Einleitung.
XIX
den Seiten bis 1200 allmählich ihre Zahlen. Bei der Numerierunghaben sich vielfach Fehler eingeschlichen. So sind z. B. dieZahlen 757—776, 844—849, 946—955, 976—977 aus Versehenübergangen worden. Die Seitenzahl 304 ist die erste, die nicht andie Stelle einer alten Ziffer trat.
Dass die Inskriptionen die ursprünglichen sind, unterliegt keinemZweifel. Ob dagegen die den Inskriptionen vorausgehenden Blättersämtlich der ursprünglichen Matrikel angehörten, ist sehr fraglich.Das Schwurblatt im Anfang und das Bild des Truchsess von Wetz-hausen sind zweifellos neu. Auch die Eidesformeln scheinen nicht die.der alten Matrikel zu sein. Dagegen haben ihr das Wappen derUniversität, das Bild und Wappen des Sabinus und die Wappen derzuerst an die Hochschule berufenen Lehrer angehört. Offenbar hatdie Absicht bestanden, dass jeder neu berufene Professor in feier-licher Form in dem der Matrikel vorangehenden Teil der Einleitungeingeschrieben würde und zu dieser Eintragung sein Wappen malenliesse. Das Beispiel, das Sabinus und seine ersten Gefährten gaben,hat aber sehr bald keine Nachahmung mehr gefunden. Daher dievielen leeren Papierblätter, die für die Wappen bestimmt waren, unddie ursprünglich keine Nummern trugen. Bei dem Neueinbinden derHandschrift sind übrigens die Blätter stark beschnitten worden, sei es,dass ihre Ränder durch den Gebrauch gelitten hatten, sei es, dass manneue Lagen von Papier anheftete, die ein etwas kleineres Format be-sassen, und es wünschenswert schien, allen Blättern dieselbe Grössezu geben.
Mit dem Wintersemester 1675 schliesst der erste Band der Ma-trikel.
Die künstlerische Ausschmückung beschränkt sich nicht blossauf die Einleitung zu den Inskriptionen. Scheiterte auch die Absicht,die man bei der Anlage der Matrikel gehabt hatte, die Namen der neu-berufenen Professoren und ihre Wappen im Zusammenhänge den Ein-tragungen der akademischen Bürger vorauszusenden, so legten dochspäter die Rektoren, wie dies auch bei den Matrikeln anderer Hoch-schulen der Fall ist, Wert darauf, das Verzeichnis der in ihrer Amts-zeit immatrikulierten Angehörigen der Universität mit ihrem Wap-pen zu schmücken. Vielfach ist es freilich nur bei dem guten Willengeblieben. Es wurde Platz für das AVappen gelassen, aber, sei es,dass dem Rektor für den Augenblick kein Wappenmaler zu Gebotestand, sei es, dass er nachträglich die Kosten scheute, nicht ausgefüllt.