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Die Wahrscheinlichkeitsrechnung und ihre Anwendung auf das wissenschaftliche und praktische Leben
Entstehung
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Lotterie. 55

Neue v» Nummern gezogen, wozu gleichzeitig aus dem zweitenGlücksräde, in das Gewinne gethan worden, diese i>2 Ge-winne gezogen werden," Nun sind noch iX —n, — riz Nummernübrig, von denen wieder iiz Nummern mit vz Gewinnen gezo-gen werden u. s. w. Eine' jede solche Ziehung pflegt man eineKlasse zu nennen. Bei der letzten Klasse (Ziehung), welchedie uite sein mag, werden von den letzten übrig gebliebenen

-U;-U2 —Nz— . . . — Nummern nur eine gewisseAnzahl — ill gezogen, denen aus dem zweiten Glücksrade Ge-winne zufallen; so daß die liegen gebliebenen 1^ —

— .... — »ui-r —^ Nummern nun bloß sogenannte Nie-ten erhalten.

Bei einer solchen Lotterie geschieht die Einzahlung bei m Klas-sen in Mal und zwar dergestalt, daß beim Anfang der Ziehungerster, zweiter, dritter, u. s w>, vorletzter und letzter Klasse vonyi, lX — n, , N—n, — vz, . !»— n, —»2 — - - >

— Nz—". - - "N.n-2 Nummern,welches die nach der Am, ersten, 2ten, . . . (m—2)ten und(m — 1)ten Ziehung noch übrigen Loose (so heißt nämlich jedeNummer der Lotterie) sind, der Einsatz entrichtet werden muß,was man von der zweiten Klasse an das Renovircn der Loosezu nennen pflegt. Was die Gewinne betrifft, so steigen sie vonKlasse zu Klasse, und in der letzten Klasse wird der höchste Ge-winn, bekanntlich das große Loos genannt, welches für dieSpieler das eigentliche Lockmittel, in die Lotterie zu setzen, ab-giebt, indem jeder der Spieler hofft, es zu erhalten so glücklichzu sein. Es versteht sich übrigens von selbst, daß sämmtlichenach und nach zu leistenden Einzahlungen in ihrem Totalbetragegleich sein müssen der Summe aller Gewinne, und daß, je grö-ßer die Gewinne in der letzten Klasse ausfallen sollen, von denfür die letzte Klasse übrig gebliebenen Loosen desto mehr derselbenNieten erhalten müssen.

§. 23. Um das Vorhergehende noch mehr zu erläutern, wol-len wir als ein Beispiel die königl. sächs. Landcslottcrie zu Leip-zig und deren Plan durchgehen. Sie besteht (jetzt, im Jahre 1838)aus 34999 Loosen und 17999 in 5 Klassen vertheilten Gewinnen.In jeder Klasse werden nur so viele Nummern gezogen, als plan-mäßig Gewinne vorhanden sind, und die nach Ziehung der plan-mäßigen 11999 Gewinne der 5tcn Klasse aus dem Nummerradenicht gezogenen Loose sind Nieten.

Die Einlage beträgt auf ein ganzes Loos in jeder Klasse8 Thaler, also überhaupt 49 Thalcr preuß. Courant. Hier-bei werden von den gezogenen Gewinnen unter 1999 Thaler Zehnvom Hundert und von Gewinnen von 1999 Thaler und darüberZwölf und ein Halb vom Hundert abgezogen: die Collecteurserhalten überdicß von jedem Gewinnthaler 9 Pfennige. Die