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1 (1910) Die Immatrikulationen von 1544 - 1656
Entstehung
Seite
XXIX
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Einleitung.

XXIX

gehaltener Draperie, umrahmt von einem grünen Kranze, in AntiquaKapitale:Album / civium academiae / Regiomontanae / sive / matri-cula a / cademica / Parte secunda / a Paschate / Anni MDGLXXYI.Post exhibitum Christum / Messiam / aera vulgari.

Auf der Rückseite dieses Pergamentblattes findet sich eine Dar-stellung des jüngsten Gerichts. Oben Christus, auf einem Regen-bogen sitzend, den rechten Fuss auf eine Weltkugel gestützt, umgebenvon einem Kranze geflügelter Engelsköpfe. Zu seinen FüssenWolken. Darin Engel, die Posaunen des jüngsten Gerichts blasend.Unten links die zu ewiger Seligkeit auferstehenden Gerechten,rechts die Hölle mit den Verdammten, die von Teufeln und aller-hand Untieren gepeinigt und ins Feuer gestossen werden. Ganzunten im Vordergrund als Symbol des Erbarmens, geflügelterEngel, eine nackte Frauengestalt auf richtend. Das Bild, flott inWasserfarben auf Papier gemalt, ist auf das Pergamentblattaufgeklebt worden. Unter dem Bilde eine Unterschrift in AntiquaKapitale, gelb auf grünem Grunde, enthaltend je ein Zitat aus demEvangelium des Lucas und aus dem heiligen Augustin. Die Unter-schrift ist durch Abreissen einer Ecke verstümmelt worden.

Auf den nächsten Seiten folgen die Eidesformeln für die Beam-ten und Angehörigen der Universität, zum Teil nur die Überschriftmit Verweis auf den Wortlaut der Statuten, zum Teil im Wortlaut.Und zwar enthält S. 3.: I. Iuramentum magnifici academiae Rectoris /statuta academiae definiunt Cap. IIX § 7. 8.

II. Iuramentum solenne / quod publicis et ordinariis / academiaeprofessoribus / statuta imponunt c. VII § 10.

S. 4 führt die Eide der vier Dekane und des ersten Inspektors derAlumnen ohne Wortlaut mit Verweis auf die Statuten an.

Auf S. 5 folgt der Eid des zweiten Inspektors oder Subinspek-tors und von jüngerer Hand dasIuramentum Secretarii Academiaee Statutis huius c. XXIII § 1.

Auf S. 6 folgt wieder ein Bildwerk. Minerva mit Helm auf demHaupt, in der Rechten eine Lanze mit roter Fahne, die Linke ge-stützt auf den mit Gorgonenhaupt geschmückten Schild, auf Wolkensitzend, ihr zu Füssen die Eule. Das Bild ist umgeben von einemreichen Barockrahmen mit figürlichem und Blumenschmuck. Linksoben weibliche Figur, die Hände zum Gebet erhoben. Darüber:timordei. Darunter kniende weibliche Figur, in den Händen ein Winkel-mass haltend, mit der Unterschrift:veritas. Rechts oben Frauen-gestalt mit einem Fuchs im Arm, alshypocrisis bezeichnet, und