Ländern und eingeschlossenen Meeren-,wie sie auf karten dargestellt sind, der Hang nach demAnblick der südlichen Sternbilder, dessen unser Himmels-gewölbe entbehrt ', Abbildungen von Palmen und libanoti-schen Cedern in einer Bilderbibel können den frühestenTrieb nach Reisen in ferne Länder in die Seele pflanzen.Wäre es mir erlaubt eigene Erinnrungen anzurufen, michselbst zu befragen, was einer unvertilgbaren Sehnsucht nachder Tropengegend den ersten Anstoß gab, so müßte ich nen-nen: Georg Forster's Schilderungen der Südsee-Jnseln;Gemälde von Hodges die Ganges-Ufer darstellend, im Hausevon Warren Hastings zu London; einen colvssalen Drachen-baum in einem alten Thurme des botanischen Gartens beiBerlin. Die Gegenstände, welche wir hier beispielsweiseaufzählen, gehörten den drei Elasten von Anregungsmittelnan, die wir früher bezeichneten: der Naturbeschreibung,wie sie einer begeisterten Anschauung des Erdenlebens ent-quillt, der darstellenden Kunst als Landschaftmalerei, undder unmittelbaren objectiven Betrachtung charakteristischerNaturformen. Diese Anregungsmittel üben aber ihre Machtnur da aus, wo der Zustand moderner Cultur und eineigenthümlicher Gang der Geistesentwicklung unter Begün-stigung ursprünglicher Anlagen die Gemüther für Natur-eindrücke empfänglicher gemacht hat.