Einleitung.
XIII
und Teufel treiben die Menschen in das ewige Feuer. Daneben stehenjüdische Priester mit den Gesetzestafeln, auf die die Verdammten inihrer Verzweiflung, vergeblich Rettung erhoffend, blicken. Ganzoben im Bildwerk Christus im Strahlenkränze, umgeben von Engels-köpfen, die zukünftige Erlösung verheissend. Auf der rechten Seiteoben Mariä Verkündigung in offener Landschaft. Im HintergründeHirten, eine Herde weidend, in Anbetung des die Geburt des Heilandsankündigenden Sterns. Darunter Christus im siegreichen Kampfemit dem Teufel. Weiter unten Christus am Kreuze, unter ihm dasLamm mit der Kreuzesfahne. Vor ihm der Mensch, von Johannesdem Täufer auf Christi erlösendes Blut hingewiesen, das, aus desHerrn Brust hervordringend, im Strahl den Menschen trifft.
Auf der Rückseite, schwarz umrahmt, eine farbige Darstellungdes jüngsten Gerichts im Stile des 17. Jahrhunderts, in Zeichnungund Farbe fein ausgeführt. Oben Christus in rotem Gewand aufblauer Weltkugel, zu seinen Füssen ein die Posaune blasender Engel,zur Rechten die Seligen, emporsteigend, zur Linken die Verdammten,in die Hölle hinabstürzend. Unter dem Bilde findet sich gedrucktdas „Iuramentum publicorum professorum.“
Auf dem folgenden Pergamentblatt zeigt die S. 3 eine leereKartusche. Sie ist von vier weiblichen Gestalten umgeben, den Re-präsentantinnen zweier Tugenden und zweier Laster. Die Figuren,in Farben sorgfältig ausgeführt, sind in lebhafter Bewegung dar-gestellt, die Kleidung in reichem Faltenwurf, die Gesichter gut ge-zeichnet, von gesunder Färbung, das blonde Haar straff nach demHinterkopf zurückgekämmt und dort zu einem Knoten zusammenge-steckt. Links oben in blauem Gewand, stehend in betender Haltung,die Frömmigkeit mit der Überschrift „Amor Dei“, darunter kniend,in blauem Kleid, mit Gewicht und Winkelmass in der Rechten eineals „Veritas“ bezeichnete weibliche Gestalt. Rechts oben in gelbemGewand, mit einem Fuchs im Arm, die „Hypocrisis“, darunter inrotem Gewand eine Frauengestalt, deren Herz ein Adler zerfleischt,daneben Geissei, Rute und Stock, die „Mala conscientia“. Unter derKartusche in Umrahmung gedruckt: „Sacramentum solemne eorum,qui in communitatem studiosorum huius Academiae recipi volunt.“Die Rückseite des Blattes, S. 4, enthält das „Iuramentum pedellorum“,geschrieben.
Das folgende Pergamentblatt gibt auf S. 5 eine Abschrift des„Iuramentum oeconomi“, auf S. 6 den „Qstybt bet Shtdjbntrfct, 53ucf)=führet itvtb ‘Südjbinbct", das folgende Pergamentblatt enthält auf