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Suppl. [1] (1908) Das Archiv Gutenberg
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Von Prof. Dr. J. Loserth.

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Worten ihres Gemahls, auf die wir noch zurückkommenwollen, eine recht glückliche gewesen zu sein scheint; wieihr der Gemahl, so brachte auch sie ihm mehrere Kindererster Ehe mit. Sie hatte ein für jene Zeit nicht unbedeuten-des Vermögen, über das sie seit dem ersten Jahr der Ehegenaue Aufzeichnungen macht. Sie verwendete hiezu einenstattlichen Folianten. Die Aufzeichnungen beginnen mit denWorten : „Inventarij umb mein vermögen, so ich Marie Benina,herrin von Stub(en)werg, geborene gräffin von Herbersteinderzeit hab, wie volgt. Den 17 Jenery 1683 iar“.

Und was von disen hierin peschribenen stuken, es seyvon capitol oder farnus wök kumbt, sol auch in disem puechverschriben zu finden sein, auch wan ich in än oder andern was...

Man entnimmt daraus ihre gleich anfangs vorhandeneAbsicht, alle Änderungen, die sich während ihres neuen Ehe-standes in ihren Vermögensverhältnissen ergeben würden,genau zu verbuchen. Sie verzeichnet demnach an verschiedenenbei der Landschaft angelegten Kapitalien 21.333 fl.

Beim Herrn Grafen Heinrich von Atemes 10.000 „

Ihr Haus in Graz, und zwar Kaufsumme 4.300 „

Zubau des Oberstockes 1.400 „

Ankauf des Gutes Lehen 1 samt Leikauf 27.600 „

Ankauf von Gollnhofen 2 samt Leikauf 16.300 „

Das Ambt Reiffling 4.000 „

Der Rottenberger Turm mit Zugehör (nach Ab-verkauf einzelner Stücke) 9.500 „

Das Landgericht (welches?) 1.500 „

Den Schöndorfer Meierhof 12.300 „

In dem Buche finden sich dann auch wertvolle Angabenüber die Ausgaben für ihren Sohn Ferdinand Grafen vonSchrattenbach, als er sich auf Reisen befand, für ihre Töchter,von denen eine Maria Rosina an den Grafen von Gaisruckeine andere an den Grafen Erdödy verheiratet war.

Warum die Rechnungen und Berichte nur bis 1695reichen, ist nicht ersichtlich. Vielleicht nahm Frau Benignaeinen anderen Band, vielleicht enthielt der vorliegende vielmehr, denn in diesem sind ziemlich viele Blätter heraus-geschnitten oder herausgerissen.

Summa in Kapital und angelegte Gülten . . 97.233 fl.

1 Lechen, zwei Stunden von Unterdrauburg, gehörte 1720 demFranz Grafen Schrattenbach.

2 Gallenhofen südöstlich von Windischgraz.