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Die Wahrscheinlichkeitsrechnung und ihre Anwendung auf das wissenschaftliche und praktische Leben
Entstehung
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Wahlen. 73

weshalb jeder Wahler durch eine Zahl anzudeuten hat, wie hocher den Punkt 5) bei jedem der sich gemeldeten Kandidaten an-schlägt.

8. 46. Die nun bald folgenden Regeln für das ganze Wahl-verfahren gründen sich hauptsächlich auf nachstehende Bemerkun-gen. Je älter oder je gesünder irgend ein Kandidat als derandere ist, desto großer müssen natürlich des erstem Ansprücheauf die Stelle vor denen des letztem sein. Ferner, je wohlha-bender irgend ein Bewerber als der andere ist^ desto mehr istoffenbar der letztere vor dem erstem zu berücksichtigen; ein Ver-heiratheter endlich hat stets mehr Ansprüche auf eine Versorgung,als ein Lediger, und zwar um so mehr, je stärker seine Familieist; auch hat ohne Weiteres der kenntnißreichere und geschicktereBewerber vor dem minder kenntnisreichen und dem weniger ge-schickten den Vorzug.

§. 47. Das allgemeinste und sicherste Wahlverfahren möchtenun folgendes sein. Jeder der m Wähler rl, I!,.. Id., AI schreibtauf ein Blatt Papier, der Stimmzettel genannt, der Reihenach die Namen der u Kandidaten z-, v unter einander,

und setzt jedem derselben diejenige Zahl 2 bei, die nach seiner,durch eine vorausgegangene sorgfältige Untersuchung gewonnenen,Ansicht die Verdienste des Kandidaten zu dieser Wahl unpar-teiisch ausdrücken soll. Diese sich folglich nur nach dem Cha-rakter, den Kenntnissen und Leistungen des resp. Kandidaten rich-tende Zahl 2 hat er dann noch mit dem Gewicht der durchdas Alter a, den Gesundheitszustand Z, das Vermögen v, unddas Ledig - oder Verheirathetscin I derselben Person bedingten, be-sondern Ansprüche zu multiplicircn, um diejenige Zahl X — AV2zu erhalten, die er dieser Person dann überhaupt auf seinemStimmzettel beilegen muß, um hieraus den letztern selbst als zurvollständigen Wahl mitwirkend abgeben zu können. Was dashierbei vorkommende Gewicht AV anbelangt, so ist für jeden Kan-didaten offenbar

>V — axvl 30),

wofür n, A, v und I das Alter des jüngsten, des kränklichsten,des reichsten und jedes ledigen Kandidaten die respcctiven Ein-heiten sind, von denen, wie bereits erwähnt, a und 1 überein-stimmend, g und v aber mehr oder minder hoch von den ein-zelnen Wählern angenommen werden. Doch kann auch hinsicht-lich der beiden letzten Punkte bisweilen eine Vereinigung unterden Wählern zu Stande kommen oder bereits eine einstimmigeAnsicht stattfinden, was dann die Rechnung allerdings etwasvereinfachen würde. Ucbrigens ist l stets — 2, 3, 4, u. s. w. zusetzen, wenn der verheirathete Kandidat respective 6, 1,2, u. s.w.Kinder hat.