Veröffentlichungen der Historischen Landes-Kommission für Steiermark. XXVI. Johann Loserth. II s (Supplement.) Das Archiv Gutenberg. Graz 1908. Selbstverlag der Historischen Landes-Kommission. Veröffentlichungen r Historischen Landes-Kommission für Steiermark. XXVI. Johann Loserth. Hi ta flaists mm (Supplement.) Das Archiv Gutenberg. Graz 1908. Selbstverlag der Historischen Landes-Kommission. Vorbemerkungen. An anderer Stelle wurde bereits erörtert, in welcher Weise die reichhaltigen Archivalien des steirischen Herrenhauses Stubenberg in das steiermärkische Landesarchiv gekommen sind und welche Bereicherung dieses mächtig emporstrebende Archiv durch die ihm hiedurch neu zugewachsenen Schätze erfahren hat . 1 Unsere früheren Bemerkungen und Ausführungen bezogen sich größtenteils auf die seinerzeit in Kapfenberg beziehungsweise Widen aufbewahrten Archivalien, aber wir konnten doch schon damals den Nachweis füliren, daß auch von den Archivsbeständen des Schlosses Gutenberg ein erheblicher — vielleicht der wertvollere Teil an das steiermärkische Landesarchiv abgegeben worden war. Über das, was dort zurückblieb, hörte man verschiedene einander entgegengesetzte Meinungen. Während die einen sich vernehmen ließen, in Gutenberg sei außer Verwaltungsakten jüngerer Zeit kaum etwas Wichtiges mehr zu finden, hörte man von anderer Seite, daß für die Familien-, vielleicht auch für die Landesgeschichte daselbst noch viel wertvolles Material zu holen sei. Es war eine nach jeder Seite hin dankenswerte Tat der für die Geschichte ihres alten Hauses so eifrig wirkenden Gräfin Anna Buttler, geborenen Gräfin und Herrin von Stubenberg, daß sie eine Einsichtnahme in die Bestände des Gutenbergischen Archivs möglich machte, worauf dann durch die Intervention des Herrn Grafen Karl von Stubenberg die auf gewisse Bedingungen hin zugesagte Übergabe dieses Archivs an das steiermärkische Landesarchiv erfolgte. Es bedarf keiner besonderen Hervorhebung, daß sich dieses steiermärkische Herrenhaus hiedurch neuerdings um die steiermärkische Geschichtsforschung und Geschichtsschreibung hohe Verdienste erworben hat: nicht geringere freilich um die dauernde Erhaltung dieser Archiv- 1 J. Loserth, Das Archiv des Hauses Stubenberg, Veröffentlichungen der historischen Landeskommission XXII. Graz 1906. 1 * bestände selbst, die, wie wir uns zu überzeugen in der Lage waren, an ihrem früheren Aufbewahrungsort dem unabweis- lichen Verderben ausgesetzt gewesen sind . 1 Die Übergabe dieses Aktenmaterials erfolgte zu einer Zeit, da unsere frühere Arbeit „Das Archiv des Hauses Stubenberg“ im Drucke abgeschlossen war. Schon damals wurde ein Bericht über die Bestände des Gutenberger Archivs in der Form von Nachträgen in Aussicht genommen, die denn in den folgenden Blättern erscheinen. Man kann aber nicht von den Schicksalen des Gutenberger Archivs und dessen Bestand sprechen, ohne einiges über die Geschichte dieser sei viel mehr als einem halben Jahrtausend mit den Geschicken des Hauses Stubenberg verflochtenen Herrschaft zu sagen. Es wird hierbei genügen, bloß auf die ältere vorstubenbergische Geschichte von Gutenberg etwas genauer an der Hand des urkundlichen Materials einzugehen. i Den deutlichsten Beweis hiefür bietet das im Gutenberger Archiv aufgefundene Original des Testamentes Wolfgangs Herrn von Stubenberg (f 1556 22. Dezember), das, eines der schönsten Dokumente aus der Geschichte dieses Hauses, vor Fäulnis großenteils zerfallen ist. Zum Glück haben sich die Vorakten hiezu und desgleichen auch Kopien erhalten. I. Zur Geschichte von Gutenberg. 1. Die Geschichte von Gillenberg- unter dem Hause Gutenberg- Waldsteiu. Unter den Adelshäusern Steiermarks im ausgehenden 12. Jahrhundert nimmt das Haus Gutenherg oder, wie es sich vordem nannte, Waldstein eine ganz hervorragende Stellung ein. Die Burg Gutenberg erscheint in unseren Urkunden erst in den Achtzigerjahren dieses Jahrhunderts. Vom 1. Oktober 1187 ist die in Gutenherg ausgestellte Urkunde datiert, * 1 in der Herzog Ottokar von Steiermark bestätigt, daß der „Vornehme“ (nohilis) Liutold von Gutenberg einen Teil seiner Güter seinen beiden Töchtern Kunigunde und Gertrud überträgt, wogegen sie die Bewilligung gehen, daß er das Patronatsrecht über die Kirche vom St. Dionys bei Bruck an der Mur und 50 Huben zu seinem Seelenheile an eine Kirche oder wem er sonst wolle, übertrage. Sehen wir die Zeugenreihe durch, so werden wir leicht finden, daß sie zum großen Teile dem Verwandtenkreise des Hauses Stubenberg entnommen ist, dieses vielleicht selbst zu dem Hause Gutenberg in verwandtschaftlichen Beziehungen steht, über die sich freilich nichts Bestimmtes sagen läßt, aber wir vermerken unter den Zeugen einen Rudolf von Rase, einen Landfried von Eppenstein, einen Otto von Krems, deren nahe Beziehungen zum Hause Stubenberg feststehen, sowie endlich einen Ulrich von Stubenberg und die drei demselben Hause angehörigen Liutold, Rudolf und Gottschalk von Neidherg. An demselben Tage beurkundet der Herzog unter derselben Zeugenreihe, daß auch Liutolds Gemahlin, die vor- 1 Urkundenbuch des Herzogtums Steiermark, bearbeitet von Zahn, I 667/8. 6 Das Archiv des Hauses Stubenberg. nehme (nobilis) Matrone Elisabeth, aus ihrem Erbgut einen Teil ausgeschieden, um ihn zu ihrem Seelenheil frommen Stiftungen zuzuführen. 1 Leider kann man nicht sagen, welchem Hause die Matrone angehörte; so viel ist sicher, daß es ein wohlbegütertes gewesen sein muß, da diese Urkunde den Reichtum Elisabeths ausdrücklich anmerkt. 2 Auch eine spätere Urkunde — sie ist vom 27. Juni 1214 datiert — legt hievon Zeugnis ab. 3 Wir ersehen hieraus, daß sie und wohl auch ihr Gatte dem Stande der Vollfreien angehörten. Außer den beiden genannten besitzen sie noch eine dritte Tochter Namens Ottilie. Sie ist 1188 Äbtissin zu Göß. Wir lernen sie in der Urkunde de dato Weiz 11. Mai 1188 kennen, in welcher ihr Vater im Begriffe, die Kreuzfahrt anzutreten, ihrem Kloster das Patronatsrecht der genannten Pfarre St. Dionys ob Bruck an der Mur überträgt. 4 Am gleichen Tage gibt er dem Kloster Göß den Ort Romatschachen bei Pischelsdorf, dann einen Hof bei St. Dionys ob Bruck, den die Äbtissin von ihm um 50 Mai’k gekauft hatte. Wie man all diesen Urkunden entnimmt, ist der Mannsstamm des Hauses im Erlöschen; doch bevor dieses Moment betont wird, ist noch ein anderer Umstand herauszuheben. Wir befinden uns in der Zeit, in der der Name eines Geschlechtes sich oft mehrmals nach dem der Burg ändert, in der die Familie jeweils ihren Wohnsitz aufschlägt. Auch die Familie der Vollfreien von Gutenberg hat ihren Namen gewechselt. Noch in einer Urkunde aus dem Jahre 1174 wird Liutold von Waldstein genannt, einer Burg, die westlich von Feistritz an der Mur gelegen ist. 5 Liutolds Urgroßvater Maganus nannte sich — er wird ausdrücklich als homo nobilis bezeichnet 6 — de Sancto Dionysio, Er lebte in den Tagen des Erzbischof Gebhard 1 Ebenda 668/070. 2 Fecit exceptionem de omnibus prediis suis, quorum copiam divina sibi contulit gracia. 3 Ebenda II. 198: Domina Elisabeth illustris matrona uxor Liutoldi nobilis de Gutenberck de multis et magnis possessionibus, quas ipsa iure hereditario possidebat. . . 4 Ebenda I, 671/2. 5 S. hierüber die sachgemäßen und überzeugenden Ausführungen Karl Ferdinand Kummers: Das Ministerialengeschlecht von Wildonie im 59. Band des Archivs f. öst. Geschichte S. 197. 6 Urkundenbuch, I 318. Mansum istum dedit Maganus homo nobilis, avus Liutoldi senioris de Sancto Dionysio, temporibus Gebehardi archiepiscopi. Yon Prof. Dr. J. Loserth. von Salzburg, also zwischen 1060—1088. So nannte sich auch sein Enkel Liutold der Ältere, dessen Witwe Juta und dessen gleichnamiger Sohn dem Erzstifte Salzburg am 29. Januar 1152 die beiden Schlösser Weiz und Waldstein und die Pfarre St. Dionys samt allem Zugehör schenken; eine Schenkung, die, wie man den späteren Urkunden entnimmt, nicht zustande gekommen ist. Man entnimmt dem Gesagten, daß Liutold zuerst nach St. Dionys, dann nach Waldstein, zuletzt nach Gutenberg beigenannt war. ObWichard und Walther von Waldstein, die in mehreren Urkunden jener Zeit genannt werden, zur Familie von Gutenberg in verwand- schaftlichen Beziehungen gestanden, läßt sich nicht ermitteln. Wie schon vorlängst bemerkt wurde, 1 dürfte die Verwandschaft, falls eine solche existierte, eine sehr entfernte gewesen sein: wir möchten in ihnen eher Dienstmannen des Hauses sehen, da sie unter diesen genannt sind 2 und bei dem Erbe des Gutenbergers leer ausgehen. Ob Liutold von Gutenberg den Kreuzzug mitmachte und, falls er dies tat, in die Heimat zurückkehrte, ist aus gleichzeitigen Quellen nicht zu entnehmen. 3 In einem Schriftstück aus dem Jahre 1205, in welchem Elisabeth von Gutenberg dem Herzog Leopold mitteilt, daß sie die von ihr und ihrem Gatten seinerzeit dem Stifte Reun gemachte Schenkung von Gütern bei Übelbach und Waldstein vermehrt habe, wird sie bereits als Witwe genannt. 4 Im folgenden Jahre bestätigt der Herzog eine Schenkung von fünf Huben und einer bei Feistritz gelegenen Mühle, die sie an das Kloster Admont gemacht hatte. 5 Doch es ist Zeit, uns der Geschichte ihrer Töchter Kunigunde und Gertrud zuzuwenden. Wir besitzen einen Brief des Abtes Otto von Reitenbuch an den Abt Ruprecht von Tegernsee, aus dem wir ersehen, daß beide Töchter gewaltsam aus dem Elternhause entführt wurden und daß es hierüber zu blutigem Streite kam. Da man aus der 1 Kummer 1. c. S. 197. 2 Urkb. I, 668, Otto filius et filius eius Otto Saxo, Wichart de Waltstein et Walther frater eius, Chunrat, Durinch et frater eius Hartwich, Hartman, Herman, Pernhart, Gundacher, Gotschalch milites proprii domini Liutoldi. 3 Zu den Bemerkungen Ilwofs, Mitt. d. hist. Yer. 49, S. 20 u. 22. ist aus dem Obigen zu ersehen, daß Liutold von Gutenherg und von Waldstein nicht zwei verschiedene Personen sondern identisch sind. 4 Urkunden buch II, 116, 120/1. 5 Ebenda 119. 8 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Erzählung des Abtes einiges über den Reichtum des Hauses Gutenberg abnehmen kann, lassen wir einige Sätze aus dem Schreiben hier folgen: Es war, schreibt er, vor drei Tagen, als ich von einigen meiner Leute und Bekannten die Kunde erhielt, daß Liutold von Waldstein, dessen Töchter von zwei der Vornehmeren aus dem Steirerlande entführt worden waren, mit diesen einen feindlichen Zusammenstoß hatte und von ihnen besiegt, sich mühsam durch die Flucht rettete. Viele wurden hiebei niedergemacht und viele in die Flucht geschlagen; aus den vornehmeren wurden 50 gefangen. Es ist, wie man sieht, eine ganz stattliche Streitmacht, die der Gutenberg-Waldsteiner aufzustellen vermochte. Freilich genügte sie nicht, um seinen Gegnern gewachsen zu sein. Durch die Vermittlung des Erzbischofs (Adalbert von Salzburg), der damals vom Reichstag zu Regensburg heimgekehrt war, kam es zu einem Vergleich dergestalt, daß der Vater den beiden Entführern die Töchter zur Ehe gab. 1 Die beiden Entführer sind Graf Wilhelm von Heunburg und Herrand von Wildon, jener wurde der Gemahl Kunigundens, dieser Gertruds von Gutenberg. Jene Vergabungen Liutolds und Elisabeths von Gutenberg, deren die Urkunden vom 1. Oktober 1187 gedenken, wurden in Gegenwart ihrer Schwiegersöhne gemacht. 2 2. Gutenberg unter (len Häusern Wildon und Kliiienring und seine Erwerbung durch das Hans Stubenberg. Gertrud von Gutenberg war es, die ihrem Gemahl außer Waldstein und Weiz auch Gutenberg zubrachte. Man hat vermutet, daß sie vor dem Jahre 1189 starb. 3 Aus ihrer Ehe mit Herrand stammen, soweit wir wissen, vier Söhne, nämlich Hartnid, Liutold, Ulrich und Richer, und einige Töchter, über die die Urkunden nichts näheres sagen. Den 1 Aus dem Satze: Et nunc ille, qui neptem nostram rapuit, cum omni indemnitate reddere decrevit geht doch wohl hervor, daß Abt Otto von Reitenbuch ein naher Verwandter — der Oheim — der Gerauhten war; daß die Entführer übrigens die zu erwartende Schicklichkeit beobachteten, ersieht man aus dem folgenden Satze: Nec ipse omni tempore, quo rapta tenebatur, unquam ipsam vidit vel allocutus est, sed eadem die qua rapta est, supervenit quedam nobilis femina cog- nata eiusdem H. uxor quondam F. de Pettowe et eam in sua recepit... 2 Praesentihus earum maritis Willeheimo et Herrando. Urkundenbuch I, 667 u. II, 198: praesentihus ac consentientibus earum maritis Willehemo videlicet comite de Hunenberch et Herrando de Wildonia . .. 3 Kummer 1. c. p. 198. Von Prof. Dr. J. Loserth. 9 Vater überlebten Liutold und Ulrich. Liutold hatte keine männlichen Nachkommen. Von seinen beiden Töchtern Gertrud und Agnes war jene mit Albero von Khuenring vermählt. Der Ehe entsproßten Liutold I., Albero VI. und Heinrich IV. Die zweite Tochter Liutolds, Agnes, war mit Otto von Liechtenstein vermählt. Mit Recht wird bemerkt, daß diese Verschwägerung mit den Khuenringern und Lichten- steinern nicht wenig zu dem Ansehen beigetragen hat, das die Wildoner in der Folgezeit besitzen. Albero von Khuenring gelangte durch seine Heirat mit Gertrud von Wildon in den Besitz des Passauer Lehens Steyregg in Oberösterreich, dann der Gülten zu Wald und in der Riedmark, von Untertanen und Gülten zu Wildon, dem Markte Weiz und den Vesten Gutenberg, Rädkersburg, Riegersburg u. s. w. 1 Sein Sohn Leutold war es nun, der laut Urkunde de dato Wien 10. Januar 1288 die Veste Gutenberg samt all dem, was dazu gehört, den Brüdern Ulrich, Friedrich und Heinrich von Stubenberg um die Summe von 1200 Mark verkaufte. Seit sechshundert und zwanzig Jahren befindet sich demnach das Haus Stubenberg in diesem Besitze: denn wenn, wie man den unten folgenden Erörterungen entnehmen wird, zeitweise daselbst auch ein anderes Haus wohnte, so gehörte es doch auch mittelbar dem Hause Stubenberg zu. Hält man die verwandschaft- lichen Beziehungen, die zwischen den Häusern Wildon und Stubenberg im 13. Jahrhundert bestanden, im Auge, so wird ersichtlich, daß sich eben nur der Übergang von einem verwandten Haus an ein anderes vollzogen hat — eine Tatsache, von der uns auch die Verkaufsurkunde Kenntnis gibt. Leutold von Khuenring, Schenk in Österreich, nennt hierin die Stubenbergischen Brüder ausdrücklich seine Freunde, d. h. seine Verwandten. Noch liegt die Verkaufsurkunde im Original vor; sie wurde sodann in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts nach gewissen Gesichtspunkten interpoliert und in eine neue Fassung gebracht, auf die hier nicht näher einzugehen ist. 2 Das Original gibt die Grenzen des Gutenberger Besitzes nur in großen Zügen an. Darnach übergibt Leutold seinen Verwandten die Burg Gutenberg samt allem, was zu ihr innerhalb des Semmerings und Hartberges gehört und er von seiner Mutter und den Ver- 1 S. hierüber die erschöpfenden Ausführungen Kummers a. a. 0. S. 231. 2 S. die Beilage Nr. 2. 10 Das Archiv des Hauses Stubenberg. wandten — gemeint sind die mütterlicherseits —• ererbt und überkommen hat, jene Leute ausgenommen, die jenseits des Semmerings liegen „und sich ins Österreichische hinaus verheiratet haben“. Noch ein zweitesmal wird vermerkt, daß es das Erbe nach seiner Mutter ist, das er solchergestalt dahingibt. 8. Übersicht der Geschichte Gutenbergs unter dem Hause Stubenberg bis in die Mitte des 16. Jalirlmuderts. Durch die Erwerbung von Gutenberg hatte das Haus Stubenberg seinen oststeirischen Besitz in trefflicher Weise arrondiert. Wir können bemerken, daß es auch in den folgenden Jahren eifrig daran ist, in gleicher Weise vorzugehen. Am 11. November 1301 schenken Graf Ulrich von Pfannberg und seine Gemahlin Margarethe mit Zustimmung ihres Sohnes Ulrich ihr Eigen an Gut und Leuten zwischen Semmering und Hartberg an ihren Oheim Heinrich von Stubenberg, wobei freilich noch vorgesehen wird, daß alles an Ulrich wieder zurückfällt, falls der Beschenkte ohne Leibeserben stirbt. ] Außer dem alten Gutenberger Erbe hatte das Haus Heunburg noch Besitz in jenen Gegenden in den Händen. Den Zehent von Passail, den es bisher an Friedrich von Stubenberg überlassen hatte, verkaufte Graf Hermann am 12. Juli 1319 an seinen Schwager Ulrich von Walsee. 1 2 Yon Gutenberg selbst ist erst wieder zehn Jahre später die Bede. Hier ist zunächst daran zu erinnern, daß die obengenannten drei Stubenbergischen Brüder Ulrich, Friedrich und Heinrich, zu denen noch Wülfing, der Bischof von Bamberg, als vierter hinzukommt, eine Schwester namens Elsbeth hatten, die mit Otto von Goldeck vermählt war. Dieser Ehe entsproßten Hedwig und Wülfing. Hedwig ward mit Konrad von Potendorf vermählt. Diese Goldecker nun hatten ihre Erbportion neben den anderen Stubenbergern auch auf Gutenberg angewiesen erhalten, was zu längeren Streitigkeiten führte, auf die hier des näheren nicht eingegangen werden kann. 3 Dem Übelstande, den die Teilung der Herrschaft mit sich brachte, ein Ende zu machen, kaufte Ott von Liechtenstein, als Vormund der jungen Stubenberger, von Reinprecht von Ebersdorf das Viertel an der 1 Notizenblatt der Wiener Akademie YI, 368. 2 St. L.-Arch., Nr. 1855 c. 3 S. die Beilage Nr. 3. Dazu Notizenblatt YI, 461—465. Von Prof. Dr. J. Loserth. 11 Burg Gutenberg, das Reinprechts Schwiegertochter Gertraud von Portia gehörte. Deren Mutter, Hedwig von 'Potendorf, Enkelin Wülfings Herrn von Stubenberg, verkaufte am 22. Februar 1383 den Stubenbergern dazu noch ihren ganzen Besitz, den sie „innerhalb des Semmerings und Hartberges a hatte 1 und dasselbe tat ihr Bruder Wülfing von Goldeck 2 am 6. Jänner 1340. Fast ein ganzes Menschenalter hindurch wurde an dem Besitze Gutenbergs nichts geändert; erst 1365 hören wir von einer Verpfändung von Grundstücken, „die alle inwärts eigen sind zu Gutenberg“. Zwei Jahre später verkauft Leupold der Schaffer an Otto von Stubenberg ein Gut auf der Wegscheid, eine Mühle unterhalb Gutenbergs und den Hof in Grapach — Besitzungen, die übrigens schon Stubenbergisclie Lehen waren. Desgleichen wurden sie 1370 durch einen Ankauf einer Mühle an der Raab unter dem Grillpüchel, zweier Baulichkeiten zu Mayerhofen ob Gutenberg und eines Baues auf dem Gaerich vergrößert. 3 In dem Teilungsvertrag vom 18. Dezember 1381, der zwischen Otto, dem dermaligen Senior des Hauses und den Söhnen seiner Brüder Friedrich und Ulrich abgeschlossen wurde, fielen an Otto, unter anderen auch „die ledigen Güter in der Herrschaft Gutenberg, die Kaufgüter daselbst“. Otto besaß nur eine Tochter namens Margarethe, die in erster Ehe an Hans von Potendorf, in zweiter an Jörg den Stuchsen von Trautmannsdorf vermählt war. Noch zu Lebzeiten Ottos setzten die Brüder Otto d. J., Jakob, Wülfing und ihr Neffe Hans das Erbteil fest, das ihnen nach dem Tode Ottos des Älteren zufallen soll und das ihnen von ihren Vettern Ulrich und Friedrich verbrieft wurde. Dazu gehörte neben anderem reichen Besitz auch „die Veste zu Gutenberg mit den Hofstätten, dem Meierhof vor der Veste und zwei am Rossegg gelegenen Weingärten nebst einer Wiese, welche „die Stubenbergerin“ hieß. Das Erbe Ottos des Älteren wurde am 13. Oktober 1403 in drei gleiche Teile geteilt, von denen einer an Friedrich und Ulrich, die Söhne seines Bruders Ulrich, der zweite an Otto und Hans, Sohn beziehungsweise Enkel des zweiten Bruders Friedrich und der dritte an dessen beide anderen Söhne Jakob und Wülfing fiel. Man sieht aus dieser Teilung, wie genau sich die einzelnen Mitglieder des Hauses an die Bestimmungen der Erbeinigung hielten. 4 Orig.-Perg., St. L.-Arch., 2038a, 2042b u. Notizenblatt IX, 133. 6 Notizenblatt IX, 135. 6 Orig.-Perg., Spez.-Arch. Gutenberg. 12 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Wiewohl Otto reichen liegenden Besitz hatte, fiel hievon an seine Tochter Margarethe nichts; sie wurde allerdings sonst reichlich bedacht, mit der für jene Zeit reich bemessenen Geldsumme von 4000 Pfund, die ihr von ihrem Gatten mit 10 % jährlich verzinst wird. Zwei Jahre später trat das Haus Stubenberg wieder mit jenem Hause in verwandtschaftliche Beziehungen, von dem es den Besitz von Gutenberg erkauft hatte: Am 4. Dezember 1406 verlobte sicli Achaz von Khuenring mit Barbara, der Tochter Ottos von Stubenberg. Sie erhielt eine Aussteuer von 800 Pfund, die ihr mit dem doppelten Betrage widerlegt wurde. 1 Am 16. Juli 1419 teilen Otto, Jakob und Wülfing von Stubenberg die Herrschaften Stubenberg und Pöllau eines-, Gutenberg des andern- und Mureck des dritten Teiles mit Angabe der Grundholden und Einkünfte so, daß der zweite Teil — Gutenberg — an Jakob, den Landeshauptmann von Steiermark, fiel, 2 der diesen Besitz demnächst arrondierte, 3 indem er von seinem Vetter Otto Besitz in der Weizer Pfarre ankaufte. In den zahlreichen Stubenberger Urkunden der nächsten Zeit ist von Gutenberg selten die Rede. Am 31. Oktober 1461 teilen Thomas, Wolfgang und Erasmus von Stubenberg ihr Erbe so, daß Kapfenberg einen, Liechtenstein mit den Nutzungen und Gülten, so gegen Frauenburg gehören, den zweiten und Gutenberg den dritten Teil bildet. Die Herrschaft Kapfenberg fällt mit einer Summe aller Nutzungen von 1090 Pfund an Wolfgang; 4 da laut Urkunde vom 11. Februar 1463 Liechtenstein und Frauenburg dem jüngsten der drei Brüder Erasmus als Erbanteil zugewiesen wurden, 5 ist ersichtlich, daß Gutenberg an Thomas fällt — ein kleiner Besitz für den mit einer reichen Kinderschar — 6 Söhnen und 4 Töchtern — gesegneten Vater. Man wird begreifen, daß von den Söhnen zwei ihre Versorgung im geistlichen Stande gesucht haben. Allerdings fielen Thomas schon am 14. Juli 1464 die St. Lamprechter Lehen, dann einige andere Lehenstücke zu; 6 wir wissen auch von Eigenbesitz, den er bei Radkersburg hatte. 7 Nach Thomas’ Tode fiel Gutenberg an seine Söhne. Wir erfahren aus einer Urkunde vom 1 Notizenblatt IX, 279, Frieß, die Herren von Khuenring, S. CXIII. * St. L.-Arch. 4741, 4741a, N.-Bi. IX, 303. 3 Orig.-Kop., L.-Arch. 4850. 4 L.-Arch., Urk. 6885 a. 5 Notizenhlatt IX, 282. 6 Notizenhlatt IX, 399, Nr. 563/4. 7 St. L.-Arch. Nr. 7241. Von Prof. Dr. J. Loserth. 13 Jahre 1483, daß Otto von Stubenberg damals in Gutenberg wohnte. 1 Im übrigen kam es zwischen ihm und seinen Brüdern der väterlichen Erbschaft wegen zu Streitigkeiten, die am 17. März 1490 durch den kaiserlichen Kommissär Christoph von Mindorf, Verweser der Hauptmannschaft in Steier, beigelegt wurden. Es handelte sich um die Schlösser Frauenburg und Gutenberg, zwei Meierhöfe zu Frauenburg, Gülten zu Voitsberg, die Märkte Hundsmarkt und Weiz, dann die Befriedigung der Erbansprüche ihrer beiden Schwestern Anna und Barbara. Die zahlreichen Söhne des Herrn Thomas hatten keine männlichen Nachkommen. Der letzte von ihnen war Balthasar, Domherr zu Salzburg, der trotz seiner geistlichen Würde weltlichen Besitz aus den Gütern seines Hauses hatte und Belehnungen vornahm. Von Interesse ist ein Streit, in den er mit der landesfürstlichen Behörde geriet, als diese von ihm verlangte, die Güter und Hinterlassenschaft seines Bruders herauszugeben, die dieser verbotener Weineinfuhr wegen verwirkt habe. Es handelte sich aber hiebei, soweit man sieht, nicht um Gutenberg, sondern um Frauenburg. Gutenberg wurde Witwensitz Barbaras von Stubenberg, geborenen Baumkircher, die in zweiter Ehe mit Seifried von Polheim vermählt war, 2 und es dauerte nun über ein Menschenalter, bis es wieder an ein Mitglied des Mannsstammes gelangte. Barbara heiratete in dritter Ehe Veit von Fladnitz. In einer (nicht datierten) Urkunde liegt ein kaiserlicher Befehl vor, worin der Landesverweser von Steiermark angewiesen wird, Barbara anzuweisen, Gutenberg, das sie unter dem Vorwände, von Andre von Stubenberg eine Tochter zu besitzen, zurückbehalte, samt den Briefen etc. an die rechtmäßigen Erben zurückzustellen. Ihr Vorgehen widerspreche der alten Erbeinigung des Hauses Gutenberg. Daß aber Gutenberg noch 1516 nicht in den Händen des Stubenbergischen Mannesstammes war, entnimmt man den Angaben der Steuerbücher im steiermärkischen Landesarchiv und einem sehr interessanten Briefe, den Wolfgang Herr von Stubenberg über die Ansprüche Barbaras an seinen Vetter Balthasar schreibt. Da heißt es: Auch der Ober- lieimer hat einstens eine unserer Muhmen (Anna) „aus den Frauenzimmern“ Kaiser Friedrichs genommen, der Meinung, 1 Apostolen I, 37/38; s. aucli Muchar, Urlc.-Reg., S. 34. 2 Barbara v. Baumldrch, Witwe nach Seifried von Polheim, überträgt an Wilhelm von Graben alle Ansprüche auf die Hinterlassenschaft ihres Gatten. Gutenberg 1512, Januar 6. Orig.-Perg., St. L.-Arch. 14 Das Archiv des Hauses Stubenberg. daß er sie zu einer Erbtochter werde machen lassen, und der Kaiser werde ihm dazu verhelfen, wie es sich einer Hofdame gegenüber gebührt hätte. Weil aber der Kaiser gemerkt hat, daß eine solche Erbschaft der alten Erbeinigung des Stubenbergischen Hauses zuwiderlaufe, die er selbst bestätigt hatte, hat er deren Bestimmungen in Kraft gelassen. Und das hat auch der jetzige Kaiser der Frau von Fladnitz gegenüber getan. Und das ist wohl der Grund, weshalb Hans und Wolfgang von Stubenberg ihre alte Erbeinigung sofort von Maximilian I. noch bestätigen lassen. 1 Der Streit um Gutenberg ging aber trotzdem weiter. Am 29. Jänner 1522 entscheidet Sigmund von Dietrichstein einen Streit zwischen Erhard von Polheim, Veit von Fladnitz, Wilhelm von Graben und Klemens von Fladnitz, betreifend gewisse Ansprüche auf Gutenberg. 2 Soweit man aus den Urkunden ersieht, wurde Gutenberg trotz der Erbeinigung von dem Mannsstamm des Hauses Stubenberg an Magdalena von Stubenberg und ihren Gatten Wilhelm von Graben zur Nutznießung überlassen; wenigstens bittet er im Jahre 1528 den Schwager Wolfgang, gegen Element Fladnitzer das beste zu tun. Magdalena heiratete nach dem Tode Wilhelms von Graben Friedrich von Gleinitz 3 und blieb auf Gutenberg: ja sie forderte, wie man dem Testamentsentwurf Wolfs von Stubenberg vom Jahre 1533 entnehmen kann, auch noch Frauenburg, ohne aber etwas erreichen zu können. Erst 20 Jahre später fiel Gutenberg wieder an den Mannsstamm des Hauses Stubenberg zurück. Am 22. Januar 1553 bittet Wolf Herr von Stubenberg, ihm die Herrschaft Gutenberg zuzuschreiben: So ist, heißt es in den Gültenausstandbüchern zu dem gleichen Datum, der edlen Anna, geborenen von Graben, weiland Christophen Stadlers Witwe, dann Magdalenen von Radmannsdorf seligen Tochter und Erbin Begehren, daß man ihren Teil des vorbemelten Schlosses aus dem Gültbuch austue. In gleicher Weise bittet an demselben Tage Christoph von Radmansdorf als Gerhab seines Brudersohnes Walram, Erben der Frau Magdalena von Radmansdorf und des Bernhard Steiger statt seiner Hausfrau gleichfalls Erbin nach derselben Magdalena, daß man ihre beiden Teile aus dem Gültbuche tue. 4 Die 1 Wels 1518, Dez. 16., L.-Arch. Stub. 4./6 2 Orig. St. L.-Arch. 3 TJrk. d. dto. Graz 1529, März 10. 4 Über Magdalena, die schon oben genannt ist, s. unten die Nachträge zur Stubenbergischen Stammtafel. Von Prof. Dr. J. Loserth. 15 Herrengült von Gutenberg stellte sich auf 346 Pfund 2 Sch. 19 Pf. In welcher Weise Wolf Herr von Stubenberg die Bewirtschaftung von Gutenberg in Angriff nahm, ist aus einem der in den Beilagen mitgeteilten Stücke, behandelnd die Aufträge für seinen Diener Thoman Aigner vom 31. Januar 1553 zu entnehmen. Wir haben nämlich die Aufträge, die der Herr seinem Diener Aigner gibt, in den Beilagen ebenso aufgenommen, 1 wie jenen Bericht, 2 den Hans Perger, Bürger zu Weiz, an Wolfgang von Stubenberg über die Frage erstattet, „wie es zu Gutenberg mit der Wirtschaft bisher sei gehalten worden, um sich danach richten zu können“. Gibt uns nämlich der erstere Kunde davon, daß sich bis dahin die zu Gutenberg gehörigen Archivalien im Schlosse befanden, so macht uns der zweite mit der Wirtschaftsmethode jener Tage vertraut. Der Brief an Aigner führt Klage darüber, daß die bisherigen Inhaber von Gutenberg dem neuen Besitzer wohl Schloß und Untertanen, aber die urkundlichen Dokumente nicht eingeantwortet haben. Und doch, schreibt Wolf, „sind viele Briefe dort gewesen, die über Leute, Stücke, Gülten und Güter lauten, so zu Gutenberg gehören“, Wenn man in dem unten folgenden Inhaltsverzeichnisse des Guten- bergschen Archivs die bis zum Jahre 1553 reichenden Nummern überblickt, so wird man ersehen, daß da nicht mehr „viele Briefe gefunden werden, so gen Gutenberg lauten“. Dringend läßt Wolf den Kanzler Jonas bitten, ihm „die genannten Urkunden, so dem Namen von Stubenberg zugehören, einantworten zu lassen; denn diese Urkunden sind und zwar sogar ein wesentlicher Bestandteil des Guten- bergischen Besitzes“. Man sieht aus diesem Briefe, daß heute gerade jene Urkunden nicht mehr vorhanden sind, um die es Wolf am meisten zu tun gewesen ist: jene, die den Pfandbesitz von Gutenberg betreffen. Die Herrschaft war seinerzeit „nur der Frau Magdalena und ihren Erben als Pfand für geliehenes Bargeld eingeräumt worden. Dabei waren ihr auch alle Briefe und Urkunden übergeben worden, die auf Gutenberg Bezug nahmen. Nachdem jetzt das Gut zurückgelöst ist, sei es selbstverständlich, daß auch die schriftlichen Dokumente zurückgegeben werden, die zur Herrschaft gehören, selbst wenn hierüber in dem abgeschlossenen Pfandvertrage nichts Besonderes vermerkt worden wäre. Wir haben die Geschichte der Herrschaft Gutenberg nur bis zu 1 S. unten Beilage Nr. 5. 2 Beilage Nr. 6. 16 Das Archiv des Hauses Stubenberg. diesem Punkte, der von den älteren Archivsbeständen daselbst handelt, führen wollen und können uns nun der Beschreibung des vormaligen Bestandes dieses Archivs zuwenden. Man wird leicht bemerken, daß die wichtigeren, das Gesamthaus betreffenden Dokumente nicht mehr hier, sondern in dem Schlosse zu Kapfenberg, beziehungsweise zu Wurmberg aufbewahrt worden sind. II. Das Spezialarchiv Gutenherg. Die Anordnung des Stoffes ist, soweit es möglich war, so getroffen worden, wie sie sich in der Arbeit über das Archiv des Hauses Stubenberg vorfindet. Arcliivalien (ArcliiTsregistei'). Von solchen finden sich hier nur zwei vor. Daß es aber ältere Verzeichnisse gegeben hat, geht aus der obigen Darstellung deutlich hervor. Schuber Heft 1 11. Spezifikation etlicher brieflicher Urkunden in dem Briefgewölb zu Gutenberg (s. Beilage Nr. 1). 2. „Repertorium über die in der Hauskanzlei des hochgeborenen Herrn Kristian Herrn von Stubenberg in dem darin befindlichen Registraturskasten beschriebenen Schriften und Akten sowohl den hochgemelten Herrn Eigentümer als hochdero Frau Gemahlin betreffend.“ Angelegt am 9. Juli 1805. 24 Rubriken und ein Anhang. Wichtig ist Nr. 1. die Familie betreffende Kontrakte, Vergleiche, Besitzurkunden und Lehensbriefe von 1716—1789; 2. die Familie betreffende Testamente, Verlassenschaftsabhandlungen, Teillibelle und dahin gehörige Urkunden. 3. Ein Faszikel Familienkorrespondenzen (von denen leider gar nichts erhalten ist). Die übrigen Nummern enthalten vornehmlich Wirtschaftsrechnungen, Verwaltungssachen u.s.w. 2 Testamente und Kodizille von Mitgliedern der Familie Stubenberg (1614—1850). 1. Georg Sigmund, Graz, 1614, November 5. 2. Geoi’g d. Ä., Regensburg, 1629, August 31. Von Prof. Dr. J. Losertli. 17 Schuber Heft 3. Wolf, Graz, 1651, Mai 1. 4. Wolf d. Ä., Graz, 1665, Oktober 1. 5. Sigmund, Gutenberg, 1710, Mai 14. 6. Sigmund, Graz, 1710, Oktober 8. 7. Karl, Graz, 1712, Mai 7. 8. Sigmund, Graz, 1716, April 1. 9. Gisberta Maria Anna, Wien, 1731, März 10. 10. Karl, Graz, 1731, Juli 28. 11. Franz, Karlstadt, 1732. Februar 22. 12. Regina Gräfin Erdödy, geb. Stubenberg, Wien, 1740, Juli 13. 13. Franz, Gutenberg, 1743, Juni 24 (in duplo). 14. Anna Theresia, geb. v. Gera, Graz, 1754, Mai 10. 15. Anna Theresia, Graz, 1762, Januar 22. 16. Leopold, Graz, 1784, November 1, mit Nachtrag: Graz, 1792, Februar 13 (beides in duplo). I, Ia 3 Inventare: 1. Völliges Schloß- und Herrschafts- inventarium bei den beiden Schlössern und Herr- schaften Gutenberg und Stubegg nach Ableiben Herrn Wolfen Herrn von Stubenberg de dato Gutenberg, 1668, Oktober 5. 2. Inventar über weiland Jakob Lechners Hinterlassenschaft (Lechner war „beider Herrschaften Kapfenberg und Stubegg Amtmann“. Das Inventar ist von Georg und Franz Herrn von Stubenberg gezeichnet und gesiegelt) de dato Amt Stäntz, 1678, Dezember 19 und 20 (wichtig darin die Erwähnung der Urkunden über die Freiheiten derer in der Stänz). 3. Inventarium über Sr. Exzellenz Herrn Erasmus Friedrich Grafen von Herberstein „in seiner all- hier zu Grätz habenden Behausung hinterlassene Paarschaft“ etc., de dato Graz, 1691, Juni 15. 4. Inventarium nach weiland Sr. Exzellenz Herrn Herrn Franz Herrn von Stubenberg, FML. de dato Graz, 1751, September 11. (Besonders wichtig die Bibliothek.) 5. Inventar nach Anna Theresia Herrin von Stubenberg geborene Herrin von Gera, de dato Graz, 1763, Jänner 12. 4 Leichenkosten 1741—1765. 5 Heiratsverträge. 1. Johann Josef Graf v. 2 18 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Schuber Heft Strassoldo und Anna Caecilia Herrin von Gera, 1714, Oktober 14. 2. Leopold Herr von Stubenberg und Barbara Gräfin von Strassoldo, 1736, Jänner 16. 6 Erbeinigungen. 1. Franz und Ambros Herren von Stubenberg einer- und Wolfgang Herrn von Stubenberg andererseits de dato 1534, Mittwoch nach Ostern. 2. Abschrift „der Herren von Stubenberg verneuerten Erbeinigung de dato 1557. Confirmatio potissima, Dat. 29. Dezember 1618 (in duplo), 3. Decretscopia der Stubenbergischen Lehen sonderst ihr althergebrachte Erbeinigung. 1661, September 7. Dazu ein Stück, das auf den Verkauf von Sichtenberg und Schallaburg Bezug nimmt, aber nicht ganz erhalten ist, dann ein Auflösungsvertrag bezw. Vergleich über die Ausscheidung des Allodii von dem Fideikommiß der Herrschaft Widen im Hinblick auf die alte Erbeinigung. 7a Erbverträge. 1439, ArtolfvonPernecks Vertrag mit Frau Anna von Perneck 1439, Juni 1. (Kop.), 7b Erbteilungen und Teillibelle. 1419—1793. 1. Teilbrief der Brüder Otto, Jakob und Wülfing Herren von Stubenberg de dato 1419 Sonntag nach St. Margarethen (Juli 16.). 2. Empfangsbestätigung Anna Julianas Gfin. Schaffgotsch, geb. Herrin von Stubenberg über ihr mütterliches Erbteil. 3. Teillibell über das hinterlassene Vermögen des am 19. Februar 1792 verstorbenen Herrn Leopold Herrn von Stubenberg, k. k. Kämmerer, Generaleinnehmers und obersten Mundschenks in Steier. (In duplo.) 7 c Wittibliehe Unterhaltung. 8 Akten betreffend das Mundschenkenamt von Steier. Hofdekret de dato Graz, 5. August 1671. (Abschlägiger Bescheid über das Ansuchen Georgs Augustin Herrn von Stubenberg um das Mundschenkenamt. 9 Ordenseinkleidungen. Cäcilia Maria Theresia Herrin von Stubenberg, 1762, März 29, samt Quittungen über eingezahlte 1500 Gulden. Von Prof. Dr. J. Loserth. 19 hnier Heft Korrespondenzen. 10 Korrespondenzen der Mitglieder des Hauses Stubenberg und Schreiben ihrer verwandten und verschwägerten Familienmitglieder 1530—1791. Vertreten sind: Wolf Herr von Stubenberg (1530, 1543, 1549, 1556), Anna von Hohenwart, geb. von Graben (1556), Sigmund Friedrich Freiherr von Herberstein (1606,1608), Dorothea von Wurmbrand (1626), Georg Herr von Stubenberg (1627), Georg Herr von Stubenberg (1680), Franz Herr von Stubenberg (o. D.), Christian Herr von Stubenberg (1791), Felix Herr von Stubenberg, Weihbischof von Eichstädt (1824), Josef Herr von Stubenberg, Fürstbischof von Bamberg (1780—1791). 10a Bittschreiben an den Landesfürsten. (1647—1790.) I 11 Korrespondenzen mit der Landschaft 1553—1661. 1. Wolf von Stubenberg wegen Einlösung von Gutenberg, 1553. 2. Amalie von Stubenberg, geb. Herrin von Liechtenstein und Marie Elisabeth, Frau von Dietrichstein, geb. Khevenhüller, wegen Einbezahlung ihrer wittiblichen Unterhaltung. Graz, 1659, Mai 23. 3. Anna Crescentia Herrin von Stubenberg wegen Ausfolgung ihrer Stubegg- schen Gülten, 1639 (Fünf Nummern). 12 Korrespondenzen mit Markt- und Bezirksvorstehern (1553—1855). 13 Korrespondenzen mit geistlichen Würdenträgern. St. Lambrecht (1658). 14 Korrespondenzen mit dem Herren- und Ritterstand (1606—1871). Mit dem Obersten von Herberstein (1606), Sigmund Freiherrn von Gleispach (1667), Ernst Graf von Wildenstein (o. D.). 15 Pflegerkorrespondenzen 1553— 1871. Darunter Hans Pergers Bericht über die Wirtschaft in Gutenberg (s. Beilage) 1553, Februar 2, Weiz. Aufträge für diesen 1553, Jänner 26. Lienhard Muerer (1553), Bartime Haslinger (1561), Joseph Haidenreich (1606), Andre Ferr (?), Karl Baumgartner (1665), Valentin Wieland (1661) Georg Adam Weingridl (1661), Anton Wissler (1742), Josef Gretli (1751), Franz Anton Wolfart (1755) u. a. aus neuester Zeit. 2 * 20 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Schuber Heft 16 Korrespondenz mit Wald- und Forstmeistern 1742—1863. 17 Korrespondenzen mit Advokaten und Agenten 1553—1876. Darunter Lienhard Muerer (1553), Gregorius Silbermann, pfalzgräfischerRat(1592), Th. Praitschedl (1625), Bartlmee Schinigin (1643), Ott Heinrich Schell (1694), Dr. Dellefont (1821) u. a. 2 18 Besitz. I. Herrschaft Gutenberg. Enthält die Erwerbungsurkunde de dato Wien, 1288, Samstag nach Perchtentag (Jänner 10). Kopien des 16. und 17. Jahrhunderts. 19 Korrespondenz wegen der Wiedereinlösung (s. auch Schuber 1, Heft 8). 20 Burgfridgrenzen 1600—1814. 21 „Panntaiding zu Wenigzell“. 16. Jahrhundert. 6 beschriebene Blätter K1.-8 0 in taschenförmig zugeschnittenem Pergamentumschlag. Gedruckt in Steirische und Kärntische Taidinge, herausgegeben von Bischoff und Schönbach (Österr. Weistümer VI.) S. 104—107. 22 Bergrechtregister für das Jahr 1727—1732. 23 Schreiben der steiermärkischen Landschaft wegen Pfändung Gutenbergischer Untertanen. Graz, 1658, Februar 25. ** 24 Verwaltersinstruktion von 1794. 25 Die Herrschaft Gutenberg betreffende Verträge 1590—1857, darunter der Bestandvertrag zwischen den Brüdern bezw. Vettern Friedrich, Wolf d. Ä., Rudolf und Georg Uartmann von Stubenberg de dato Graz, 1590, April 24. 2 26 Zehent-, Getreide-, Holz- und Weinregister 1651—1858. 3 27 Wirtschaftsinventare und Protokolle 1737—1845. 4 28 Grundbuchextrakte 1819—1825. 5 29 Pflegerrechnungen 1577—1735. 6 30 „ 1738—1802. 31 Wirtschaftsämtliche Klagprotokolle 1801—1820. Yoti Prof. Dr. J. Loserth. 21 Schuber Heft 7 32 Verschiedene Wirtschaftsrechnungen 1714—1798. 8 33 „ 1798 — 1902. 9 34 „ „ 1806—1871. 10 35 QuittungenandieHerrschaftGutenbergl717—1872. II. Stubegg. 11 36 Vertrag zwischen Herrschaft und Untertanen 1785. 37 Bergrecht 1695/6. 38 Bargeldempfang 1635. 39 Lieferungslisten mit dazu gehörigen Quittungen 1679. 40 Weintatz- und Kellerrechnungen 1678—1751. 41 Zehentregister 1604—1781. 42 Vermerk der zu Stubegg gehörigen Zehenten, 16. Jahrhundert. 12 43 Pflegerrechnungen 1605—1745. 13 44 Rechnungen! 16 81 — 1822 45 „ / 14 46 Quittungen an die Herrschaft 1673—1853. 15 47 Häuser in Graz 1807 — 1825. 48 Herrschaft Kainberg 1820. 49 Eingabe an die Staatsherrschaft Mariazell 1829. 50 Müllegg hei Liebenau 1804. 51 Herrschaft Mureck 1630—1872. 52 Ober- u. Unter-Kapfenberg mitWiden 1801—1850. 53 Passail 1684—1820. 54 St. Radegund 1808—1835. 55 Semriach'1777—1814. 56 Schloß Stadl- 1816/17. 57 Süßenheim 1632. (Verkaufbrief über die Herrschaft.) 58 Weiz. Kontrakte 1652—1741. 15 59 Weiz. Inventar über die der Bürgerschaft gehörigen Mobilien 1803. 60 Weiz. Rechnungen über Empfänge und Ausgaben 1800—1804. Stiftsregister und Jahresrechnungen, s. Anhang. Hammerwerke und Bauten. 16 61 Hammerwerke 1803—1859. 62 Bauten 1814—1851. 22 Schuber Das Archiv des Hauses Stubenberg. Heft Lehen. 63 Verzeichnisse in Lehenssachen von 1450—1797, darin ein Verzeichnis der Lehen, so die Herren von Stubenberg vom Stift St. Lambrecht haben, desgleichen von Göß; Lehen, die die Radmannsdorf von den Stubenberg empfangen; Lehen, welche Maria Theodora Gabelhofen empfängt; Lehen Leopolds Herrn von Stubenberg bei der Herrschaft Gutenberg und Stubegg 1771. Am wichtigsten ist ein noch dem 15. Jahrhundert angehörendes Verzeichnis der l.-f., Gösser und St. Lamprechter Lehen, s. die Beilage Nr. 4. 64 Allgemeines in Lehenssachen 1544 — 1825. 65 Lehensbriefe 1541— 1750. Darunter: 1 Ferdinand! belehnt Wolfgang Herrn von Stubenberg für sich selbst und namens seiner Vettern Franz und Ambros mit dem Schenkenamt inSteier samt Zugehör, dem Landgericht Kapfenberg mit den Pimerkhen, dem Viehbann im Landgericht, der Fischweide auf der Mürz von der Allerheiligenbrücke bis zur Mur bei Brück, dem großen und kleinen Zehent in der Ebene im Mürztal. Wien, 1541, April 7. Gleichzeitige Kopie. 66 Stubenbergische Aktivlehen 1468 1717 betrifft die Familien Breuner, Eibiswald, Eggenberg, Ernau, Falbenhaupt, Fleischker (Murau), Franckh, Fraydenegg, Gabelhoven, Galler, Grasswein, Gleis- pach, Heister, Heritsch, Jöbstl, Krainer (Murau), Lamberg, Merpacher, Mosheim, Nogarol, Neuhaus, Pain, Püchl, Ragnitz, Rauchenberger von Hanfeid, Radmansdorf, Saurau, Schafflinger, Schärfenberg, Schmelzer, Schrott, Senuß, Schwarzenberg, Stübner, Teuffenbach, Teuffel, Trautmannsdorff, Trapp, Unger (Murau), Ur- schenpeck, Weltz zu Bruck, Weltzer von Spiegelfeld, Wirth an der Türnau, Wilfersdorf, Zach zu Lobming. 67 Lehen bei der Herrschaft Gutenberg 1717—1727. 68 Lehensstreitigkeiten 1569 — 1772. 69 Ratschläge in Lehenssachen 1631/2. 70 Lehenstaxen 1752 — 1845. Von Prof. Dr. J. Loserth. 23 Schuber Heft 71 Gesuche von Stubenbergern an den Landesfürsten und die Regierung um Verleihung der Lehen und Ausfolgung der Lehensbriefe 1530 — 1687. 72 Lehensberufungen 1599—1760. 17 73 Lehensurlaube 1537—1607, darunter l.-f. Lehensurlaube (in Original) von 1552, 1557, 1558, 1563, 1566, 1574, 1578, 1581, 1583, 1587, desgleichen von Göß (1577) und Bittgesuche an die Regierung und Kammer um Lehensurlaub. 74 „Morose“, Lehensparteien (d. h. solche, die um Belehnung nicht nachsuchen) 1591 — 1719. 75 Lehensagenten und Lehenssekretäre 1790—1794. 7 6 Korrespondenz mit dem Lehenssekretär Lau- rentschitsch 1667—1678. 77 Landesfürstliche Lehen. Kopie des Lehensbriefes von 1283 am Bartholomäitag. 78 Landesfürstliche Lehen Pögl 1545—1561. 79 „ „ Christoph Schweinpöckh, Hof ob Krieglach am Perg 1568. 80 Staatsherrschaft Stainz 1801. 81 Geistliche Lehen Brixen 1651. 82 Göß 1361—1707. 83 Seckauer Lehen 1562—1672. 84 St. Lambrechter Lehen 1621—1665. 85 Salzburger Lehen 1500—1682. 86 Gütliche Ersuehung in Causa der Abfindung caduc gewordener (Stuben bergscher) Lehen von 1699—1733. Betrifft die Familien Colloredo, Haffner, Gottfried, Schoftner, Astius, Welz zu Bruck, Breuner, Herberstein, Seckau. 87 Zum Fideikommiß, geh. Register, zirka 1630. 18 88 Grenzbestimmungen und -Regulierungen. „Rainbeschau und Verneuerungen“. 1600—1823. 89 Urbare 1595—1760, darunter ein Urbar der Ämter bei Leoben 1595, und zwar St. Michael, Amt Tragelwang, Amt Mautern, Amt zu Leoben, Amt Trofayach. Dann das Amt zu Aflenz (so meinem gnädigen Herrn Georg Hartmann Herrn von Stubenberg dis 1595 iar zuegetheilt und erblichen angefallen ist). 90 Schenkungen 1688—1858. 24 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Schuber Heft 91 92 93 94 95 96 97 98 20 99 21 100 22 101 23 102 103 24 104 105 106 25 107 108 109 26 110 111 112 113 114 115 116 27 117 118 119 28 120 Vollmachten 1552—1845. Kontrakte 1686—1718. „ 1686—1842. Vergleich zwischen Wolf Herrn von Stubenberg und Amalie von Stubenberg und Maria Elisabeth von Dietrichstein. Kurrenden (Umlaufschreiben) und Patente 1792 bis 1856. Fragmente von Rechnungen 1690—1800. Finanzwesen. Schuldscheine von Mitgliedern des Hauses Stubenberg 1564 — 1854. Quittungen von Mitgliedern des Hauses Stubenberg 1639—1805. Quittungen an Mitglieder des Hauses Stubenberg 1663—1739. Quittungen an Mitglieder des Hauses Stubenberg 1742—1857. Rechnungen (Auszügel) 1590—1807. Haushaltsrechnungen 1592—1858. Rechnungen von Anwälten 1728—1857. Steuer wesen. Grundsteuer 1806—1852. Grundentlastung 1850—1858. Steuerregulierung. Steueranlagen, -Ausstände und -Ausweise 1700 bis 1829. Amtliche Akten der Steueramtsobrigkeiten 1815 bis 1852. Haussteuer 1821 —1829. Landesfürstliche Steuern 1815—27. Vermögenssteuer 1735. Erwerbsteuer 1821—1840. Nebensteuer 1826—1841 Klassensteuer 1729—1800. Schuldensteuer 1799—1819. Personalsteuer 1820—1821. „ 1821 — 1322. Urkundensteuer 1851—1852. Landschaftliche Steuerquittungen 1691 —1715. „ „ 1719—1743. Von Prof. Dr. J. Loserth. 25 Schuber Heft Gülten. 29 121 Gültenzuschreibung. Sequestrations - Instruktion 1554—1811. Gerichtswesen. 122 Dekrete und Entscheidungen des Landrechtes 1751-1838. 123 Eingaben an das Landrecht 1644 — 1845. 124 Urfehdebriefe 1578—1584. 125 Burgfried 1606. 126 Landes- und Bezirksgericht Graz 1852 — 1856. 127 Gutenberg, Landgericht, Korrespondenzen 1549 bis 1625. 128 Landgericht St. Ruprecht im Raaberboden 1550 bis 1625. 129 Landgericht Stubegg 1593. 130 „ Widen 1843. 131 Bezirksgericht Birkfeld 1857. 132 „ Frohnleiten 1851 — 1857. 133 „ Hartberg 1857. 134 „ Weiz 1850-1851. 135 Marktgericht Passail 1805—1809. 136 Ortsgericht Gutenberg 1799—1814. 30 137 „ „ 1815—1851. 31 138 Protokolle der Gefälle. Richteramtstaxen. 139 Gerichtsrechnungen 1807—1820. 140 Justiz- und Exhibitionsprotokolle 1814—1819. 32 141 „ „ „ 1819—1831. 33 142 Bezirksobrigkeitsakten und Korrespondenzen 1808 bis 1827. 143 Bezirksobrigkeitsquittungen 1830—1841. 34 144 Bezirksobrigkeit. Amtsprotokolle 1815—1848. Polizei. a) Sanitätswesen. 35 145 Sanitätswesen. Allgemeines. 146 Spital 1809—1811. 147 Spitalsquittungen 1739 — 1810. 148 Apothekerrechnungen 1718—1799. b) Armen- und Waisensachen. Sparkasse. 149 Armenversorgung 1789—1822. 150 Sparkasse 1825. 36 151 Waisen 1796—1829. 26 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Schuber Heft 152 153 37 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 c) Polizei. Polizeiwesen 1789—1828. Brand- und Wetterschäden 1806 — 1829. Handel und Gewerbe. Zunftordnungen, Verzeichnisse von Gewerbetreibenden. Eisenhandel 1849. Holz- und Kohlenfuhren am Schöckel 1802. Jagd. Korrespondenzen 1726—1802. Jagd vertrage 1726—1775. Wilddiebstahl 1844. Wildschäden 1798—1799. Jagdrechnungen 1798—1854. Fischerei. Fischnutzung im Weizbach 1800. Ackerbau. Wiesen und Äcker 1908 — 1820. Viehzucht. Almwirtschaft und Viehzucht 1742 — 1859. Bienenzucht 1811—1817. Wald. Waldverzeichnisse. Korrespondenzen 1724. Akten des Forstamtes Stubegg 1854—1862. Waldrechnungen 1798 —1858. Bergbau. Bergbau 1718/9. Tabak. Tabak 1758. Kirche. Geistliche Ordnungen 1618. Rechtfertigungsschreiben des Bischofs Thomas von Laibach an die n.-ö. Landesregierung 1608. Stiftungssachen 1625—1815. Testamente von Geistlichen 1670—1776. Yon Prof. Dr. J. Loserth. 27 Schuber Heft 176 St. Anna am Lindenberg 1816—1843. 177 Arzberg 1750—1817. 178 Fladnitz 1730-1753. 179 Gasen 1824. 180 Gutenberg Dreifaltigkeitskirche 1810—1827. 181 Gutenberg Pankrazenkapelle 1402—1850. 182 St. Kathrein am Offeneck 1815—1825. Einzelne Pfarren. 183 Kapfenberg 1609. 184 St. Kathrein am Offeneck 1814—1816. 185 Kirchbach 1816. 186 Passail 1807 — 1826. 187 Pfarre am Weizberg 1676 — 1816. 188 Dominikaner in Weiz 1712. 189 Tabor in Weiz 1617—1820. 190 Kirchenquittungen 1718—1738. 40 191 Kirchenquittungen 1738—1809. S chule. 192 Allgemeine Akten und Verordnungen 1816 -1831. 193 Korrespondenzen 1806—1850. 194 Schule Arzberg 1815 — 1858. 195 Schule Fladnitz 1815—1821. 41 196 Schule Gutenberg 1791—1827. 197 Gymnasium zu Judenburg 1822. 198 Schule Passail 1796—1825. 199 Schule Weiz 1806-1825. 200 Schulquittungen 1744—1835. 42 Militär. 201 Akten die Franzosenkriege betreffend 1804—1813. 43 202 Liquidationsforderungen aus der Franzosenzeit 1809-1817. 203 Kontributionen 1820—1826. 204 Verordnungen an die Gemeinden in Militärsachen 1789—1830. 205 Werbungen (Assentierungen) 1789 —1848. 44 206 Rekruten, Übergabslisten und Widmungsscheine 1805—1820. 207 Rekrutierungskosten 1815—1822. 208 Rekrutentransportierung 1815—1821. 209 Verpflegswesen 1809 — 1819. 28 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Schuber Heft 210 Invaliden 1821. 211 Urlaubsachen 1815—1824. 212 Triangulierungen 1822. 45 213 Getreide- und Pferdelieferungen 1803 — 1815. 214 Yorspannwesen 1796—1843. 215 Militärrechnungen 1701—1816. 216 Militär Quittungen 1718—1811. 217 Bestellungen. Prozesse. 46 218 Hans von Stubenberg contra Peter Bischof von Seckau um 1560. 219 Wolf Herr von Stubenberg contra Ursula von Tannhausen 1632. 220 Georg von Stubenberg contra Abt und Kapitel St. Lambrecht 1634—1637. 221 Wolf von Stubenberg contra Weikhard Fettauer 1643—1663. 222 Wolf von Stubenberg contra Gotthard und Johann Ludwig von Zöllner 1646—1665. 223 Wolf von Stubenberg contra Johann Max von Herberstein 1656. 224 Wolf von Stubenberg contra Andreas Hösch 1661. 225 Wolf von Stubenberg contra Maria Anna Herzogin von Krumau 1652. 226 Anna Crescentia contra Amalia von Stubenberg 1659—1661. 227 Amalia von Stubenberg contra Wolf von Stubenberg 1661. 228 Wolf von Stubenberg contra Wolf Max von Eibis- wald 1665. 229 Wolf von Stubenberg contra Matthias Grimb 1667. 230 Wolf von Stubenberg contra Hannibal Freiherrn von Eck 1670. 231 Müllerhandwerk zuWeiz contra Müller zu Stubegg 1684. 232 Sigmund von Stubenberg contra Grafen von Rottal 1687. 233 Franz von Stubenberg contra Niklas Erwald 1718. 234 Franz von Stubenberg contra Johann Joseph Grafen Wurmbrand 1726—1728. 235 Hans und Franz von Stubenberg contra Jakob Ernst Bischof von Seckau 1736—1738. Yon Prof. Dr. J. Loserth. 29 Schuber Heft 236 Thomas Zwölfpott contra Balthasar Fendi und Lorenz Josef Callin 1738. 237 Christian Leopold von Stubenberg contra Josef Gundacker 1791—1793. 238 Magistrat Weiz contra Gemeinde Regerstetten 1803. 239 Antonie Gräfin Welserheimb contra Georg Leykauf 1818. 240 Franziska Gräfin von Stubenberg contra Alois Mosdorfer 1843—1854. 241 Wolf Graf Stubenberg contra Anton Woess 1849. 242 Franziska Gräfin Stubenberg contra Josef Körösi 1849—1853. 243 Franziska Gräfin Stubenberg contra Gemeinde Kramersdorf 1851. 244 Franziska Gräfin Stubenberg contra Franz Essl vulgo Ödbauer 1855. 245 Franziska Gräfin Stubenberg contra Matthias Weber 1853. 246 Prozesstabelle 1830. 47 Untertanen. 247 Untertanen Verzeichnisse 1752—1753. 248 Untertanen-Lehenssachen 1520—1600. 249 Amtliche Urkunden. Aufnahmsscheine. Ehebewilligungen etc. 1820—1834. 250 Übergabs-Einantwortungsurkungen, Umschreibungen 1788—1840. 251 Todesfallanzeigen und Sperrelationen 1816—1830. 252 Testamente 1815—1830. 253 Inventare 1686—1830. 48 254 Verlassenschaftsabhandlungen von Untertanen 1804 bis 1849. 255 Erbverteilungen 1789—1859. 256 Pupillarsachen 1806—1831. 49 257 Schirmbriefe 1804—1819. 258 Schätzungsurkunden 1737—1839. 259 Bittschreiben 1802—1859. 260 Tausch und Tauschverträge 1582—1819. 261 Auszugs Verträge 1702—1852. 262 Kaufvertrag. 50 263 Kauf- und Verkaufsbriefe 1777—1829. 264 Heiratsverträge 1792—1829. 30 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Schuber Heft 51 265 Untertanen-Bittzettel 1531—1590. 52 266 Untertanen-Bittzettel 1591—1610. 53 267 Untertanen-Bittzettel 1611—1626. 54 268 Untertanen-Verzichtbriefe 1562—1627. 269 Untertanen-Schuldscheine 1793—1858. 55 270 Untertanen-Abgaben 1807—1830. 271 Untertanen-Zehent 1799—1819. 272 Untertanen-Außenstände 1820. 273 Untertanen-Ausstandbriefe 1500—1835. 274 Untertanen-Streitigkeiten 1732—1830. 275 Untertanen-Quittungen 1789—1822. Unter den mit Einbänden versehenen Stücken, die sich im Gutenbergischen Archiv befanden, sind drei von besonderer Wichtigkeit: Das Testament Wolfs von Stubenberg; s. darüber auch oben. S. 4. Es ist eine Anzahl von Blättern in Folio Papier mit einem Pergamentumschlag, der aus einem alten Lectionarium genommen wurde. Der Band hat durch Feuchtigkeit so gelitten, daß ein Teil des Papieres beim Öffnen des Bandes in sich zerfiel. Die Stücke wurden zum Zwecke der Erhaltung neu aufgezogen. Da es im übrigen gute Kopien des Testamentes gibt, so ist der Schaden nicht allzu groß. Ein zweiter Foliant, der besser erhalten ist, enthält die eigenhändigen Aufzeichnungen der Maria Benigna Herrin von Stubenberg, geb. Gräfin Herberstein, verwitweten Gräfin Schrattenbach über den Stand ihres Vermögens von 1683 bis 1695. Es ist eines der interessantesten von allen im Gutenberger Archiv befindlichen Büchern. Sigismund Herr von Stubenberg war, wie dies unten in den Nachträgen zum Stubenbergischen Stammbaum nachgewiesen wird, viermal verheiratet. An seine vierte Heirat hat sich viel Klatsch geheftet, über dessen Begründung oder Grundlosigkeit erst nähere Forschungen Auskunft geben können. Daß er ein ganz eigenartiger Charakter war, sieht man aus seinem Testamente, in welchem er mit mehr als urkräftigen Worten die Eitelkeit alles Irdischen betont. Eine seiner Gemahlinnen war Maria Benigna, geborene Gräfin Herberstein, in erster Ehe Gräfin Schrattenbach. Graf Sigmund hatte sie zu Anfang des Jahres 1683 geheiratet und lebte mit ihr in einer fast zwanzigjährigen Ehe, die nach den Von Prof. Dr. J. Loserth. 31 Worten ihres Gemahls, auf die wir noch zurückkommen wollen, eine recht glückliche gewesen zu sein scheint; wie ihr der Gemahl, so brachte auch sie ihm mehrere Kinder erster Ehe mit. Sie hatte ein für jene Zeit nicht unbedeutendes Vermögen, über das sie seit dem ersten Jahr der Ehe genaue Aufzeichnungen macht. Sie verwendete hiezu einen stattlichen Folianten. Die Aufzeichnungen beginnen mit den Worten : „Inventarij umb mein vermögen, so ich Marie Benina, herrin von Stub(en)werg, geborene gräffin von Herberstein derzeit hab, wie volgt. Den 17 Jenery 1683 iar“. Und was von disen hierin peschribenen stuken, es sey von capitol oder farnus wök kumbt, sol auch in disem puech verschriben zu finden sein, auch wan ich in än oder andern was... Man entnimmt daraus ihre gleich anfangs vorhandene Absicht, alle Änderungen, die sich während ihres neuen Ehestandes in ihren Vermögensverhältnissen ergeben würden, genau zu verbuchen. Sie verzeichnet demnach an verschiedenen bei der Landschaft angelegten Kapitalien 21.333 fl. Beim Herrn Grafen Heinrich von Atemes 10.000 „ Ihr Haus in Graz, und zwar Kaufsumme 4.300 „ Zubau des Oberstockes 1.400 „ Ankauf des Gutes Lehen 1 samt Leikauf 27.600 „ Ankauf von Gollnhofen 2 samt Leikauf 16.300 „ Das Ambt Reiffling 4.000 „ Der Rottenberger Turm mit Zugehör (nach Abverkauf einzelner Stücke) 9.500 „ Das Landgericht (welches?) 1.500 „ Den Schöndorfer Meierhof 12.300 „ In dem Buche finden sich dann auch wertvolle Angaben über die Ausgaben für ihren Sohn Ferdinand Grafen von Schrattenbach, als er sich auf Reisen befand, für ihre Töchter, von denen eine Maria Rosina an den Grafen von Gaisruck eine andere an den Grafen Erdödy verheiratet war. Warum die Rechnungen und Berichte nur bis 1695 reichen, ist nicht ersichtlich. Vielleicht nahm Frau Benigna einen anderen Band, vielleicht enthielt der vorliegende viel mehr, denn in diesem sind ziemlich viele Blätter herausgeschnitten oder herausgerissen. Summa in Kapital und angelegte Gülten . . 97.233 fl. 1 Lechen, zwei Stunden von Unterdrauburg, gehörte 1720 dem Franz Grafen Schrattenbach. 2 Gallenhofen südöstlich von Windischgraz. 32 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Wie es scheint, hat sie dies Geld bereits besessen, als sie die zweite Ehe einging. Sie verzeichnet dann ferner noch ihre verliehenen Gelder und deren Rückzahlung, dann beschreibt sie, was sie in ihrem Haus zu Graz an Silbergeschmeide, auf dem Gute (auf welchem?) an Zinn- und Kupfergeschirr, im Grazer Haus an Fahrnissen, an Bettgewand, desgleichen zu Lechen an Fahrnissen, Möbeln und Bettgewand besitzt . . . Interessant wäre es, eine vollständige Beschreibung des Buches zu gehen. Wir müssen uns begnügen, nur einige Proben noch auszuheben. Sie verzeichnet, was sie ihrem Gemahl Sigmund Herrn von Stubenberg geliehen: Vir mein herrn gp.ma.hl Sigmunt von Stubenwerg hob ich mich mit etlichen schultobligationen verschriben, so in capitol ausdrogen 9426 fl. Dise capetol aber, hof ich, wird mein gemahl one mein oder meiner Hinter entgelt selbst bezalen, weil ich soliches Capital nicht embfang, sunter mich als sein dreies weib nur auf sein hitt mich vor imb verschrieben. Unterdessen hat mir mein gemahl von imb aus ein obligatzion per 9400 fl. göben und vor sein guet als Guetenwerg aus verschriben, 90 Pfund herringilt zu genießen, bis ich meins vor imb verschribenes käpetol befridigt sein wurd. Das aber ist zu verstehen noch sin tot, wan er mich oder meine kinter nicht selbst in sinen löbzeiten bezalt. Das intereße ist. auch ane meines entgelt mein gemahl schuldig zu bezalen. Der letzte Satz ist, wie man aus der blässeren Tinte sieht, später hinzugeschrieben. Die Frau Gemahlin fordert strenge neben dem Kapital auch die Zinsen und schreibt die Worte: Was ich für meinen gemahl u. s. w. an einer späteren Stelle nochmals ein. Man begreift denn auch, daß dem Gemahl, der nach der Gemahlin Tod das Buch vorgelegt erhielt, dessen Lektüre nicht behaglich war. Man wird das den Worten entnehmen, die er auf das erste Blatt geschrieben hat, und die wir hier wörtlich einrücken: In diesem buech ist vill auffgeschriben, glaube aber, es peßer wäre gewesen, wan es ausgebliben wär, dan wan ich mein gegenrechnung häte sollen machen, so glaube ich gewiß, daß ich dise 20 Jahr meiner liben Wendl nur umb libe und nicht umb intereße ihr und ihren kindern gedient habe. Winsche auch (ohne eigen lob) allen weibern, dergleichen männer als meine liebe Wendel an mir gehabt hat. Gott segne ihr liebe seile und gehe ihr die ebige rueh. Grätz den 12. Martii 1702. S. H. v. Stubenherg. Von Prof. Dr. J. Loserth. 33 Das dritte der in Rede stehenden Bücher ist ein fürstlich Eggenbergscher Briefsteller. Er enthält im ganzen auf 120 Blättern (eine Anzahl ist unbeschrieben) verschiedenartige Formulare, die aber insgesamt Urkunden und Briefe darstellen und aus der Kanzlei des Fürsten Johann Seyfried (f 1713) Herzogs von Krumau und Fürsten von Eggenberg stammen. Die meisten Akten und Korrespondenzen gehören den Siebziger Jahren des 17. Jahrhunderts an. Dem Ursprung der Handschrift entsprechend behandelt die Mehrzahl der Stücke Dinge, die auf die Eggenbergschen Herrschaften, und zwar auf die in der Nähe von Graz bezugnehmen: Gösting. Thal, Stübing, Waldstein, Schlierhof, Straß, Radkersburg u. s. w. Gegen 40 Nummern betreffen den Herzog und seinen Besitz, ungefähr 6 den Landeshauptmann, gegen 20 sind an Anwälte und Verwalter, einige an die Regierung, eine bedeutende Zahl an geistliche Körperschaften, wie das Erzbistum Salzburg, Abtei St. Lambrecht u. s. w., viel mehr noch an Städte und Märkte gerichtet. Unter den urkundlichen Stücken finden sich Kontrakte, Bittzettel, Gerichtssachen. Landgerichtsfrevel, Kaufbriefe, Zessionen, Reverse, Schenkungsurkunden, Geburtsbriefe, Vollmachten, Vergleiche u. s. w. Die wenigsten haben das Datum, doch fehlt es nicht an datierten Stücken. In den einzelnen Nummern darf man keinen hochpolitischen Inhalt erwarten, aber sie alle geben eine gute Ansicht von den Zeitverhältnissen und vom Leben in den adeligen und bürgerlichen Kreisen des Landes. In dem Codex liegen einige Konzepte von Urkunden und Briefen. So quittiert Anna Franziska Gräfin Leslie in einer Quittung de dato Brünn 1672, Januar 13 über eine Summe von 26.000 fl., wobei man sich erinnern wird, daß die Schwester des letzten männlichen Sprossen des Eggenberger Fürstenhauses Marie Anna Eleonore mit einem Leslie vermählt war und solche Dokumente sich demnach in die fürstlich Eggen- bergsche Kanzlei verlieren konnten. Ein vierter Band enthält den „Universal-Landtag“, so die F. Dt. Ertzherzog Carl zu Österreich mit Steyer, Kärndten, Crain und Görtz zu Pruck an der Mur gehalten im Jahr 1578“. Er faßt 255 Blätter in Folio, stammt aber nicht aus dem Archive, sondern aus der Bibliothek zu Gutenberg und wird daher dorthin zurückzustellen sein. Wir bemerken übrigens, daß sich Exemplare dieses Buches auch sonst im hiesigen Landesarchive und ebenso in der Haudschriften- 3 34 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Sammlung der hierortigen Universitätsbibliothek sowie auch in auswärtigen Bibliotheken finden. 1 Ein fünfter Band enthält auf 11 Pergamentfolioblättern in Original »Die Aufnembung der hinterstölligen acht iahres- reittungen“, das ist vom 1. März 1688 bis letzten Februar 1694 des Herrn Sigmund von Stubenberg, E.-E.-L.-General- einnehmers und Kriegszahlmeisters seitens der Landes- verordneten de dato Graz 1699, Sept. 18. (Wurde in die Diplomenreihe eingestellt.) Die übrigen Bände (die aus technischen Gründen nicht eingeschubert, sondern dem Archiv angeschoben sind) haben folgenden Inhalt: 20 Stück 119 JJ 5 15 n 152 8 23 1 4 2 1 1 1 2 1 1 3 1 T) n n n n Urbare (von Gutenberg, Kapfenberg, Passail, Weiz und Stubegg) 1553—1745. Stiftsregister (von Gutenberg und Stubegg) Bergrechtsregister (von Gutenberg) Küchen-, Keller-, Lasten-, Wiesen- und Fischwasserregister Jahres- und Pflegerrechnungen Steuerbücher Bezirkssteuerbücher (von Arzberg, Tober, Garrach, Fladnitz, Hochenau, Kleinsemmering, Tulbitzdorf, Passail, Schrems, Kramersdorf, Haufenreith und Tulwitzviertl) Steuerrückständeverzeichnis Bestandbücher Ausgabenbücher Gültenregister N ormalienprotokoll Depositenprotokoll Liquidationsprotokolle Polizeibeschreibungsprotokoll Spitalsrechnungsprotokoll Hammerwerksprotokolle Kirchenrechnungsbucb von Sankt Radegund 1603—1803. 1684—1804. 1445—1772. 1564—1800. 1611 — 1842. 1810—1830. 1821—1824. 1671 -1684. 1673—1732. e. 1600. 1826. 1781. 1814-1822. 1829. 1630. 1855-1858. 1682. i S. Loserth, die Reformation und Gegenreformation in den inner- österreichischen Ländern S. 261. Von Prof. Dr. J. Loserth. 35 1 Stück Vorspann spr otokoll 1818. 4 51 Katastralvermessungshilfstabellen 1838. 23 5 ) Rustikal- und Dominikalurbare 1815-1842. 2 55 Untertanenurkundenprotokolle 1618-1702. 1 55 Untertanenklagsprotokoll 1784. 13 >5 Zehent- und Gefällsregister 1647—1858. 1 55 Ausstandsbuch 1677. 21 75 Untertaneninventarsprokolle 1676 — 1777. III. Nachträge zur Stammtafel der gräflichen Familie Stubenherg. Seitdem meine Arbeit über das Archiv des Hauses Stubenberg erschienen ist, der eine Stammtafel der Herren und Grafen dieses Hauses beigegeben war, wurde ich mit einer Anzahl von neuen Quellen bekannt, aus denen sich reichliche Nachträge für die Vervollständigung der Stammtafel nach allen Seiten hin, sowie auch vereinzelte Verbesserungen ergeben, die wir vorzulegen nicht säumen dürfen. Zunächst wurde die im hiesigen Landesarchive befindliche Urkundenreihe aufs neue einer genauen Durchsicht auf Mitglieder des Hauses Stubenberg hin unterzogen, dann kamen an zweiter Stelle jene Sammlungen in Betracht, die seinerzeit Apostelen angelegt hatte und die nun gleichfalls im steiermärkischen Landesarchive aufbewahrt werden. Apostelen (de Apostolis) war i.-ö. Hofkammerrat und Hofbuchhalter und erhielt (Schmutz I, S. 61) am 26. März 1716 „als Besitzer der Herrschaft Kainach“ die steirische Landmannschaft. Von L. F. von Apostelen rührt das Exemplar her, das sich im steiermärkischen Landesarchiv befindet, wie man aus der Einzeichnung entnimmt: Dieses buech, so ich auf meine aigne spesa abschreiben und einbinden lassen, ist mir aigenthumblich gehörig. Graz, den 2 Juni 1730. Hofrat von Luschin hat seinerzeit dazu bemerkt: Dieses von Tangl als „Apostelen“ zitierte Regestenwerk ist eigentlich bloß die Abschrift des Inhaltsverzeichnisses der sogenannten Hofschatzgewölbebücher mit selbständiger Zugabe eines Orts- und Personalregisters. Das Werk führt den Titel: Clavis laudabilium Antiquitatum, quae ex Caesareo Graecensis Aulae archivo . . . descriptae et collationatae sunt. 1 1 S. Zahn-Mell, Publiationen aus dem Steierm. Landesarchiv I. Seite 5. 3 * 36 Das Archiv des Hauses Stubenberg. In dieser Sammlung fand sich ein und der andere Nachtrag (s. Ursula Herrin von Stubenberg); mehr ergab eine neuerliche Durchsicht der Abteilung Landrecht im steiermärkischen Landesarchive: Titel Stubenberg, wobei diesmal vornehmlich auf die noch erhaltenen Hinterlassenschafts- inventare einzelner Mitglieder des Hauses Stubenberg Rücksicht genommen wurde; am meisten aber boten die Auszüge, die Schivitzhoffen eben aus den Matriken der Grazer Kirchen publiziert und von denen mir bisher Bogen 1—-22 freundlichst zur Durchsicht und Benützung überlassen wurden. Ich hätte begreiflicherweise bei meinen genealogischen Studien längst auf diese wichtigste aller Quellen Rücksicht genommen und mich der mühevollen Arbeit, die in Betracht kommenden Matriken durchzusehen, unterzogen, wäre mir nicht von zuständiger Seite die Versicherung gegeben worden, daß diese Matriken schon für Zwecke der Stammtafeln im in Wurzbachschen Lexikon ausgenützt seien. In der Tat hatte der seither verstorbene Graf Otto Buttler, ein pietätvoller Sammler aller Stubenbergischen Erinnerungen, solche Auszüge in seinem Nachlasse; ich aber konnte mich danach wenigstens für die letzten Jahrhunderte der Stubenbergischen Geschichte mit den Beck-Widmanstetter-Kimmel-Wurzbach- schen Vorarbeiten zufrieden stellen und nur da Korrekturen anbringen, wo ich aus den Landrechtsakten genauere Angaben vorfand. Jetzt aber entnehme ich den Schivitzhoifschen Auszügen aus den Matriken, daß die mir gemachten Angaben unrichtig gewesen seien. Vielleicht begnügten sich die Zusammensteller des Stubenbergschen Stammbaumes mit der Aufnahme jener Persönlichkeiten, die für die Geschichte des Hauses bedeutender sind und ließen alle die zahlreichen Mitglieder des Hauses weg, die in Kindes- oder überhaupt in jugendlichen Jahren starben und für die Fortpflanzung des Geschlechtes nicht in Frage kamen. Eine rein genealogische Zwecke verfolgende Arbeit darf aber auch diese Sprossen eines Hauses nicht übersehen und so kommt es, daß die Nachträge sehr bedeutend sind. Die Zusammensteller der Stammtafel begnügten sich z. B. zu sagen: „Außerdem noch 18 (?) Kinder, die in jungen Jahren starben“, oder es werden 9 Namen angeführt und wird gesagt, daß ihre Persönlichkeiten in jungen Jahren starken. Hier setzen die Nachträge ein. Dabei konnten mannigfache Irrtümer in den Datierungen verbessert werden. Ich will hier gleich von vornherein sagen: es .wird vielleicht auch jetzt noch der eine und andere mit unterlaufen. Die Von Prof. Dr. J. Loserth. 37 Taufregister führen nämlich die einzelnen Personen zu dem Tage an, an dem sie getauft wurden; im Landrecht kommt dagegen stets der Geburtstag zur Geltung, daher ergibt sich zwischen Landrecht und Taufregister meist eine Differenz von einem Tag. Wollte man aber danach auch jene Namen, die das Landrecht nicht enthält, weil sich hier eben nicht von allen Mitgliedern des Hauses Akten über ihre Geburt erhalten haben, in der Stammtafel bei der Angabe ihres Geburtsdatums um einen Tag den Angaben der Matriken gegenüber zurücksetzen, so würde man unter Umständen irren, denn es gibt doch einzelne Fälle, in denen Geburtsund Tauftag zusammenfallen. Auch sonst werden wir selbst nach den Ergebnissen der Matriken noch immer keine vollständig genaue Stammtafel zusammenzustellen in der Lage sein. Eine solche wird immer ein Ideal bleiben müssen. Sehen wir die Stammtafel des Hauses Stubenberg, wie sie vorliegt, näher an, so fällt ins Auge, daß sie aus zwei Teilen besteht, von denen der erste die ältesten Zeiten des Hauses umfaßt und bis dahin reicht, wo die Matriken beginnen, in dem wir nicht bloß gesichtete, sondern auch vollständigere Nachrichten erwarten dürfen; der zweite geht von da bis auf die jüngste Zeit herab. Während wir nun im zweiten Teil annähernd vollständige genealogische Daten zu bieten in der Lage sind, finden wir für den ersten Teil nur solche Namen, die, namentlich seit ältester Zeit nur dann erhalten sind, wenn ihnen irgend eine größere Bedeutung in der Familiengeschichte zukommt, sei es, daß sie in Teillibellen oder in Testamenten erwähnt werden oder bei Besitzveränderungen eine Rolle spielen u. s. w. Wer wollte die Möglichkeit in Abrede stellen, daß nicht auch ein Stubenberger jener älteren Zeit einen ähnlichen Kinderreichtum hatte wie jener Leopold des 18. Jahrhunderts mit seinen 30 Kindern. Man mag daraus entnehmen, daß derartige Stammtafeln immer nur annähernd Richtiges bieten, für die älteren Zeiten nur dann, wenn uns z. B. Stammbücher erhalten sind. Dazu kommt ein Zweites. Von der Sprößlingen des Hauses Stubenberg sind ja im 17. und 18. Jahrhunderte die meisten in Graz geboren worden und demnach in den Tauf- matriken zu finden. Aber sicher nicht alle. Sehen wir selbst von jenen ab, die in Laibach und Görz geboren wurden und in den dortigen Matriken zu finden sind, wie steht es mit jenen, deren Eltern in Berufsgeschäften als Offiziere u. s. w. in fremden Gegenden weilen. So können wir z. B. bei den 38 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Kindern Ottos (der 1691 als Obrist gestorben ist) keine vollständigen und genauen Angaben machen. Dasselbe gilt von seinem Bruder Wolfgang. Bezüglich der ins Exil gegangenen Protestanten der Wurmberger Linie steht die Forschung überhaupt noch in den Anfängen und selbst für die Kapfen- berger Linie danken wir einzelne Daten, wie z. B. die über die Tauser, mehr dem Zufall, daß vor 3 Jahren noch eine Anzahl von Akten, die dem Untergang bestimmt waren, gerettet werden konnte. Man wird es daher dem Forscher verzeihen, wenn eierst allmählich relativ Vollständiges zu bieten in der Lage ist. Wie viel jetzt schon erreicht ist, entnimmt man einem Vergleich zwischen der Wurzbachschen und der vor zwei Jahren von mir publizierten Tafel. Gehen wir nach diesen Vorbemerkungen auf Einzeln- heiten ein. Wir zählen im Hause Stubenberg im ganzen 26 Generationen. Unsere vor zwei Jahren entworfene Stammtafel macht die jeder einzelnen Generation des Hauses an- gehörigen Mitglieder des Hauses als solche ersichtlich. Innerhalb der ersten Generationen haben wir keine bedeutenden Nachträge und Verbesserungen aufzuweisen. Sie beginnen erst mit der siebenten Generation im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts. 7. Reihe. Der Schwiegersohn Wülfings von Stubenberg (f 1230) heißt Heinrich von Klamm. 8. Reihe. Friedrich Herr von Stubenberg. Die Stammtafel verzeichnet als seine Gemahlin (Geswinn) Hedwig die grevinne von Ungern, f 13. Februar. Wir besitzen eine Urkunde, deren Original im steiermärkischen Landesarchiv unter Nummer 1628 a aufbewahrt wird. Dort bestätigt Herzog Rudolf von Österreich (de dato Bruck am 28. September 1301) den Vergleich zwischen Friedrich von Stubenberg „mit seiner geswinne der grevinne von Ungarn“. Nun bedeutet „geschwei“ im Steirischen: der Schwager, beziehungsweise die Schwägerin. Der Ausdruck die „grevinne von Ungarn“ bezieht sich darnach gar nicht auf die Gemahlin Friedrichs, sondern auf die Ulrichs, die darnach aber auch keine Pfannbergerin sein kann. Wir können die Herkunft der „graevinne“ aber näher bestimmen. Im Urkundenbuch des Zisterzienserklosters Hohen- furt in Böhmen, eines Klosters, das mit den Zisterziensern im Stift Reun nahe Beziehungen unterhielt, wird S. 383 die Gemahlin Friedrichs von Stubenberg erwähnt. Sie ist die Witwe Woks von Rosenberg, der als steiermärkischer Landes- Yon Prof. Dr. J. Loserth. 39 hauptmann 1262 in Graz gestorben ist. Die Notiz daselbst lautet: Anno domini 1262 in vigilia sancte Trinitatis . . . (Woko) sepultus est. Eius relicta domina Hedwigis, germana dominorum Bern- hardi et Henrici de Sauinburg, cum sedisset per aliquot annos in sede viduali, nupsit domino Friderico de Stubenberg in Stiria et ibidem anno domini 1315 Jdus Februarii moritur et in Runa abbacia nostri ordinis sepelitur. Wir erfahren sonach ihr genaues Sterbedatum: 13. Februar 1815. Soweit wäre ja die Sache richtig. Nur wird es mit den Herren Bernhard und Heinrich von Saumburg nicht stimmen. Man wird richtiger Schaumburg lesen müssen. Friedrich von Stubenberg war übrigens ein zweitesmal verheiratet. Es findet sich eine Urkunde, die zum 20. Oktober 1315 die Tochter Eisbet des Grafen Friedrich von Castel als Braut Friedrichs von Stubenberg bezeichnet. Was Friedrichs Bruder Ulrich betrifft, bemerkt die Stammtafel, daß er am 13. Juli 1291 gestorben sei. Nun existiert noch das Original eines Familienvertrages, den die drei Brüder Ulrich, Friedrich und Heinrich von Stubenberg über den Besitz ihrer Güter im Jahre 1292 (ein genaueres Datum ist nicht angegeben) in Kapfenberg abschließen. Das Todesjahr ist daher zweifellos auf 1292 zu setzen. 12. Reihe. Dort werden als Kinder Jakobs Herrn von Stubenberg angeführt: Aus seiner ersten Ehe mit Anna von Liechtenstein Hans und Kreszenzia, aus der zweiten mit Barbara von Ebersdorf: Anna, Martha und Margaretha. Hat die Stammtafel zu der letztgenannten noch ein Fragezeichen setzen zu müssen gemeint, so steht es nunmehr auf Grund der Urkunde des steiermärkischen Landesarchivs vom 20. März 1441 fest, daß Margaretha in der Tat aus Jakobs zweiter Ehe stammt, aber den beiden anderen Schwestern vorangestellt werden muß. In der gleichen Reihe wird am Ende Dorothea angeführt, die Tochter Friedrichs, die mit dem Grafen Frank aus der Corbau vermählt war. Wie man der Urkunde 5519 des steiermärkischen Landesarchivs entnimmt, ist das Sterbedatum ihres Gemahls spätestens in das Jahr 1436 zu setzen. 13. Reihe. Die zweite Gemahlin des Thomas Herrn von Stubenberg, Elisabeth, geborenen von Kranichberg, starb vor dem Jahre 1493. Die Verlobung Wolfsgangs mit Cym- burga von Fladnitz ist 1466, die Vermählung 1471, ihr Sterbejahr 1490. 40 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Wolfgang starb vor Montag nach Floriani 1511 (Mai 5); aller Wahrscheinlichkeit nach aber bald nach dem 30. September 1510, an welchem Tage er noch eine kirchliche Stiftung macht. Nachdem am 28. November 1510 Hans und Wolfgang den Bernhard von Teuffenbach mit Gütern belehnen (Veröffentlichungen der historischen Landes-Kommission XX, 118), dürfte ihr Vater zwischen dem 30. September und 28. November gesorben sein. Zu Martha, der Gemahlin Friedrichs von Hohenberg, ist zu bemerken, daß sie nach ihres Gatten Tod als Klosterfrau bei St. Jakob in Wien lebte (s. d. Urk. d. steierm. L.-Arch. 1419, Freitag nach St. Gilgen = 10. September). 1 Bei Leutold s Kindern muß die Stammtafel vermerken, daß Hans aus erster, die anderen Kinder aus zweiter Ehe stammten. Die Eheverhältnisse, beziehungsweise die Verhältnisse Hansens zu seiner Stiefmutter brachten nämlich jene bemerkenswerte Stellung der einzelnen Mitglieder des Hauses zuweg, daß Hans auf Seiten Baumkirchers, die anderen auf der des Kaisers standen, so fest, daß sie gegen den Geist der Stubenbergischen Erbeinigung ihre Güter für den Fall ihres Ablebens an den Kaiser und dessen Erben vermachten. Zwischen den zwei Kindern aus zweiter Ehe dürften nach Apostolen V, 35 noch eine Tochter einzuschieben sein, die den Namen ihrer Mutter führt. Hans selbst starb laut der Datierung in zwei von seinem Bruder Friedrich angefertigten Wurmberger Rechnungsbelegen, die er als Vormund seiner Neffen führte, im Jahre 1480 nach Gottsleichnam (Juni 1). 14. Reihe. Die Gemahlin Ottos, Elisabeth, hat sich nach einer neu erworbenen Gutenberger Urkunde in der Tat als eine Trennsteinerin erwiesen, wie wir das schon auf der Stammtafel angedeutet hatten. Eine ganz eigenartige Änderung ist bei Barbara Baum- kircher, der Gemahlin Andres von Stubenberg, anzumerken. Franz von Krones hat in seiner dankenswerten Studie über die Baumkircherfehde 2 auch von Barbara, der Enkelin des Andreas Baumkircher gehandelt. Das Todesdatum Andres von Stubenberg kennen wir nicht. Man weiß nur, daß Barbara im Jahre 1502 als Gemahlin eines Herrn Seifried von Polheim erscheint. Krones hat gezeigt, daß Barbara noch 1 Der 1. Sept. (St. Gilgen) ist der Freitag selbst; es wird also wohl lauten müssen: an St. Gilgen. 2 Beiträge zur Geschichte der Baumkircherfehde (1469—1470) und ihrer Nachwehen im Archiv für österr. Geschichte 89, S. 435/6. Von Prof. Dr. J. Loserth. 41 ein drittes- und ein viertesmal vermählt war, das drittemal mit Veit von Fladnitz, der dann im Jahre 1526 als Besitzer von Schlaning (Szalonak) im Eisenburger Komitate erscheint, von dem einstens Andreas Baumkircher (1463) den Freiherrntitel geführt hatte. Nach dem Tode des Fladnitzers heiratete sie Longin Herrn von Puchheim, als dessen Gemahlin sie, wie v. Krones bemerkt, in einer Urkunde vom 23. Dezember 1531 genannt wird. Er fügt hinzu: „Damit schließt für uns der Lebensgang der Enkelin Andreas Baumkirchers. Es finden sich indes unter den so hochwichtigen Korrespondenzen im Archive Stubenberg einige Briefe, die die Geschichte dieser Baumkircherin noch einige Jahre weiterführen. Am 8. September 1535 schreibt sie aus Schlaning — sie unterzeichnet sich Warbara Frau von Puechaim — an den wohlgeborenen Herrn Wolfen von Stubenherg, ihrem lieben Herrn und Vetter 1 und bittet ihn dringend, samt dem anderen Vetter, Herrn Franz von Stubenberg, eine Reise zu ihr zu unternehmen, sie sei ihres Rates bedürftig, es handle sich um Dinge, über die sie nicht schreiben dürfe; wollte oder könnte Wolf nicht kommen, so würde sie selbst an einem ihr bestimmten Tag zu ihm kommen. Ohne den Rath ihres Herrn Vetters wolle sie nichts unternehmen und in diesem Sinne schreibe sie auch an den Vetter Franz. Eine Zusammenkunft, die Wolfgang von Stubenberg für Mitte Oktober 1535 vereinbart hatte, kam infolge verschiedener Zwischenfälle nicht zustande. Was hat Frau Barbara ihren Verwandten in Steiermark zu sagen gehabt? Sollte nicht ein Schreiben, das Wolf Herr von Stubenberg am 7. November 1540 an seinen Herrn Schwager, den edlen und gestrengen Ritter, dessen Name leider nicht genannt wird, richtet, darauf etwas Licht werfen? Man erfährt hier, daß Wolfgangs Muhme — Herrn Erasmus von Ratmansdorfs Witwe — in der Schlaninger Sache schier um alles kommen werde, was sie außerhalb Schlanings besitzt. Ihr Bedränger ist der Wuthijan (Batthyany), man könnte ihr nur helfen, wenn man so schnell als es sein kann Schlaning kaufweise erwürbe, wofür man 2000 fl. aufwenden müßte, eine Sache, die Batthyany freilich wenig gefallen möchte. Batthyany — nicht genug, daß er die Witwe und ihre Kinder so ins Elend gehetzt und um ihr Gut (welches?) gebracht hat, will ihr noch das Wenige, so sie noch hat, 1 Wolf hat seiner Gewohnheit nach auf die Außenseite geschrieben: „Meynner schhägryn und maumen (Muhme) von Schlämynk prüf, das sy zue uns hyl (will).“ 42 Das Archiv des Hauses Stubenberg. abdringen und hat sich mit den kompetenten Persönlichkeiten in Verbindung gesetzt, die mit Wolfs Vettern denen von Graben handeln sollen. Wolf erwägt hin und wieder, ob es ratsam sei, dies in so gefährdeter Gegend gelegene Gut an sich zu bringen. Zunächst sucht er die Gleinitzer, deren Vater sein Schwager ist, dahin zu bringen, sich ohne Mitwissen der Schwiegermutter, d. i. der Muhme Barbara, in nichts einzulassen. Wir müssen abwarten, ob nicht noch andere Akten und Korrespondenzen in diese dunkle Sache Licht bringen. Was man bisher noch sonst weiß, ist, daß Batthyany sich in eben diesen Tagen auch nach anderen Stubenbergischen Besitzungen auf ungarischem Gebiet, wie z. B. der Herrschaft Rothenturm, zu bemächtigen sucht, zu welchem Zwecke er die Zerwürfnisse, die damals zwischen den Besitzern Franz und Ambros von Stubenberg obwalteten, in kräftigster Weise ausnützte. Zu Kaspar von Stubenberg ist zu bemerken, daß er seit 1471 Domherr in Salzburg ist. Margarethens zweiter Gemahl, Georg von Puechhaim, starb nach 1504, August 14. Christine, die Gemahlin Stephans von Perneck erscheint bereits 1502 als Witwe. Magdalene, die in erster Ehe mit Gleinitz, in zweiter mit Wilhelm von Graben vermählt ist, ist ein Kind erster Ehe Wolfgangs, was man der Urkunde des steiermärkischen Landesarchivs von 1502, Oktober 28, entnehmen kann. Hans vermählt sich 1510 mit Sophie von Weisbriach. Das Todesdatum, er starb vor 1556, muß nun erheblich geändert werden. Im Jahre 1529 meldete sich ein Paul von Liechtenstein bei König Ferdinand mit der Angabe, Kaiser Maximilian habe ihm seinerzeit das bekanntlich von Friedrich III. anläßlich der Baumkircherfeh.de eingezoge Unterkapfenberg zugeheißen. Der Landeshauptmann Sigmund von Dietrichstein, der seinerzeit in dieser Sache vermittelte und wußte, daß sie sich wesentlich anders verhalte, verständigte hievon rechtzeitig Wolfgang Herrn von Stubenberg und dieser hatte noch alte Dokumente in der Hand, aus denen er den Nachweis führen konnte, daß Unterkapfenberg auch jetzt rechtmäßiger Stubenbergscher Besitz sei. Aus den damals gewechselten Briefen — Wolfgangs Bruder Hans wird „sälig“ genannt — geht hervor, daß Hans schon damals tot war. In einem Widerspruch damit steht eine Angabe im Landrecht Stubenberg 209. Darnach hätte er eine Tochter Maritsch Von Prof. Dr. J. Loserth. 43 hinterlassen, die am 20. Jänner 1530 einen Verzichtbrief an ihren Vater ausstellt und den Empfang ihres Heiratsgutes quittiert. Helene vermählt sich 1508 mit Rudolf Freiherrn von Hohenfeld. Magdalene war nach der Urkunde de dato 1529, März 10 des steiermärkischen Landesarchivs erst in zweiter Ehe mit Friedrich von Gleinitz vermählt; die Ehe mit Wilhelm von Graben wäre demnach die erste gewesen. In einer Urkunde de dato 1540, Juni 24 nennt Otto von Radmannsdorf Wolf von Stubenberg seinen Schwager. 1542, April 27 schließt eine Magdalena Witwe nach Erasam von Radmansdorf mit Göß einen Vertrag. 1553, Januar 22 verlangt Wolf Herr von Stuhenberg, daß man ihm Gutenberg zuschreibe. Das gleiche Verlangen stellt Christoph von Radmannsdorf, als Gerhab seinen Neffen Walram, des einen Erben der Frau Magdalena von Radmansdorf und des Bernhard Steiger statt seiner Hausfrau, der anderen Erbin der Frau Magdalena. Wir besitzen eine Bittschrift Wolfs Herrn von Stuhenberg an den Verwalter der Landeshauptmannschaft vom 14. Juni 1553, welche dieselbe Sache behandelt. Hier wird ausdrücklich Magdalena, Erasams von Radmannsdorf hinterlassene Witwe Tochter Herrn Andresens von Stuhenberg genannt; sie wird als tot erwähnt. Sie hinterläßt noch nach dieser Urkunde eine Tochter namens Kreszenzia, Frau Lienhart Steigers, und einen unter der Gerhabschaft Christoph von Rathmannsdorf stehenden Sohn namens Walram. Da in diesem von Wolf von Stubenberg ausgehenden Schriftstück Magdalena ausdrücklich als des Andreas von Stubenberg Tochter bezeichnet wird, kann sie Wolfs Schwester nicht sein. Hier wird die Forschung noch weiter einzusetzen haben. Vorläufig bleibt die Sache unklar, da stets nur von einer, nicht von zwei Töchtern Andres gesprochen wird. Kreszenz, die Tochter Wolfgangs (f 1556) wurde am 14. Februar 1552 mit Wolf Freiherrn von Kreigh vermählt, wie man einem Schreiben ihres Vaters vom 27. Januar 1552 entnimmt, darin er den Grafen Jakob von Montfort einladet. Kaspar Herr von Stuhenberg starb, wie man einem Teilungslibell entnimmt, am Pfinztag nach Kreuzerhöhung (September 18). Hippolyta von Polheim ist nicht, wie in der Stammtafel angegeben wird, seine erste, sondern seine zweite Gemahlin (s. steierm. L.-Arch. Stubenb. Arch. Schuber V, 15). Seine Tochter Petronella, die ledig auf dem Schlosse ihres Bruders Franz gestorben ist, stammt aus erster Ehe. Ihre Mutter wird die Banffy“ genannt. 44 Das Archiv des Hauses Stubenberg. 15. Reihe. Nach der Urkunde des steiermärkischen Landesarchivs von 1511, September 22 kann Andre von Stubenberg nur eine Tochter, nämlich Sabine Dorothea, hinterlassen haben (s. dagegen oben). Da sich nach der Angabe des protestantischen Taufund Trauungsregisters (Codex 1268, 138 des steiermärkischen Landesarchivs) Otto von Radmannsdorf am 1. Februar 1573 mit der Witwe Hansens von Stubenberg vermählt, muß dieser schon 1572 gestorben sein. Er starb mindestens schon 1571. Wir haben einen Vertrag vom 26. März 1571, der die wit- tiblichen Bezüge der Witwe nach Hans Herrn von Stubenberg (f 1571) geb. Schärffenberg regelt. Da heißt es unter anderem, daß sie 100 Gulden jährlich zu besonderer Ergötzlichkeit bekommt „so lang sie die drei Kinder bei sich behält“. Demnach müssen Hans, Otto, Hartwig und Benigna damals schon tot gewesen sein. Die drei Kinder wären Rudolf, Friedrich und Georg Hartmann. Hartwig von Stubenberg, der Sohn des Hans von Stubenberg, starb, wie man jetzt aus den Lehensbüchern im steiermärkischen Landesarchiv (Nr. 87) erfährt, am 18. Juni 1571. 16. Reihe. Hier sind bei den Kindern Wolfgangs (f 1597) folgende Ergänzungen anzufügen: Seine Tochter Sophie vermählt sich am 21. April 1577 mit Georg Grafen Zriny und sein Sohn Andre am 17. November 1591 mit Jakobine von Khainach. Die Vermählung Balthasars II. mit Magdalena von Herberstein erfolgte laut Angabe des protestantischen Taufund Trauungsregisters am 3. Februar 1569. In seinem beachtenswerten Aufsatz „Adelige Exulanten in Kursachsen nach Urkunden des Dresdner Hauptstaats- archives“ (Vierteljahrschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde XXX. 207) bringt R. Schmertosch von Riesental einige wichtige Daten zur Geschichte Katharinas Herrin von Stubenberg, die, ihre Richtigkeit vorausgesetzt, die bisherige Annahme, als sei sie in zweiter Ehe mit Bohuslaw Kolowrat von Krakowsky verheiratet gewesen, kaum als begründet erscheinen lassen. Es heißt dort: Katharina Frau (richtiger Herrin) von Stubenberg des Grafen Wilhelm Kinsky Schwester und Wolfgangs Herrn von Stubenberg (fl587) Witwe war (als Exulantin) mit sieben Jungfrauen und einem Hofmeister 1629 in Pirna. 1632 war sie in Dresden und schrieb an die Darlehenskommission (daselbst): Sie habe kein ansehnliches Einkommen gehabt, so daß sie etwas hätte erübrigen können. Sie lebe von dem, was ihr seliger Mann ihr zu ihrem Von Prof. Dr. J. Loserth. 45 Witwenunterhalte verordnet habe. „Solch’ schlecht Geld habe sie nicht einmal allezeit zu ihrer Notdurft aus der Steiermark von ihrem Herrn Vetter bekommen. Davon müsse sie sich in hohem Alter und stets mehrender Krankheit gar genau erhalten.“ Sie lebte noch 1638, in welchem Jahre sie den drei Söhnen ihres Bruders Medikamente zuschickt. Wenn man die Worte, sie lebe von dem, was ihr seliger Mann ihr als Witwenbezüge ausgesetzt habe, ins Auge faßt, daß sie von „ihrem“ Mann und nicht von ihrem „ersten“ Mann spricht und daß sie schon „in hohem Alter und mehrender Krankheit“ sich befindet, so ist die zweite Ehe mit Bohuslaw Kolowrat Krakowsky wohl in das Bereich der Fiktionen zu verweisen. Die sieben Jungfrauen können auch nicht ihre Kinder gewesen sein. Im Fasching 1586 heiratete sie Wolf d. J. Herrn von Stubenberg, der bereits im folgenden Jahre starb. 17. Reihe. Schivitzhoffen nennt Benigna, die Tochter Georg Hartmanns, einmal, wohl irrtümlich, Regina (S. 52); richtiger an anderer Stelle (S. 59). Georg Herr von Stubenberg stirbt nach dem Sterberegister Schivitzhoffens am 21. Mai 1639. Seine Gemahlin Susanna Elisabeth geb. Lengheim am 9. Februar 1660. Das Vermählungsdatum der Anna Krescenzia geborenen von Scheitt und Wolfgangs Herrn von Stubenberg ist der 19. Januar 1625; ihr Sterbetag der 27. Februar 1667. Georg Sigismund vermählt sich das zweitemal am 28. Mai mit Anna Elisabeth von Stübich; seine Schwester Anna Elisabeth in erster Ehe mit Ferdinand Welzer von Spiegelfeld. 18. R e i h e. Elisabeth Renata, vermählt sich am 7. Februar 1660 mit Otto Grafen Kolonitsch. Johann, der älteste Sohn Wolfgangs, stirbt 1628, 28. Februar. Dessen Bruder Rudolf wird am 12. Oktober 1628 geboren. Die richtige Aufeinanderfolge der Kinder Wolfgangs ist die folgende: 1. Johann geb. 1625, 25. Januar; gest. 1628, 28. Februar. 2. Franziska Renata geb. 1626, 10. Juli; gest. 1660. 3. Emerentia geb. 1627, 16.August; gest.?. 4. Rudolf geb. 1628., 22. Oktober; gest.?. 5. Wolfgang geb. 1629, 1. Oktober; gest. 1676, 5. März. 6. Maria Barbara geb. 1630, 20. November; gest.?. 7. Georg geb. 1632, 20. Februar; gest. 1703, 19. Februar. 8. Sidonia Constanzia geb. 1633, 17. September; gest.?. 9. Maria Anna geb. 1634, l.Mai; gest. 1692. 46 Das Archiv des Hauses Stubenberg. 10. Anna Mauritia geb. ?, gest. 1637, 12. Januar; ihren Geburtstag finde ich nicht. Ihren Sterbetag s. in Scbivitzhoffen S. 268. Da Maria Anna 1634, l.Mai, Maria Rebekka 1636, 24. Dezember geboren wird, so ist hinreichend Platz, sie an dieser Stelle einzufügen. 11. Maria Rebekka geb. 1636, 24. Dezember; gest. ?. 12. Otto geb. 1637, 9. Juni; gest. 1691 30. Februar; seine zweite Gemahlin Anna Isabella Gräfin Lamberg stirbt 1728. 13. Sidonia Maximiliana geb. 1638, 9. August (10. August); gest. ?. 14. Johann Weikhard geb. 1639, 5. September; gefallen bei St. Gotthard 1664, 1. August. 15. Maria Katharina geb. 1643, 17. Januar; gest.?. 16. Sigismund geb. 1644, 13. April (14. April); gest. 1716, 1. April. Der Heiratskontrakt mit seiner ersten Gemahlin Konstantia Gräfin von Thurn ist (laut Inventar nach Franz Herrn von Stubenberg 1751) datiert von Klagenfurt 1669, Februar 2, der mit der zweiten Gemahlin de dato Graz 1682, Juli 16. Seine zweite Gemahlin stirbt 1702, 7. März; die dritte 1714, 2. Januar. Er war nicht drei-, sondern viermal verheiratet; das viertemal seit dem 24. April 1715 mit Gabriele Antonia Gräfin Orsini-Rosenberg (Schiv. S. 220). Sie wird auch im Inventar Franz Herrn von Stubenberg vom 11. September 1751 erwähnt. 17. Franz geb. 1645, 23. Juni; vermählt am 3. Februar 1671 mit Maria Katharina Gräfin Rindsmaul, gest. 1724, 25. Juni; Franz selbst starb 1713, 26. August. 18. Ferdinand geb. 1647, 12. März (Tauftag); gest. 1660, 3. April. In derselben Reihe ist noch der beiden Schwestern des am 9. Juni 1636 verstorbenen Franz Herrn von Stubenberg zu gedenken. Die ältere Susanna ist (Aufzeichnungen Beck- Widmanstetters, die ausnahmsweise verläßlicher zu sein scheinen) mit Jobst Josef, die jüngere mit Hans Ludwig Grafen Thurn vermählt. 19. Reihe. Die Nachkommenschaft Wolfgangs Herrn von Stubenberg (f 1676) stellt sich nunmehr folgendermaßen: 1. Ferdinand, geb. 1655, 16. Mai; gest. 1658, (?). 2. Maria Anna, geb. 1657, 12. Februar; gest. 1657, (?). 3. Maria Franziska, geb. 1658, 1. Juli; gest. 1658, (?). 4. Franz, geb. ?; gest. 1659, 10. November. 5. Rudolf, geb. 1659, 13. September; gest. 1701 (nicht 1704), 24. Februar. Yon Prof. Dr. J. Loserth. 47 6. Leopold, geb. 1660, 9. Oktober; gest. 1662, 28. März. 7. Georg Christian, geb. 1662, 28. März (?); gest. 1694, (?). 8. Ernst, geb. 1663, 25. Oktober; gest. 1676, 24. Juli. 9. Wolfgang, geb. 1665, 28. Jänner; gest. 1688, (?). 10. Karl, geb. 1666, 17. Mai; gest. 1723, 3. August (6. August). 11. Maria Maximiliana, geb. 1669, 26. Dezember; gest. 1676, 19. Juli. 12. Josef, geb. 1671, 22. Mai; gest. 1671. (Das Sterbejahr nach der genealogischen Beschreibung von 1703.) 13. Josef, geb. 1674, 20. März; gest. 1676, 11. Juli. 14. Katharina, geb.??; gest. 1676, 11. Juli. 15. Rebekka (angeführt in der genealogischen Beschreibung von 1703). 16. Maria Barbara, die angeblich 1683 als Nonne in Klagenfurt lebte. Es ist nicht unmöglich, daß eine Verwechslung mit Anna Barbara Eleonora (Reihe 17) vorliegt, denn diese wird als „Maria“ Barbara gleich nach den Kindern Wolfs in der genealogischen Beschreibung von 1703 angemerkt. Die Matriken gaben über sie keine nähere Auskunft. Bei Johann, dem Sohne Ottos, lautet das Vermählungsdatum 1730, 19. April, das Todesdatum 1753, 7. Juni. Aus den Matriken ist ersichtlich, daß die Zahl der Kinder Sigismunds eine größere ist, als in der Stammtafel vermerkt wird. Die Reihenfolge ist die folgende: 1. N., Kind des Sigismund, geb.??; gest. 1676, 5. Oktober. 2. Maria Juliana, geb. 1670, 18. Jänner (19. Jänner). 3. Sigismund, geb. 1672, 21. Jänner; gest. 1681, 24. August. Darnach kann der auf der Tafel vermerkte Ferdinand nicht am 4. Dezember 1671 geboren sein. Er dürfte aus der Stammtafel zu streichen sein. Die zeitgenössische genealo- logische Beschreibung von 1703 kennt ihn nicht. 4. Anna Maria Crescentia, geb. 1673, 29. Juni (30. Juni); gest. ? 5. Georg, geb. 1674, 17. Oktober; gest. 1703, 4. Mai. 6. Ludwig, geb. 1675, 19. Oktober; gest. ?; unter 1676, 5. Oktober, verzeichnet die Todtenmatrik ein mit Namen nicht genanntes Kind Sigismunds; es ist zweifelhaft, ob es mit dem genannten identisch ist; wahrscheinlich nicht. 7. Josef, geb. 1667, 7. Februar; gest. ?? 48 Das Archiv des Hauses Stubenberg. 8. Maria Charlotte Karoline, geb. 1678, 2. November (3. November); gest. ? 9. Sigfried (Seyfried), geb. 1680, 10. April; gest. 1685. 10. Franz Anton, geb. 1681, 25. September (nicht 15. September); gest. 1682. 11. Maria Rebekka, geb.1684, 15.September; gest. 1761. 12. Franziska wird in den Matriken nicht erwähnt und dürfte wahrscheinlich aus der Stammtafel zu streichen sein. Was die Kinder Franzens Herrn von Stubenberg betrifft, so ist ihre Zahl gleichfalls eine größere und sind an den Datierungen einzelne Korrekturen vorzunehmen: 1. Anna Maria, geb. 1672, 6. Juli; gest. 1673, 19. Februar; nur heißt sie bei Schivizhofen (S. 274) Maria Theresia. 2. Leopold, geb. 1673, 3. Oktober; gest. 1708, 7. Juli; seine Witwe starb 1729, 12. Dezember. 3. Gundaker, geb. 1675, 28. Juli (29. Juli); gest. 1737. 4. Wolfgang, geb. 1677, 25. Juli; gest. ?? 5. Maria Antonia, geb. 1683, August; vermählt 1703. 1. Mai, mit Albrecht Grafen Saint-Julien (s. Schiv. S. 217); starb ? 6. Franz de Paula, geb. 1688, Tag?; vermählt am 26. Mai 1761; gest. 1716, 26. Mai; seine Gemahlin Maria Theresia, geb. Herrin von Gera, starb am 13. Dezember 1762. 7. Christian, geb.??; starb 1744, 30. Jänner. 8. Ferdinand, geb. 1686, 2. Oktober, gest. ? 9. Maria Andrietta Clara, geb. 1689, 12. August, gest. ? 20. Reihe. Die Kinder Rudolfs (f 1701, 24. Februar) sind: 1. Heinrich, geb. 1686, 24. August (31. August); gest. 1721, 10. Februar. Seine Gemahlin Henriette, in zweiter Ehe Gräfin Saurau, starb 1765, 28. April. 2. Georg; das in der Stammtafel angegebene Geburtsdatum 1688, 21. September, stimmt schon deswegen nicht, weil die Matrik den dritten Sohn Rudolfs 3. Rudolf zum Datum 1688, 11. September, vermerkt. Der Todestag Georgs ist 1694, 12. Juni, der Rudolfs 1694, 30. Mai. 4. Maria Margaretha, geb. 1694, 11. September, gest. ? Die in der Stammtafel vermerkte Xaveria Innocentia ist, wie man erst jetzt aus der Matrik der Hauptstadtpfarre entnimmt, mit der Maria Margaretha identisch; der volle Name der letzteren lautet nämlich: Maria Margaretha Xaveria Innocentia. Der Irrtum konnte sich in die Tafel einschleichen, Yon Prof. Dr. J. Loserth. 49 weil die Quellen das einemal die beiden ersten, das andere- mal die beiden letzten Namen anführen, das Datum aber nur bei Xaveria Innocentia anführen. 5. Maria Ernestina, geb. 1696, 27. September (nicht in der Matrik der Hauptstadtpfarre); starb 1703, 2. Mai. 6. Maria Josepha Theresia, geb. 1698, 25. März; gest. 1700, 4. Mai. 7. Theodor, geb. 1701, 23. Februar (24. Februar); starb 1701, 23. August. Die Kinder des 1723, 8. November, verstorbenen Karl Herrn von Stubenberg sind: 1. Maria Anna Cajetana, geb. 1692, 25. März (26. März); starb ? ? 2. Maria Gabriele, geb. 1693, 23. Dezember; starb als verwitwete Gräfin Galler, 1772, 25. Mai. 3. Hartmann, geb. 1695, 12. April (13. April); starb?? 4. Karl, geb. 1696, 24. Oktober; starb 1736, 19. Juli; vermählte sich das erstemal, am 14. Februar 1724, mit Leopoldine Gräfin Breunei’, die am 7. August 1727 starb; das zweitemal am 9. Februar 1728 mit Johanna Felicitas Gräfin Khuenburg, die am l.Juni 1763 starb. 5. Anna Johanna Theresia, geb. 1698, 24. Juni; starb?? Wenn die Taufmatrik sie nicht ausdrücklich als Anna Jo- honna Theresia bezeichnen würde, könnte sie identifiziert werden mit 6. Maria Theresia, deren Geburtsdatum nicht bekannt ist, die sich am 16. Jänner 1730 mit Georg Seyfried Grafen Gleispach vermählte. 7. Anna Maria Katharina Josepha, geb. 1705, 5. August; starb ? ? Die Kinder des 1753 verstorbenen Johann Herrn von Stubenberg sind: 1. Wenzel, geb. 1731, 28. September; starb 1803, 29. September. 2. Franz, geb. 1732, 24. August; starb 1796, 16. März. 3. Sigmund, geb. 1733, 20. August; starb 1791, 1. Oktober. 4. Antonia, geb. 1736, 2. Dezember; vermählt am 8. November 1768 mit Gottfried Grafen Suardo. 5. Johann Nepomuk, geb. 1738, 25. Dezember; starb?? von ihm zweigt eine Linie ab, die die Tauser heißt: ein gleichnamiger Sohn und eine Enkelin Antoinette, von denen wir nur aus Briefen Kunde haben. 4 50 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Reichhaltiger sind die Nachträge bei der Nachkommenschaft des im Jahre 1708 im Duell (oder richtiger bei einem unvermuteten Angriff) gefallenen Leopold Herrn von Stubenberg. Er hatte folgende Kinder: 1. Maria Anna Josepha Katharina, geb. 1695, 5. Dezember; sie starb 1697, 28. August. 2. Maria Henriette, geb. 1696, 7. September; sie starb 1748 als Gräfin Saurau (s. oben). 3. Maria Rosina (Regina?) Juliana, geb. 1697, 10. Dezember; starb?? 4. Maria Emanuela Benigna Didyma, geb. 1701, 22. Dezember; starb 1763. 5. Benigna, geb.??; starb 1703, 13. April. 6. Georg, geb. 1703, 14. Oktober; starb? 7. Georg, geb. 1705, 1. Jänner; vermählt in erster Ehe am 5. Mai 1727 mit Maria Gräfin Breuner; in zweiter am 15. Juni 1756 mit Maria Antoinette, verwitwete Herrin von Stubenberg, geborenen Gräfin Purgstall; er starb am 9. August 1776. 8. Maria Aloisia Xaveria Petronella, geb. 1708, 31. Jänner; starb ? ? 9. und 10. werden noch Caecilia und Leopoldine als Töchter Leopolds angeführt, was aber ganz unrichtig zu sein scheint; vielmehr ist Caecilia, die mit dem Grafen Stephan Zichy verheiratet gewesen sein soll, die ebenso genannte Tochter Karls Herrn von Stubenberg; s. die nächste Reihe. 21. Reihe. Hier treten, sowohl was die Familie Heinrichs als jene Karls, Franzens und Georgs betrifft, die wesentlichsten Ergänzungen ein. Heinrich, der nach der Stammtafel nur ein, beziehungsweise zwei Kinder hat, hat in Wirklichkeit deren sechs: 1. Leopold, geb. 1713, 27. März; gest. 1792, 19. Jänner. Seine erste Gemahlin Anna Barbara Gräfin Strassoldo starb 1761, 9. Dezember; der Vermählungstag mit der zweiten Gemahlin Ernestine Gräfin Attems ist der 6. Juni 1764; deren Sterbetag der 28. September 1792. 2. Maria Ernestine Aloisia, geb.??; gest. 1717, 24. November. 3. Adam, geb. 1719, 5. Jänner; gest.?? 4. Franz, geb. 1720, 4. März; gest.?? 5. Karl, geb. 1721, 9. Juli; gest. 1721, 24. Dezember. 6. Maria Regina, geb.?; gest.? In einer Urkunde de dato 1740, 13. Juli, verzichtet Maria Regina Gräfin Erdödy, Von Prof. Dr. J. Loserth. 51 „ein gebohrne Herrin von Stubenberg“ zugunsten ihres Bruders Leopold auf gewisse Summen nach ihrer Großmutter Gisberta, Maria Anna, geh. Gräfin von Strattmann, bis auf 7000 Gulden, die ihr ausgesetzt werden. (Arch. Gutenberg). Die Kinder Karls Herrn von Stubenberg sind: 1. Anna Maria Caecilia Walpurgis, geb. 1725, 13. Januar; sie, nicht die angebliche Tochter Leopolds (j 1708) ist es, die mit Stephan Grafen Zichy vermählt ist. 2. Karl, geb. 1726, 8. Februar; gest. 1729, 21. Januar. Die Kinder des am 16. März 1796 verstorbenen Feldmarschall-Leutnants Franz Herrn von Stubenberg sind: 1. Franz, geb. 1775, Tag?; gest. 1811, 24. Juni. 2. Maria Anna Johanna Nepomucena Juda Thaddäa, geb. 1779, 25. Juni; gest. ? 3. Kreszenzia, geb. 1780, 28. Oktober; gest. 1781, 17. August. Die Nachkommenschaft Georgs Herrn von Stubenberg (gest. 1776) und seiner Gemahlin Caecilia, geb. Breuner (gest. 1756. 27. März) gestaltet sich folgendermaßen: 1. Maria Charlotte Kegina Josepha, geb. 1728, 30. September; gest. ? 2. Wolfgang, geb. 1730, 9. Oktober; vermählt am 25. Oktober 1763 mit Maria Josepha Gräfin Trautmannsdorff, vormals Gräfin Saurau (sonst wie in der Stammtafel). 3. Maria Josepha Charlotte, geb. 1731, 21. November; vermählt 17 51, 14. Juni, mit Joh. Jos. Freiherrn von Stadl. Sie starb 1794, 16. Jänner. 4. Marie Antonia Josepha, geb. 1733, 7. Februar; vermählte Sinn, gest. 1799, 4. April (Schiv. S. 305). 5. Maria Theresia, geb. 1734, 18. Juli; gest. ? 6. Karl, geb. 1735 (nicht 1734), 11. August; gest. 1802, 10. Juli. 7. Joseph, geb. 1737, 21. April; gest. 1738, 18. Februar. 8. Maria Juliana Josepha, geb. 1738, 26. Juni; gest. 1804, 11. Dezember. 9. Leopold, geb. 1740,12. Jänner; gest. 1740,11. Oktober. 10. Maria Walpurga, geb. 1741, 25. Februar; gest. ? 11. Maria Franziska, geb. 1742, 4. Oktober; gest. 1788, 22. Jänner (23. Jänner). (Klostername Baimunda.) 12. Maria Eleonora, geb. 1744, 21. Februar; gest. 1813, 20. Dezember. (Klostername Caecilia.) 13. Maria Anna Josepha, geb. 1745, 5. August; ist offenbar identisch mit der auf der Karte vermerkten Maria Anna, 4 * 52 Das Archiv des Hauses Stubenberg. die sich am 19. August 1767 mit Philipp Grafen von Wurmbrand vermählte und 1813 starb; denn schon der Abstand ihres angeblichen Geburtsdatums 8. August 1746 von dem ihres nächstfolgenden Bruders 1747, 23. Jänner, beweist, daß hier ein Irrtum vorliegt. 14. Gotthard, geb. 1747, 23. Jänner; gest. ? 15. Dismas, geb. 1749, 28. September; gest. nach 1810. 16. Maria Cajetana Josepha Valentina, geb. 1752, 14. Februar; gest. 1752, 29. Dezember. 17. Maria Aloisia Josepha, geb. 1754, 31. Dezember; vermählt 1782, 25. August, mit Ferdinand Grafen Wildenstein. Aus der Ehe mit Maria Antoinette, geborenen Gräfin Purgstall: 18. Johann Nepomuk, geb. ? gest. ? 19. Maria Regina Julia Josepha Antonia, geb. 1757, 11. August; vermählt 1778, 27. September, mit Raimund Grafen Saurau. Sie starb 1787, 1. März. 22. Reihe. Die reichste Kinderschar im Hause Stubenberg hatte Graf Leopold (gest. 1792) aus seinen beiden Ehen mit Anna Barbara Gräfin Strassoldo (gest. 1761) und Ernestine Gräfin Attems (gest. 1792). Wir können auf Grund der Ma- triken über die ganz allgemeine Angabe der Stammtafel: „Außerdem noch 18 (?) Kinder“ hinausgehen und Namen, Geburts- und Sterbedatum der meisten von ihnen angeben. Wir werden finden, daß das bei der Ziffer angesetzte Fragezeichen durchaus nicht angebracht ist. Leopolds Kinder sind die folgenden: 1. Anna Maria Theresia, geb. 1736, 23. Oktober; vermählt 1762, 22. Februar, mit Joh. Christoph Grafen Wildenstein, gest. 1763, 1. Juli (3. Juli). 2. Henrietta Anna Josepha, geb. 1737, 16. November; gest. 1809 (?) als Unterdechantin von Hradschin. 3. Christian, geb. 1739, 28. Juni; vermählt am 22. November 1784 mit Maria Anna Gräfin Saurau; er starb 1806, 8. März. 4. Joseph, geb. 1740, 8. November; 1791—1818 Bischof von Eichstädt, 1818—1824 Fürstbischof von Bamberg, gest. 1824, 29. Jänner. 5. Anna Juliane, geb. 1742, 13. Jänner; gest. als Gräfin Schaffgotsch 1812, 4. April. 6. Hartmann, geb. 1743, 21. Mai; gest. ? 7. Caecilia Anna, geb. 1744, 26. August; gest. ? Von Prof. Dr. J. Loserth. 53 8. Anna Barbara Regina, geb. 1745, 5. Dezember; gest. 1811, 13. Mai, als Gemahlin Johann Josephs Freiherrn von Dobrzensky. 9. Regina, geb. ? gest. 1746, 8. März. 10. Felix, geb. 1748, 13. Oktober; seit 1780 Weihbischof in Eichstädt. Bischof in partibus von Tanger; gest. 1828, 18. Juni. 11. Rudolf, geb. 1750, 21. Februar; gest. ? 12. Franz Sales, geb. 1751, 14. September; gest. ? 13. Anna Clara, geb. 1754, 19. April; Gemahlin Johann Anton Freiherrn von Ow; gest. ? 14. Anna Walpurga, geb. 1755, 26. September; gest. 1756, 8. März. 15. Anna Cajetana, geb. 1757, 3. August; gest. ? 16. Aloisia, geb. ? gest. 1773, 10. April. 17. Alexander Paul, geb. 1759, 5. April; gest. 1795. 18. Maria Anna Walpurga, geb. 1761, 21. November (23. November); gest. 1833, 29. März. 19. Leopold, geb. 1765, 5. Mai; gest. 1766, 23. Jänner. 20. Vinzenz Ferrer, geb. (1766); gest. 1773, 16.Februar, sechs Jahre alt. Aus zweiter Ehe: 21. Michaela Anna Walpurga, geb. 1767, 27. September, Oberin des Grazer Damenstiftes; starb 1820, 5. Mai. 22. Franziska de Paula Anna Walpurga, geb. 1768, 9. Dezember; gest. ? 23. Leopold, geb. 1769, 8. September; gest. 1839, 18. November; vermählt mit Franciska Romana Heiss, geb. 1795, gest. 1868, 3. März. 24. Anna Theresia Aloisia, geb. 1771, 28. September; gest. ? 25. Anna Aloisia Walpurga Theresia, geb. 1773, 28. Februar; gest. ? 26. Johann Nepomuk, geb. 1774, 21. Juli; gest. ? 27. Kajetan, geb. 1776, 12. Februar; gest. 28. März. 28. Anna Maria Aloisia Walpurga, geb. 1780, 2. September; gest. 1781, 28. März. 29. Franz Xaver, geb. 1782, 24. Mai; gest. 2. Juli. Ob der bei Schiwitzhofen S. 292 vermerkte Sohn V. N., der am 26. Mai 1750 geboren (wie es das Wahrscheinlichste ist) identisch ist mit dem unter Nr. 11 angemerkten Rudolf oder ein anderer, muß dahingestellt bleiben. Ich bemerke übrigens, daß nach der mir von der hochgeborenen 54 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Gräfin Anna Buttler, geborenen Herrin und Gräfin zu Stubenberg mitgeteilten Tradition des Hauses 30 Kinder den beiden Ehen Leopolds entsproßten. Eine Tochter Leopolds, deren Name auch nicht genannt wird, starb am 23. Februar 1760. Das könnte Caecilie (siehe Nr. 7) oder etwa Cajetana (siehe Nr. 15) sein. Rätselhaft müßte auch die von Schivitzhoffen (S. 296) als gestorben vermerkte Theresia Herrin von Stubenberg, geborene Gräfin Gohr (?) angesehen werden, wenn man es nicht mit einem Schreibfehler zu tun hätte; es muß natürlich Gera lauten. Wolfgangs (gest. 1800) Kinder aus seinen drei Ehen sind und zwar aus der Ehe mit Maria Josepha Gräfin Trautt- mannsdorf: 1. Maria Anna Josepha, geb. 1764, 2. Juli (4. Juli); vermählt am 5. April 1788 mit Karl (nicht Johann Anton) Grafen Steinach; gest. ? Aus der Ehe mit Theresia Gräfin Wildenstein: 2. Maria Theresia Josepha. geb. 1767, 16. Februar (19. Februar); vermählt am 13. Februar 1792 mit Philipp Grafen Batthyany; gest.? 3. Leopold, geb. 1768, 6. Februar; vermählt 1793, 2. April; mit Maria Anna Gräfin von Herberstein; gest. 1810, (?). 4. Maria Theresia, geb. 1769, 18. Jänner; gest. 2. Februar. 5. Karl Josef, geb. 1769, 15. Dezember (16. Dezember); gest. 1849. Aus dritter Ehe mit Johanna Gräfin Lanthieri (gest. 1841, 16. April). 6. Georg, geb. 1772, 13. Jänner; gest. 1772, 9. Oktober. 7. Maria Antonia Johanna Nep. Thaddäa Pankrazia, geb. 1773, 12. Mai; starb 1810, 7. Oktober. Sie wird bei Schiviz- hofen S. 307 als Frau bezeichnet; da ihr Alter mit 37 Jahren angegeben wird, muß sie mit der Tochter Wolfs identisch sein. 8. Maria Johanna Nep. Thaddäa Pankrazia, geb. 1774, 11. Juni; gest. 1775, 19. Jänner. 9. Maria Klara Antonia de Padua Johanna Nep. Christine Thaddäa, geb. 1775, 25. September (26. September); starb 1840, 31. August. 10. Ferdinand Joh. Nep. Thaddäus Anton de Padua Klemens, geb. 1776, 23. November; starb 1778, 3.Februar. 11. Maria Caecilia Antonia Johanna Nep. Thadd. Pankrazia, geb. 1778, 25. März; gest. ? 12. Philipp Neri Joh. Nep. Anton Judas Thadd. Pankraz, geb. 1779, 6. Juni; starb 1.818, 18. September. Yon Prof. Dr. J. Loserth. 55 13. Josepha Oswalda Joh. Nep. Thaddäa Antonia Su- sanna, geb. 1780, 11. August; starb 1816, 5. Mai. 14. Pius Joh. Nep. Anton Pankraz Thaddäus Leodegar, geb. 1782, 1. Oktober (2. Oktober); starb 1824, 12. September. 15. Wolfgang, geb. 1788, 8. Jänner; verm. am 16. Mai 1833 mit Angelika Gräfin Trautmannsdorf; gest. 1862, 20. Juni. 23. Reihe. Hier ist noch der Sohn des 1810 verstorbenen Grafen Leopold und der Maria Anna geb. Gräfin Herber stein anzuführen: Gundaker Wolfgang, geb. 1797, 22. Dezember; gest.? Beilagen. i. Speciflcation etlicli alt brieflicher urkunden in dem briefgewölb zu Glietenberg. (St. L.-Arck. Spez. Gutenberg, Archivsverzeichnisse). 1. Ain wexlbrief von J. Gn. herrn herrn Georgen Hardtman kerrn von Stubenherg ausgehend und an kerrn kerrn Conraten Freyherrn von Tanhausen umb etliche verwexlte underthanen zu Oberfladnitz gelegen lautend samht etlichen copeyen die verwexlung betreffend. Datum den 9. Juny 1601. 2. Ain auswexlbrief von b. b. Balthasar Freyherrn von Tanhausen ausgebent, die von seinem herrn vattern Conratken von Tanhausen obwohlgedachten herrn herrn Georgen Hartman herrn von Stubenberg verwexelten drey underthonen am Auffenreit in Paseiller pfar betreffend. Datum den 22. Februar 1609. 3. Mehr ain wexlbrief von herrn Otto von Rattmanstorff ausgehend und an herrn Hansen herrn von Stubenberg umb zwen ver- w r exlte paurn underm Schöggl lautend. Datum 1560. 4. Ain kaufbrief von Christian von Goss ausgehend und an herrn herrn Otto von Stubenberg (lautend) umb zwei güeter zu Sembriach derselben gegent. Datum am sambstag vor (sic) St Urbanstag 1375 (Mai 25). 5. Ain kaufbrief von Niklas den Zänkken bürgern zu Prukk ausgehend und an herrn herrn Otten von Stubenberg umb etliche guetter in der gegent zu Paseil ober und unter Lasnitz sowol auch zu Khuschen- mürn und Pisclildorff gelegen lautend. Datum am Freitag vor Sankt Veithstag 1419 (Juni 9). 6. Ain gabbrief von graff Ulrich von Pfannberg und seiner kaus- frau Margareta ausgehend und an herrn Heinrich von Stubenherg umb die gegeben und vermachten güetter zwischen Sembriach, Hartperch und der Prestnich lautend. Datum am tag St. Martini 1302 (Nov. 11). 7. Ain übergabbrief von Otten Geipichler und Margareta sein(er) ehewirthin ausgehend und an herrn herrn Ulrichen von Stubenberg umb 56 Das Archiv des Hauses Stubenberg. etlich güetter am Schweinegg und zweitail traidzechent auf des Felter hueb lautend. Datum den Erchtag nach der aindleff tausent maydtag 1425 (Okt. 23). 8. Ain revers von Lorenzen von Hag ausgehend und an herrn herrn Hermann (sic) von Stubenberg lautend den zechent gelegen in Weizer- velt sowol auch den weinzechent im Läntscha das zwaitail zu verstehen und fünf emer perkrecht in bemelten Läntscha betreffend. Datum an sontag vor (?) St. Mertentag 1425 (Nov. 4). 9. Mehr ain revers die Verpflegung des schloß Glietenberg betreffend. Datum 1329. 10. Ain übergabbrief von herrn herrn Friedrich von Stubenberg ausgehend an seine zween sün Leudolten und Hansen von Stubenberg die güeter und gült, die in das inner und ausser ambt in der Treten, sowol auch die güeter und gült, die in das ambt in der Görll gehört haben, betreffend. Datum am St. Marxtag (April 25) 1425. 11. Ein Vidimus von Johannesen probsten zu Pöllau ausgehend aines verzeich- und Vertragbrief, so von herrn herrn Otto und Andreen von Stubenberg wegen ainer ewigen mess ausgangen und an herrn Leonharten Oberheimer lautent gewesen, betreffend. Datum am St. Veitstag (Juni 15) 1518. 12. Mehr ain kauffbrief von Agnes, des Otten Lankmans sei. wittib ausgehend und an herrn herrn Hansen von Stubenberg umb etliche gült und güeter zu Gozenpichl, Krambentorff in Paseiller pfarr, zu Wenigzell und Rekestetten lautend. Datum am Montag vor St. Veitstag (Juni 12) 1447. 13. Ain kaufbrief von N. richter u. rath des markt Weiz ausgehend und an herrn herrn Wolfen von Stubenberg umb etliche güetter und gült am Fraidtenberg lautend. Datum am sontag St. Nicolai (Dez. 8) 1532. 14. Ain vergleich zwischen des bischoff von Seggau und Hansen herrn von Stubenberg den paumbgarten am Weizberg betreffend. Datum den 15. Januar 1564. 15. Ein wexlbrief zwischen Hansen Träxler und herrn herrn Wolfen von Stubenberg aufgericht. Datum am tag Pauli bekerung (Januar 25) 1463. 16. Ain kaufbrief von Hillebrant dem Oberholzer ausgehend und an herrn Fridrich von Stubenberg umb ain hoffstatt am raiss lautend. Datum am sambstag nach dem h. Ostertag (April 2) 1418. 17. Ain kaufbrief an Fridrich, Ulrich und Otten gebrüder von Stubenberg umb den halben vesst Treunstain sambt dem halben walt am raiss und zechen pfunt gült, die umb den vest gelegen sind, lautend. Datum im 1345 iahr. 18. Ain versatzbrief an herrn herrn Otto herrn von Stubenberg umb den Khnollhoff gelegen am Flaigersperg lautend. Datum am tag Simonis und Judä (Oct. 28) im 1378. 19. Ain tausch- oder wexlbrief zwischen Ulrichen und herrn Fridrichen von Stubenberg aufgericht, das dorff Kherschpach und das holz daselbsten, sowol auch ainen (!) Jost am Puchegg bey Paseill gelegen, betreffend. Datum am St. Thomastag (Dez. 21) 1421. 20. Ain kaufbrief an herrn Friedrich von Stubenberg etliche güeter im Öffenlein betreffend lautend. Datum am St. Maximilianstag (Okt. 12) 1323. 21. Ain vertrag zwischen Ulrichen bischoffen zu Seggau und herrn Ulrichen von Stubenberg als herrn zu Stubegg den waldt beim egg am Yon Prof. Dr. J. Loserth. 57 Kaltenberg um Stain, auch andere Sachen als khuerchtagwachten zu Fladnitz, Paseill und St. Jacob am Arztberg, und das herr von Stubenberg auf den Seggauerischen gründten nichts zu richten hat, betreffend. Datum zu Paseil an St. Mertentag (Nov. 11) 1427. 22. Ain kaufbrief an herrn herrn Wolfen herrn von Stubenberg umb die haltan bei der Hokhenleiten in Paseiller pfar ligent, lautend. Datum an St. Florianstag (Mai 4) 1545. 23. Ain reversbrief von herrn herrn Otto herrn von Stubenberg ausgehend und ain im versatz habenden zechent bei Paseil und in Flad- nitzer pfar auch zwei güetter in der Rab betreffend, ausgehend (sic). Datum am sontag vor St. Ulrichstag (Juli 3) 1362. 24. Ain kaufbrief an herrn Otto von Stubenberg umb ain hueben zu Cramberstorff in (sic) bei Paseil gelegen, lautend. Datum nach St. Yeitstag 1372 (nach Juni 15). 25. Ain kaufbrief an herrn Friedrich von Stubenberg umb etlich gueter und zechent bei Stubegg ligent, lautend. Datum am sambstag vor dem Palbmsontag (April 9) 1435. 26. Ain kaufbrief an herrn Wolfen von Stubenberg umb zwai hueben zu Alberstorff lautend. Datum, am mütwoch nach St. Margaretentag (Juli 14) 1372. 27. Ain kaufbrief umb ain wiisen bei Khreichler und ain wüsen auch auen bei Stubegg ligent an herrn herrn Leudolten von Stubenberg lautend. Datum 1467. 28. Ain wexlbrief von herrn Fridrichen von Stubenberg ausgehend, den mit herrn Ulrichen von Stubenberg verwexlten hof am Pirichern (sic) in Paseiller gegent ob Stubegg betreffend. Datum am St. Thomastag 1421 (Dez. 21). 29. Ain kaufbrief an herrn Friedrich und herrn Ulrich von Stubenberg umb etliche gueter am Scheggl und in der gegent zu Pasaill lautend. Datum am sontag vor St. Geörgentag (April 22) 1414. 30. Ain kaufbrief an herrn herrn Ulrichen von Stubenberg umb etliche güeter bei Stubegg lautend. Datum am sontag vor St. Erasmi. (Mai 29) 1446. 31. Ain Vergleichsbrief von herrn herrn Fridrichen von Stubenberg ausgehend dises inhalts, wie sich derselbe mit seinen öhnen herrn Fridrichen und herrn herren (sic) von Pecau umb den zechent zu Paseil verglichen hat. Datum an umer frauentag in der vasten (März 25) 1290. 32. Ain sprach- oder Vergleichsbrief zwischen herrn Otten, herrn Jacoben und herrn Wolfen gebruedern von Stubenberg an einem und dan herrn Fridrichen und herrn Ulrichen gebriedern von Stubenberg als obbemelter herrn vettern am andern thaill ihre underschietliche gueter und gülten betreffend. Datum am mitwoch vor Unser lieben trauen Liechtmesstag (Januar 30) 1420. 33. Ain brief, warinnen herr Leudolt von Stubenberg Hainrichen Sinzenberger und seinem sohn die pfleg der herrschafft Stubegg auf ihr baider leibslebenlang verschriben hat. Datum am Freitag nach Peter und Pauli (Juli 7) 1458. 34. Ain kaufbrief an herrn Leudolten von Stubenberg umb etliche grundtst(uck) zu Paseil lautend. Datum in der vasten 1467. 35. Ain kaufbrief an herrn herrn Leudolten von Stubenberg umb zwai halbe wüsen aine zu Iihriechonler (!) und die ander zu Stubegg ligent lautend. Datum am erchtag vor St. Michaelstag (Sept. 26) 1452. 36. Ain kaufbrief an herrn Wolfen von Stubenberg umb etliche güeter im Aichsfelt und perkrecht am Herdlein lautend. Datum am hl. Dreykönigtag 1371 (Januar 6). < 58 Das Archiv des Hauses Stuhenberg. 37. Ain kaufbrief an herrn Casparn und herrn Waltisarus ge- brieder von Stubenberg umb ain halbe hofstat zu Paseil lautend. Datum am tag des hl. rütter St. Georgen (24. April) 1508. 38. Ain ablesungsbrief an herrn Fridrichen, herrn Ulrichen und herrn Otto gebrüeder von Stubenberg umb etliche guetter in der Tober, Gunzing und Zetsch (?) lautend. Datum den pfingstag nach St. Georgentag (April 27) 1340. 39. Ain brief von Hansen Oberhaimer ausgehend und an herrn Otten und andere gebrüedern von Stubenberg die von Elspet herrn Thomas von Stubenberg sei. wittib gestüffte giieter zu Kirchberg betreffend. Datum am pfingstag vor St. Pangratzentag 1493 (Mai 9). 40. Ain reversbrief von Georgen von Raichenegg briestern Paussauer bistumbs die stuek und güetter zu Kirchberg betreffend und ainer ewigen meß gehörend, ausgehend und an herrn Hansen Oberhaimer lautend. Datum 1511. In dorso: Specification dieser alten brief, der 40 sein. 2 . Leutold von Eimenring verkauft den Brüdern Ulrich, Friedrich und Heinrich von Stubenberg die Burg Gutenberg samt Zugehör um 1200 Mark Silbers, 1288, Januar 10. (Orig. Perg. (A) 41X18 cm mit 13 von 15 angehängten Wachssiegeln, meist mehr oder minder lädiert, im Besitz des Herrn Grafen Karl v. Stubenberg. Kopiert von J. v. Zahn für das Steierm. L.-Arch. Nr. 1323. Das interpolierte Exemplar (B) gleichfalls im Besitze des Herrn Grafen Karl von Stubenberg. Ivop. im Steierm. L.-Arch. Daselbst auch eine von Prof. Fritz Pichler angefertigte Kopie von A und B. Dann 2 Kopien eine aus dem 1. Viertel des 16., die andere aus dem 17. Jahrhundert. Im Orig, rückwärts von der Hand Wolfs Herrn von Stubenberg (1511 bis 1556) der Kaufpryef um Guedenberg. Von jüngerer Hand: Kauf. p. Guetten- perg Nr. 12. Die zweite interpolierte Urkunde (B) 49X35, stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und hat, wie Zahn bemerkt, Originalsiegel.Die Zusätze sind ersichtlich aus der Nebenordnung, so auch die späteren Formeln und Verklausulierungen. Zum Teil helfen sie und die Sprache das spätere Alter bestimmen. Wichtig ist die erst seit 1360 vorkommende Erwähnung der guten alten Wiener Pfennige.) Ich Leutold von Chunringen schench in Ostereich 1 tun allen den chunt, die disen brief ansehent, 2 die nu lebent und hernach chunftich sint, daz ich meinen vriunden Ulreiche und Fridereiche und Heinreiche den bruedern von Stubenberch 3 mein burch Guetenberch 4 mit leute und mit guete, 5 versvecht und unversvecht, verlehent und unverlehent, mit allen diu unt darzue gehoeret, swie ez genant ist, 6 daz innerhalp der perge des Semerninges unt des 1 Zusatz in B: mein hausfraw und alle unser erben 2 B: ansechent oder horent, lesen di nü sint und hernach chünftig werdent, daz wier mit unserm guetem willen und mit wol verdachtem mut unsern lieben vreunten; dann wie oben, nur gebraucht B: Ulreichen etc. 3 Zusatz n. B: und allen iren erben unser purcli. 4 Zusatz n. B: mit samt dem urwar mit leut... 5 B: verlehent und unverlehent, versuecht und un- versuecht, erb, aigen und inwerts aigen mit alle deu ... 6 wie daz allez genant ist. Von Prof. Dr. J. Loserth. 59 Harperges gelegen ist, als es mich 1 für rekt aigen von meiner mueter 2 und meinen vodern anerbet und ankomen ist, an die Jeut, di ouzzerlialp der vorgenanten perge 3 sint unt die sick kinz Osterreicke kabent gehabt , 4 unt dar geheiroet habent, di nim ich ouz, und die andern alle, die kan ick in gegeben , 5 mit sampt der vorgenanten bürge 6 und allez daz, daz 7 darzue gehoeret , 8 * als ick ez 3 in gewer und in gewalt het, des tages do diser brief gigeben ist , 10 han ze chauffen gigeben umb zwelf hundert march loetiges Silbers 11 ledigleick und rekte an alle ansprache ebigleick ze haben . 17 Darzue han ick in be- sunderleick gigeben allez daz, daz mich von meiner mueter angevallen ist, leut unde guet innerthalp der vorgenanten perge, die ick des tages ket, do der brief gigeben ist; und bin des ir gewer nach des landes 1 B: ünz für rechtes aigen 7 B: von meiin vater und von meiner mueter und von allen meinen vodern anerbt... 3 B: gesezzen sint. 4 kincz Österreich verheirat habent gegen Veltsperch, daz ist Reicher der Sancrel und Gerolt sein prüder und ir zwoe swestern, di nim ... 5 B: di andern all haben wir in geben und ewichleich verchauft, leut und guet mit der vörgenanten pürig. 6 B fährt fort: holcz und veld, stockk und stain, wazzer und waid, und den wald am Stain ganczen und gar enhalb hinab gen der gent gen Pözzeil und neben hin ab auf di Rab und dishalb herab gen der pürig und all andern först und holczer enhalb der Rab und diskalb der Rab als es daz rengwazzer sait zü der vorbenanten puerig, oberhalb und niderhalb und mit allen forstreckten, di zü den vorbenanten walden am Stain gehorent und auch zü andern forsten und kolczern und auch die vischwaid in der Rab, und die sich anhebt, da di Modrach und di Rab zü einander rinnet und weit hinab gen Sand Ruprecht mit alle deu und darzü gehört, und besunderleich den marcht ze Weits haben wier in auch darzü ewichleich verchauft mit allen den rechten, eren, wierden und nüczen und mit allen gerichten im marcht und auzzerhalb des marchts und auch auf dem Chirchperch mit allen marchtrechten, mit maut, mit zol und mit aller zügöhörung und ouch die vischwaid in der Weits von der Chlam hincz hinab gen Sand Rueprecht. 7 daz alles zu der vorbenanten pürig und ürbar gehört; 8 B: und als es uns alles von ünsern vodern anerbet und anchöm ist und als. . . 3 B: wir ez in nücz und in gewer heten ... 10 B: also haben wier in di vorbenanten ünser purch und ürbar alle, mit leut und mit guet, als sy oben an dem liriff geschriben stant, ze chauffen geben ... 11 B: der wir gancz und gar von in gerickt und gewert sein ... 12 * * * * B: und allen iren from damit schaffen, wie seu wellent und wie ez in allerpest fueget. Wier vergehen auch besunderleich, daz wir ünsern lieben vorbenanten freunten Ulreicken und Fridreichen und Hainreichen den bruedern von Stubenberch und allen iren erben ze chauffen geben haben alle die vogtey, di wir haben gehabt in dem lant ze Steür und die ze lechen sind von dem herzogen von Österreich auf allem dem guet des probsts von Perchtoltsgaden und auf allem dem guet des probstes von Sekkaw gelegen in dem lantgericht dacz Sand Rueprecht mit allen den rechten, die darzue gehorent umb dreizzich phunt und hundert phunt gueter alter Wienner phenning, der wier gancz und gar von in gericht und gewert sein. Und haben in auch die vorbenanten e vogtey aufgeben vor ünserm genedigen herren, dem herezogen von Österreich mit allen den rechten, eren, wierden und nüczen, als wier ez und unser vodern in nücz und in gewer her praclit haben. Wir schullen derselben vogtey und aller der gueter, di oben an disem brlf geschriben Stent, wie die genant sint, ier rechter gewer 60 Das Archiv des Hauses Stubenberg. rehte. Daz 1 daz also staete und unzerbrochen an allen cliriekch 2 beleihe, so han ich den vorgenannten meinen vriunden Ulreichen und Fridereichen und Hainreichen 3 disen brief gigeben 4 zeinem urchunde mit meinem insigel versiegelt und mit des grafen Ulreichs insigel von Heunburch und mit des grafen Ulreichs insigel von Phannenberch und mit hern Hainrichs insigel von Schowenbercli 6 und mit hern Ulreichs insigel 6 von Tauvers und mit hern Fridereichs insigel von Pettowe und mit herrn Otten insigel von Liehtenstaine und mit hern Chunrates insigel von Potendorf und mit hern Stephans insigel von Meyssowe und mit hern Chunrates insigel von Pilhitdorf 7 und mit herrn Friderichs insigel des druhsaetzen 8 von Lengenpach und mit hern Hermans insigel von Wolfkerstorf, 9 mit hern Hertneides und hern Leutoldes insigel der bruder von Stadek, mit hern Reimprehts 19 insigel von Eberstorf des chamerer von Österreich und mit den geziugen, 11 die hernach geschriben stent, daz ist her Chunrat von Somerowe, her Otte von Guetrade, her Leupolt von Sahsengangen, her Offe von Arherch, 12 her Albrecht der Stuhse 13 von Trautmansdorf, her Hadmar von Sunnenberch, 14 her Heinreich von Ilowenvelde, 15 Heinreich von Chlamme und ander manr.ich biderber man. 16 Diez dinch ist geschehen und 17 ist diser brief gigeben von Christes gebürt 18 tousent iar zwai hundert iar in dem aht und ahzigisten iare des naehsten 19 samz- tages nach dem Perhttage in der stat zo Wienne. 20 3. „Spruchbrief ninb Gutenberg zwischen der von Stiibenbercli und des von Goldekk.“ Graz 1829, Januar 27 (des naechsten Freitags vor unser Frauentag zu der Liechtmesse). (Original St. L.-Arch. 1977 f.) Ich Rudolf von Liechtenstain und ich Chunrat von Potendorf schidlaeut herrn Wülfings von Goldekk und seiner swester vrowen | Haedweigen von Potendorf und vrowen Ge(r)drauten seiner swester tochter und scherem sein vor aller ansprach und an aller stat, wo in des not und dürft geschiecht, iegleichs aigen nach seim rechten und iegleichs lechen nach seim rechten und nach dem landesreht in Steyer. Wer awer, daz in an den vörbenanten guetern iht an wtiert behabt mit dem rechten, wie daz genant wer, daz schullen wier in wider erstatten von aller unser haben, wo wier die haben, inderlants oder auzzerlants, wo seu darauf weisent oder zaigent, an all arglist. Ob wier uns daran indert vergezzen, so sol ez tun der landesherr in Steyr oder wer an seiner stat gewaltig ist, richten und weren von aller unser hab, wo wier di haben, mit unserm guetleichen willen. 1 B: daz in. 2 B: von uns beleih an allen chrieg und an alle arglist, geben wir in den vorgenanten. 3 B: den bruedern von Stubenberch und allen iren erben. 4 B: brief versi- gelten mit meinem anhangenden insigel zu einem waren urkund und mit des grafen. 5 B: Schavenherch. 6 B: insei (sic) von Touvers. 7 B: Pillich- dorf. 8 B: druksetzen von Lengpach. 9 B: Wolkerstorff. 19 B: Reprechtes insigel von Ewerstorff. 11 B: gezeugen. 12 B: Erwerch. 13 B: der Stükchs. 14 B: Sunberch. 15 B: und Hainreich. 16 B: mannich pidermanne. 17 B: und der brieff geben. 18 B: gebuert über tousent zwei hundert iar 19 B: naesten. 20 In der ohigen Angabe der Varianten von Bsind die ganz nebensächlichen wie z. B. Chunringen statt Chunringen, Ostereich statt Österreich nicht vermerkt. Von Prof. Dr. J. Loserth. 61 von Porssilii an ainem tail und ich Haerdegen von Pettaw und | ich Ulrich von Pergaw sehidlaeut herrn Otten von Liechtenstain und der chind von Stubb(enberg) an dem, andern tail sprechen und schiden umb | ir vodrung, dy si gen einander gehabt habent, als hernach geschriben sted: Ze dem ersten also, daz dem Goldekker und seinen tailn an | dem haus ze Gütenberch ein vyertail gevallen sol und da seihen an dem aygen, an laeuten und gut ouch ein viertail und darzü sechs | marckk gült dezselben aygens. Wir sprechen auch umb das plütgericht, daz sey lehen und sey auch der chind voraus. Wir sprechen auch | umb daz, dez dy chint zu lehen gehent und der Goldekker für aygen, mügen dy herren, von den sein, dy chint, ze lehen gehent, daz bestae | tigen mit zwain rittermaessigen mannen oder mit iren alten urborpüchen, dez sullen dy chint geniezzen. Wir sprechen auch: swer auch lehen hat, | daz der alten herrschaft aygen ist: habent daz dy herren von derselben gechauffet, so sol man den chinden halbes gut widercheren dezselben aygens | und sflllen ez damit geleich tailen, ob ez in der ersten be- staetigung nicht ist, ob man daz pewaeren mag. Wir sprechen ouch, daz alles varendes gut | den chinden von Stubb(enberch) voraus gevallen sol. Wir sprechen auch, swas chaufaygens ist, ez sey purchrecht oder perchrecht, swyer daz genant sey oder | lehen, daz sol den chinden ouch voraus beleihen. Wir sprechen auch umb dy fümfczich march silberz, die lierr Fridrich von Stubb(enberch) seiner tochter vrofin | Katreyn und irm wirth Nikiein dem Weissenchiricher hat geschaft: wil der Goldekker und sein tailn daz aygen habn, so sfillen si ez halbs ledigen und | das lehen sullen sy den chinden halbs ledigen, daz umb dy selben fumfzich march verchumert ist. Wir sprechen auch, daz der Goldekker und sein tay|len die drithalb hundert pfunt pfennig, dy den chinden an dem nyderm haus ze Chappfenberch ze ebenteurung gesprochen sint, daz si in dye | vergewizzen süllen, daz si den chinden gevallen und geben werden von sant Jörgentag, der schierst chumpt über ein iar und sollen den chinden das verge|wizzen zwischen hinnen und des suntags, swann man die viertag gevast hat. Wir sprechen ouch, ob des alten aygens icht von hern Wülfings wegen | von Stubb(enberch) icht verchumert ist, das sullen dy chint von Stubb(enberch) auspringen. Wir sprechen ouch, daz der Goldekker den chinden einen gantzen nutz | von Cbaetsz widerchern sol. Wir sprechen auch, swaz chost zü Gütenberch getan ist, dy weyl sein her ... .* von Liechtenstain nicht inne gehabt hat, dy sol der | Goldekker und sein tailn halb gelten. Wir sprechen auch, umb sweu herr Wülfinch von Goldekk herrn Wülfing von Stubb(enbereh) ver- satzt hat, mugen daz dye | chind von Stubb(enberch) bewaeren, so sol seu des her Wulfinch von Goldekk richten, es wer dann für hern Fridrich von Stubb (enberch), so sullen si es mit einander 1 2 tragen | als ander gült. Wir sprechen auch, swaz herr Wulfinch von Goldekk ab der chind vogtay und edling und zoll und gericht und marchdienst und ... , 3 strecht | genommen hat, daz lehen ist, daz man bewaeren mach mit rittermaessigen laeuten, daz sol man den chinden widerchern. Wir sprechen ouch, swaz her Wülfing von Stubb(enberch) oder vrow Offmey sein wirtin oder her Ott von Liecht (enstain) leliend versaczt habent für hern Fridrich von Stubb(enberch), die nutz sol man den chin|den widercheren. Wir sprechen ouch, daz dy vischwayd, swo dy fleuzzt auf der chind aygen, dy tail man mit den aygen, swaz aber fleusset auf dem, daz der | chind lehen ist, das peleib pey 1 Ein Stück ausgerissen. 2 Undeutlich durch einen Fleck. * Undeutlich durch einen Fleck. 62 Das Archiv des Hauses Stubenberg. dem leben. Wir sprechen ouch umb dy recht purcbhfit, die sider herrn Fridrich tod auf dy haeuser gevallen ist, dy sol der [ Goldekker und sein tailn den cbinden halb gelten. Wir sprechen auch, ob des alten aygens icht aussen belib oder lehen oder gtilt oder pürgelschaft, daz | yetzund nicht gevodert wird oder vergezzen wird, swelich tail das an den andern vodert, daz sullen seu ainer dem andern aus- ricbten, alz wir vor darüber gesprochen | habn. Wir sprechen auch, swaz herr Fridrich und herr Hainrich von Stubb(enberch), des alten aygens versetzt habent, das tailen mit einander und loz yederman seinen tail, swann er mug. Wir sprechen auch, swaz dez nucz von dem alten aygen herrn Wulfingen von Stubb(enberch) von dem ersten iar gevallen ist, paydenthalben, swo man daz | mit gewizzen erzaigen mach, daz sol paydenthalben abgen. Wir sprechen auch, swaz rechtes nutzes ist und gesatzter Steuer, dy sullen si paydent | halben an einander widerchern. Wir sprechen auch umb des Yalchenberg gut, ist des alten aygens darunder icht, daz der Goldekker pewaeren mach, dy nutz | sol man dem Goldekker halb verrichten. Wir sprechen auch, swaz her Wülfinch von Goldekk mit sein tayln umb gfilt oder umb pürgelschaft bewaeren stillen, da sullen si daz erchkent mit herrn Fridrichs priefn von Stubb(enberch) bewaeren, den schaden mit erbern laeuten. Daz der spruch furbas also staet | und unzerbrochen von paiden tailen belaib,, geben wir schidlaeut als wir benannt sein darüber disen prief ver- sigelten mit unsern anhangenden in|sigeln mitsampt herrn Otten von Liechtenstain und herrn Wülfings von Goldekk insigeln. Der spruch ist geschehen und der prief gehen zu Graetz des naechsten vreitags vor unser vrowen tag ze der Liechtmesse, do man zalt von Christes gebürt dreutzehen | hundert iar, darnach in dem neun und zwaintzigisten iar. 6 Siegel anhangend: 1. Rudolf von Liechtenstein. 2. Chunrad von Potendorf. 3. Herdegen von Pettau. 4. Ulrich von Pergau (ganz zerstört). 5. Ott von Liechtenstein halb zerstört). 6. Wulving von Goldeck (halb zerstört). 4. 1. Yermerkcht der gutter, die wier die von Stubenberg von den herzogen zu lehen haben. 15. Jahrhundert. (Gräfl. Stubenb. Arch. Gutenberg XVI/63, 1. Bl. Pap.). Item, von ersten ain müll gelegen zu Krieglach. Item, ain gutt zu Wartperg gelegen ist. Item, etleich guter in der Stencz. Item, ain hub gelegen zu Etlingstorf. Item, ain wanzehent im Murcztall. Item, ain gut am Schöntall und ain gut an der Swune am gazrukch. Item, ain hub im Tullink und über ain hub im Tullink. Item, gutter die in der Stencz gelegen sind. Item, ain dritail ains zehenten, der auch in der Stencz gelegen ist. Item, ain hof, der gelegen ist ah Puhl. Item, guter gelegen im Hyerspach und im Raten und in Pirch- felder pfarr. Von Prof. Dr. J. Loserth. 63 Item, gutter, die aber in der Stehcz gelegen sind, wisen und akker. Item, ain bub, gelegen zu Krieglacb. Item, ain guet 1 zu ... . iacb in der . . . ey. Item, zehent im Mürcztall und in der Lobmyng mit sambt dem hof zu Leusmikh. Item, ain gut zu Frising gelegen pai der vesten zu Send Peter. Item, zwai guter gelegen im Scherspacb und drew gutter gelegen im Czwetl und ain gut da zu Murzhofen und ain akker pai der Stubmincb und ain gut pai Send Peter. 2. Yermerkclit die guter, die wir von dem abpt zu Send Lamprecht zu leben haben. Item von ersten vier gutter zu Gaurnik und ain gut am Mitter- perg und zwei gutter im Sulczpacb und sind gelegen zu Aflenz. 3. Vermerkcht die gutter, die wir von der abtessin zu Gös zu leben haben. Item, ain gut zu Oberaich. Item, ain gut, da Ulreich sein nachper aufgesessen ist. Und ain gut, das der Amesser bat. Item, ain gut, daz Syman in der bub inn batt. Und ain gut, das Lewbman in der Ucz bat. Und ain gut im Scbiering. Und ain gut, das Stephan Pircher hat. Und ain gut, das Dietreich in der Wisen hat. Und ain gut, daz Polczl der Kaliehgruber bat. Und ain gut, daz Hainreich Rozer hat. Und ain gut, daz Kristan hat. Und ain gut, daz Fridl (am Ekk?) batt. Und ain gut, daz Kaincz under dem Ekk hatt. Und ains, daz Ulreich hat. Und ains, daz Chamrat auf der Lewten batt. Und ain gut zu Oberaich, daz der scbuster Leut Fries bat. Und ain Od, die Stepbann der Pircher hat. Und ain akker, den Ulreich Sneider hat. Und zwen weld und ain alben, daz gelegen ist in der Ucz. Ttem ain hoff da zu Winkl pai der Stubming. Item und ain hub, die der Sikl hat und zwo hofstet daselbs und ain akker am Hwnerperg. Item ain holcz gelegen zu Kappfenberg im grünt und ain wisen gelegen zu Schergendarff im Mürcztall. Item und den weinzehent zu Demlach, dez zweliff hüben sind und schullen dienn karngarben 5 s. m 2 (sic) 4 garben; habern auch als vil und von jeder hub ain huen und ain phening. Item und am pewnt daselbs dint 12 karngarben. Item und ain gut in der Lobming, daz der Zedier gehabt hat. Item ain gut zu Krampen pai Trofayach und ain zehent zu Miterdorf. 1 Das weitere ist kaum zu lesen, weil es am Bug des Blattes geschrieben und das Geschriebene verrieben ist. 2 Minus (?). €4 Das Archiv des Hauses Stubenberg. 5. "Wolfgang Herr von Stubenberg an Thomas Aigner „seinen Bürger und Diener“: „bas (was) er im monad jener und föbruarij im 53 jar zu Grätz ausrychden sold.“ 1 (Betrifft vornehmlich die Einantwortung von Schloß, und Herrschaft Gutenberg, wobei das größte Gewielit auf die Überantwortung der brieflichen Urkunden gelegt wird). Kapfenberg 1553, Januar 31. (Orig. Steierm. L.-Arch. Arch. Gutenberg.) Thaman, weist nach der urfech Verschreibung sechen, die der Jacob Wunderlich zu Fraunburg über sich geben hat und weist die sambt ainer colationierten abgeschrifft in des herrn landshaubtmans cantzley auf den bevelch erlegen, den mir mein phleger von Fraunburg uberant- burt hat, und nim das original wider heraus. Zaig dem herrn vitzdomb an, das ich zwo person, so mir für mallafitzig personnen uberanthurt worden sein; 2 ob dermit erstlich mit peinlicher frag gehandlt werden muess, das er den pannrichter heer verschaff. Lass herrn Helffreich von Kainach sein brief durch den Ferber uberantburtten Sauerr, der von Khainach zu Gratz ist. Ich schick dier die abgeschrifft des Guettenbergerischen vertrag(s) und des besiglten urbar peschluss, und gee darmit, wans statt haben mag, zum herrn Jonnas cantzier und sag im ain gueten tag von mir und zaig im an, das man mir das geschloss und die underthanen abtretten und eingeantburt hab, 3 4 aber khain brief nit. Und zaig im an, das villbriefda gewesst sein, die über leuth, stugkh, güllt und güeter lautten, so gen Guetenberg gehorn. Und gib den Herrn cantzier den vertrag und beschluss des urbars zu lesen, mit vermelden: Ich lass im pitten und fragen, ob man mir die gemelten brieflichen urkunden, so dem namen von Stubenberg zuegehorn und über leuth, stück, güllt und guetter lauten, so geen Guetenberg gehorn, nit auch einzu- antburten schuldig gwesst sey oder nit, nachdem im vertrag steet, das man mir gemelt gschloss mit all seiner zuegehorung zu lesen geben soldt, und das die beruerten brieflichen urkunden nit der wenigisten zuegehorung gen Guetenberg sein, und das der bschlus der urbar lautter zu versteen gibbt und sagt, das brief umb leuth, stückt, güllt und guetter, so zu gemellten geschloss gehorn, daselbst sein und mir mit dem geschloss abtretten werden solten. Und merk, was der herr canzler zu sollichen sagt. Das wart 2 ,abzulesen haben’ druckt lautter aus: Das geschloss Guettenberg mit seiner ein- und zuegehorung, das ist mit leuth, stuck, güldt, guetern, gerichten, vischwaiden, wildpan, walden, brief und sigln und andern zu versteen; nach dem vertrag nuer den frauen und ier erben für phandt umb die zechentansendt phundt phening gewest ist; auch das gemelt geschloss mit seiner ein- und zuegehorung, das ist, 1 Die durcli Anführungszeichen herausgehobenen Worte sind in der uns schon aus der früheren Publikation bekannten Schrift Wolfgangs von Stubenberg geschrieben. Thomas Aigner ist uns schon bekannt. S. Archiv des Hauses Stubenberg S. 28, Nr, 5. 2 Hier fehlen einige Worte? etwa: die ich hier in Haft habe. Die Orthographie, ■die für Wolf so charakteristisch ist, habe ich aus dem Grund nicht ändern wollen. 3 Sowohl die Steueranschlagbücber als das Gültenaufsandbuch des steir. Landesarchivs berichten darüber. Ersteres sagt: Guettwerg an sich bracht. Das steht im Herrenanschlag 346 Pfd. 2 Schilling 19 Pfennige. Am 22. Jänner hatte Wolf die Yerordneten ersucht, ihm die Herrschaft Gutenberg zuzuschreiben. Gultenaufsandbuch 1553. 4 Wort. Yon Prof. Dr. J. Loserth. 65 brief und sigl und anders zu versteen, wies dan gemelte frau im artikl, dem Beschluss, in dem verfertigten urbar selbst austruckt, nuer gemelter frauen und nach ieren abgang zechen iar lang ieren erben für pfand umb die zechentausent phund phenning geben ist. Und dieweil solliche zway stuck kaines in gemelten vertrag specificiert nit stet und mir doch von frau Madien solliclie stuck alle sambt den briefen in dem capitl oder sententz des besclilus in besiglten urbar begriffen, so mit gemelter frauen Madien handgeschrift und pedtscliaft verfertigt ist, ausdrücklich abzutreten bemelt sein, so soldt man mir je die brieflichen urkunden zumal, so über das geschloss Guetenberg und deßelben zuegehorung lautten, auch sambt dem geschloss abtretten haben; nachdem ichs alles gelöst hab, und wans die meinung haben soldt, das man mir das, was nit ausdrücklich specificiert in vertrag stuendt und doch in und zu dem geschloss Guetenberg gehart, nit umb gemelt summa gelts zu lesen geben schuldig sein soldt, so hat man nur die gericht, vischwaidt, wäldt und anders mer, der ains noch kaines specificiert noch ausdrücklich in vertrag nit steen und mir doch mit sambt dem geschloss und underthannen umb gemelte summa gelts zu lesen geben und abtretten worden sein, auch nit abtretten dürfen, dieweil sy mir aber vischwaidt, gericht und anders zu lesen und abtreten haben, so als vorvernumen nit austrucklich im vertrag steen, aber in vorgemelten beschluss des urbars woll, so sein sy mir die brieflichen urkunden, so über das geschloss und anders, was darzue gehört, 1 auch abzutreten schuldig. Ich hab dem Färber ain recept geschickt, das man mir ain erzney von leimbpörn, darfon man mir voglleimb macht, machen soldt, in der landschafft appotheken. Schick mirs herauf. Frag, ob die verhör im monnat Februarij für sich geen werden oder nit, oder wie längs geschoben sein. Ich hab dem Ludwig Pern am 28 tag dis monat beim Schaffer, als ich umb das traidt geen Weinzerl geschickt, ain vasl vorder guets eingesaltzens hierssen wildprätt geen Weinzerl geschickt, und ain schreiben darmit, das mans von Weinzierl zum Ferber bringen soldt und dem Pern zuestellen. Darnach wiss dich zu richten. Welsst die inligunden drey brieff herrn Hansen von Khreig durch den Ferber uberantburten lassen. Lass mich der kunfftigen steur halben beschaidt wissen. Geben Kapfenberg den lessten tag Jenner im 53 iar. Wolfgang herr von Stubenberg. An Thaman Aigner, meinem burger und diener. 6 . Hans Perger Bürger zu Weiz an Wolfgang Herrn von Stubenberg: erstattet den begehrten Bericht, „wie es zu Guetenberg mit der Wirtschaft sei gehalten worden, um sich darnach richten zu können“. Weiz 1553. (Stark beschädigtes Originalschreiben St. L.-Arch. Spez. Gutenberg.) Wolgeborner . . Mir hat der edel . . Lienhart Muerer ain auf- zaichenzetl miter E. G. handschrift am sambstag nach St. Paulstag in disem 53 iar überantwort, darin mir E. G. pefilcht, ich solt gemeltem Muerer schriftliche unterricht geben, wie es zu Guetenberg mit der 1 Fehlt: lauten. 5 66 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Wirtschaft im haus, im mairhof, mit aller robat, auch mit eßen und trinken gehalten sey worden, damit sich E. G. darnach hab zu richten; des ich dan hiemit gehorsamlich thue. Genadiger herr, darauf gib ich E. G. disen pericht, das ich als phleger anstat der herschaft hab mueßen zum traidpaun zurichten, mit meinen hausphluegen prachen und zwiprachen, imd zum säen sagt man zwain ambtern an mit phlugen und äern, auch den vogtholden zu Khamperg, die müessen die wintersat verrichten, aber man säet nur khorn und khain winterwaitz. So hab ich auch dy gaill auf etliche felder mit den hauszügen selbs müessen lassen fiern und auf etliche felder fuert mans mit der robat. So hab ich als oft den robatern ainem jeden ain tag 4 stuck prot müessen geben: zu fruestuckzeit aines, zum mittag zwo oder drey rieht gekochts eßen und ain stück prot, zu der gausen ain stuck prot, und wan man feierabent hat gelassen auch ains, und wan der wein also wolfail ist gewesen als heur, so haben sy wein auch wellen haben. Oft hat man inen geben, oft nit. Das traid, so ich paut hab, hab ich mit den hauszugen selbs miessen haim fiern und nit mit der robat. Man muess auch das pren- holtz mit der robat aus dem wald pringen. Alsdan hab ichs mit den hauszugen selbs müessen lassen haim fiern und hacken laßen; und ain ambt ist vor, da haght ain jeder ain klafter aber auch nit alle jar. Genadiger herr, ich hab hievor ubersehen, das ich Ew. Gn. kain bericht hab than von wegen des traid paun. So wirt ungevarlich auf dem grossen feld genent am Rosnperg in die 400 oder fünfthalbhundert Schober khorn mer weniger nach gelegenhait des wetters, auf den andern feldern 200 oder zu gueten iaren 300 Schober. 1 Zem kagn (?), mäen, hey heben, hey fiern, schneiden und dgl. muess alles mit der robat gearbeit werden und mit der speiss gehalten werden wie oben vermelt ist, und was peim haus zu zein not ist gewesen, das haben die mairknecht gericht. Die S t a d 1 e r i n 2 hat des vergangen 52 iar 9 Weingarten zum gschlos gepaut und gelesen. Ist ainer pey Weitz am Läntschen gelegen; dient ain tail pergrecht gen Guetenberg und ain tail dem Rat- manstorfer am Weier, 3 tregt imer 5, 6 oder 7 startin. Ist der erben 4 kaufrecht. Mer ist ainer an dem perg am Läntschen, gehört zu der herrn von Stubenperg stifte auf dem perg zu Weitz, ist zinsper gen Guetenberg, hat heur gegen zwayn startin tragen, den hab ich wider verordent zu arbaiten. Mer sein zwein Weingarten am Reitperg, so auch gen Guetn- berg gepraucht sein worden. Ist der ain zinsper hern Cristoff von Ratmanstorff, der ander E. G. gen Stubegk, tragen paid ain 6 oder 7 startin wein. Vermain dy erben, auch sy gehören inen zue. Am Kogl sein 3 Weingarten zu der herschaft Guetnberg gepraucht worden. Ist der ain des vom Graben, haist in der Grueb; hat der von Graben, als ich hör, der Stadlerin gar geschenkt; hat auch imer ain iar 4 oder 5 startin wein tragen. Die andern zwen Weingarten haist der ain der lang Weingarten, der ander der Senghofer; dy werden meines achtens noch pey der 1 Dieser Absatz ist Postscriptum, aber durch ein Zeichen an diese Stelle gewiesen, 2 Die Inhaberin von Schloß Gutenberg. 3 Schloß Weyer. 4 Die Gutenberg bisher pfandweise besaßen: Verwandte des Hauses. Yon Prof. Dr. J. Loserth. 67 herschaft Guetnberg pleiben. Hab auch schon verordnt dyselbigen zu arbai- ten; tragen 14, 15 oder 16 startin wein. Heuer liabens 18 startin tragen. Beim gschlos Guetnberg ist ain clains weingartl; baist am Rosenperg; tregt imer ain startin imer weinper (?); gebort zum gschlos. Zu Luetenberg ist auch ain Weingarten; ist auch zu der herschaft Guetenberg praucht worden; tregt ungevarlich 10 oder 12 startin wein. Kumbt von hie schwarlicli an mit der arbait. Genadiger her; damit auch E. G. ain wißen haben, was man den unterthanen lond von der weingart arbait: gibt man zum schnit ainem tagwerker ain tag 8 -i9>, zum grueben 9 A, zum haun durchaus 10 A 1 Der mull halben, so unter dem gschlos Guetnberg ligt, hat der Friderich Gleintzer kauft und zum haus praucht, nach volgend dy frau und Stadler bisher (sic); und war meins achtens noch guet, das zum haus gepraucht wurd. Der andern mull halben, so der Stadler vom Andre Schuttenhellen muller kauft hat und paut hat, haist die Mautnermull zuBabegk; hat her Christoff Stadler ain muller darauff, der fierts umb den dritten taill. Genadiger her. Es sein auch am Kossegk nachent peim gschlos 3 Weingarten, die gehören zu Sant Pangratzen Stift oder caplanei zu Guetenberg; dragen ain 6 oder 7 startin wein. Sein gar in abpau; hab ich auch verordnet mit den zechleuten, damit sy pis auf E. G. weitern befelch gearbait werden. Auch hat ain caplan gegen 8 startin pergkrecht einzunemben sambt den paufeldern, so zu der stifft gehören. Es hat auch jetz dy frau Stadlerin der pemelten Stift weinpau und pergrecht absondern müeßen; wan der von Ratmanstorff und Staiger als erben haben in der stiftwein nit tail wellen haben; habens auch in dy taillung nit kumen laßen. Genadiger her; des richter setzen halben fueg ich E. G. zu wißen, das es gepreuchig ist, das man dem neuen erwelten richter das gricht an Sand Peters stuelfeier in der vasten haim tregt und ain vier wochen darvor erwelt. Und haben dy burger gleich den nagst verschinen erchtag ain andern richter erwelt. Das gricht gelt gibt man, wans E. G. oder ain phleger an E. G. stat pegert. Das gib ich E. G. unterthaniglich zu ainem pericht, und was E. G. noch zu handlen und merers zu perichten not sein wird, das mir wißent- lich ist, das wil ich in aller gehorsam gern ausrichten und volziehen. Wil mich hiemit E. G. in aller gehorsam befolhen haben. Datum Weitz am sontag vor Liechtmess anno im 53 iar. E. G. unterthaniger Hanns Perger E. G. purger zu Weitz. Wolfgang setzt mit seiner eigentümlichen Orthographie und Handschrift (s. Arch. des Hauses Stubenberg, Beil. Nr. 2) bei: Man had 16 Zug oxen gehabd. 18 kye. Pysunder oxen hald peym geschlos. Pysunder kye hald. Das geschlos und mauerhof sold sein mit ainer infendary: mid bye (wie) fyl styken von äkern, bysen, oxenhöld, kyehald, krauedgarden und solych dyng, auch bye gued der mauerhof, stäl, stadel dan und andere sey. Dergleichen das geschlos. 1 Auch dieser Absatz ist Postscriptum und durch ein Zeichen hieher bezogen. 5 * ■■*3SLm zu Sehön- grabern, Obengrabern, Gokkeudorf, Suckenhrunn und Eggendorf. Wien 1434, Juli 9. (Gleichz. Kop. St. L.-Arch. 5434a.) 17. Andre Herriser und seine Gemahlin Gertrud verkaufen an Friedrich von Stubenberg Haus und Hof an der Weiz. 1435, April 8. Siegler: Mert der Spitzer und Sigmund der Zebinger. (Orig. Perg. St. L.-Arch. 5459 a.) 18. Leutold von Stubenberg tauscht mit seinem Amtmann Ott Fladnitzer ein Gut in Gereut gegen ein anderes zu Aicharnau. Paßail 1442, Januar 15. Siegel Leutolds gut erhalten. (Orig. Perg. St. L.-Arch. 5766 d.) Von Prof. Dr. J. Loserth. 75 19. Agnes, Jörg Heinerls sei. Witwe und Ulrich Heinerl ihr Sohn verkaufen an Anna von Perneck Gemahlin Hansens v. Stubenberg ihren Hof zu Predal St. Mareiner Pfarre hei Neumarkt, ein Hube zu Yelden in der Pfarre St. Veit, eine Hube zu St. Jörgen oh Neumarkt, alles frei Eigen um eine (nicht genannte) Summe. 1444, April 22. Siegler: Die Aussteller und Thomas Giebingen Hubmeister zu Graz. Von letzterem Siegel ist nur ein Teil vorhanden. (Orig. St. L.-Arch. 5916 a.) 20. Otto von Stubenberg verkauft seinem Vetter Hans von Stubenberg das Amt zu Kraubat und die dazu gehörigen Güter um eine (nicht genannte) Summe auf Lebenszeit, so daß sie nach seinem Tode wieder an Otto und seine Erben zurückfallen. 1446, Dezember 16. Siegler: Der Aussteller, Thomas Giebinger Hubmeister und Peter Bücher Bürger zu Graz. (Orig. Perg. St. L-Arch. 6050 b.) 21. Verkaufsbrief Heinrich Lists von Weiz und seiner Gattin Anna an ihren Schwager Ulrich Lederer über einen von Hans von Stubenberg zu Lehen gehenden Weingarten genannt der Haugel-Weingarten am Leitschau. 1447, März 8. Sieglerin: Anna von Stubenberg. (Orig. Perg. St. L.-Arch. 6058.) 22. Heinrich der Keßler und seine Tochter Anna verkaufen an Hans von Stubenberg ihr Eigengut: ein Hübel in der Edling genannt am Hildersberg um eine (nicht genannte) Summe. 1450, Mai 2. Siegler: Wülfing der Winkler Pfleger zu Frauenburg und Wolfgang der Pickl Bürger zu Hundsmarkt. (Orig. Perg. St. L.-Arch. 6233 b.) 23. Lehenaufsandbrief des Luca Stöber auf Leutold von Stubenberg über eine Schwaig „in dem Salha“ genannt das Mörlgut, dann das ebenda gelegene Seyfriedgut. Bitte sie dem edlen Jörg Hinterbüchler zu verleihen. 1450, Mai 27. Siegler Andre der Perner zu Scheifling. Siegel aufgedrückt. (Orig. Perg. St. L.-Arch. 6239 d.) 24. Hans Drächsler Pfleger auf Kapfenberg verkauft an Hans von Stubenberg namentlich benannte Güter und Gülten um Trofaiach, teils freies Eigen, teils Lehengüter von Göss, S. Lamprecht und Stubenberg im jährlichen Ertrag von 7$ 1/&. 1455, Dezember 22. Siegler: Hans der Drächsler, Leopold Aspach, Hans der Pucher Pfleger auf Kapfenberg und Schwager Drächslers; alle drei Siegel stark verletzt. (Orig. Perg. St. L.-Arch. 655 b.) 25. K. Friedrich III. bestätigt die Stiftung Annas von Stubenberg weil. Hansens von Stubenberg Witwe für das Stift Reun, betreffend Güter und Gülten im Betrag von jährlich 24^65.&, die sie in die Lehenschaft Friedrichs III. übergibt. Die Güter liegen im Chuntal Kindberger Pfarre, Liechtenegg Krieglacher Pfarre und am Aichberg. Wien, 1462, September 2. Siegel rechts und zum Teil auch links ausgebrochen. (Orig. Perg. St. L.-Arch. 6922 a.) 26. Bestätigungsurkunde Friedrichs III. für Anna Herrin von Stubenberg betreffend die Maut an der oberen Zeiring. Wien, 1462, Sept. 18. (Orig. Perg. St. L.-Arch. noch unsigniert.) 76 Das Archiv des Hauses Stubenberg. 27. Hans der Drächsler tauscht mit Wolfgang Herrn von Stubenberg vier Pfund auf seinem Hause zu Trofayach gegen ein an diesen zu gebendes Gut zu Lind bei Kapfenberg. 1463, Januar 25. Siegler: Haus der Drächsler, Hans der Bücher. (Orig. Perg. St. L.-Arch. 6939 a.) 28. Aufsandbrief Peter Fleischkers an Leutold von Stubenberg über ein Joch Acker in der Elz und Bitte, ihn dem Michel Fletzer zu verleihen. Murau, 1468, Juli 17. Siegel Fleischkers aufgedruckt. (Orig. Pap. St. L.-Arch. 7256 a.) 29. Bittschreiben Kaspars von Stubenberg Dompropstes und Erzpriesters zu Salzburg und Elsbeths Witwe nach Thomas von Stubenberg als Gerhaben von dessen hinterlassenen Söhnen an den Erzbischof Bernhard von Salzburg, daß er die Stubenberger Pfarre dem Hans Yärl verleihe. Graz, 1471, Januar 30. Siegler Kaspar von Stubenberg, Elsbeth von Stubenberg. Zweites Siegel verletzt. (Orig. Pergam. St. L.-Arch. 7350.) 30. Stiftungsrevers des Pfarrers Erhard Widner von Heiligenkreuz im Stifental über eine Stiftung Stephan Judenhofers Pflegers zu Klöch und seiner Frau Kunigunde, betreffend ihr freies Eigen im Dorfe Heiligenkreuz. 1474, Juni 20. Siegler Christoph Patriarch Stadtrichter zu Graz, Pankraz Peder- dorfer Bürger daselbst. Beide Siegel fehlen. (Orig. Perg. St. L.-Arch. 7511.) 31. Lehenbrief Wolfgangs von Stubenberg für Gregor Schweigker über 2 Mureck’sche Lehengründe ,an der Foyt’ 1476, Juni 26. (Kop. Pap. St. L.-Arch. 7607 b.) 32. Schreiben Ottos von Stubenberg an Erzbischof Friedrich ■ von Salzburg, daß er nach dem Tode Hans Varls die Pfarre St. Nikolaus in Stubenberg dem Vikar Moriz Koch zu Weiz verliehen. Bitte, ihn zu zu konfirmieren. Gutenberg 1491, Januar 25. Siegel Ottos v. Stubenberg anhäugend. (Orig. Perg. St. L.-Arch. ohne Signatur.) 33. Aufsandbrief Lienhard Pfaffendorfers an Wolfgang von Stubenberg über eine Hube zu Weimersdorf Judenburger Pfarre, die er seinem Schwager Jörg Pfangauer und dessen Hausfrau, seiner Schwester verkauft habe. Bitte sie ihm zu verleihen. 1496, August 27. Siegler: Ulrich Weißenburger zu Judenburg. Siegel aufgedrückt. (Orig. Pap. St. L.-Arch. Ohne Signatur.) 34. Christoph Bischof von Seckau ordiniert Peter Löw (Petrum Leonis) von Fischbach in der Leibnitzer Marienkapelle zum Subdiakon (ad titulum provisionis Wolfgangi de Stubenbergk). Schloß Seckau bei Leibnitz 1505, Mai 17. (Orig. Perg. St. L.-Arch. Noch unsigniert. Gesch. der Gräfin Anna Buttler, geh. Gräfin und Herrin von Stubenberg.) 35. Aufsandbrief Hans Fleischgers an Kaspar von Stubenberg als Gerhaben Georgs von Stubenberg über einen Stubenbergischen Anger zu Murau, den er an den Murauer Bürger Michel Schneider verkauft habe. Bitte ihn diesem zu verleihn. Murau 1508, September 30. Siegler: Ruprecht Zuller Stadtrichter zu Murau. Siegel aufgedrückt. (Orig. Pap. St. L.-Arch. Ohne Signatur.) Yon Prof. Dr. J. Loserth. 77 36. Verkaufsbrief Niklas Löfflers an Hans Töckinger über ein am Myhelitzberg gelegenes von Georg Pögl zu Lehen gehendes Weingärtl. 1552, Juni 6. Siegler: Georg Pögl Freiherr von Reifenstein. Siegel anhangend. (Orig. Perg. St. L.-Arch. Ohne Signatur.) 37. Lehenurlaubsbrief auf ein Jahr von K. Ferdinand I. für Hans von Stubenberg. Wien 1557, November 6. (Orig. Pap. St. L.-Arch. Siegel aufgedrückt.) 38. Bestätigung Georgs von Herberstein über den ersten Lehensaufruf Wolfs Herrn von Stubenberg. Graz 1572, Januar 11. (Orig. Pap. St. L.-Arch.) Ebenso über den zweiten (1572, April 21, Graz) und dritten (1573, März 30, Graz). Ebenda. 39. Georg, Herr von Stubenberg an Richter u. Rath von Wiener Neustadt: empfiehlt ihnen seinen Untertan Michel Prunner in der Brei- tenau, dessen vier Kinder die Erbschaft nach ihrem leiblichen Bruder, der Neustädter Bürger gewesen, ansprechen. Kapfenberg 1601, April 6. (Orig. St. L.-Arch. von Herrn Karl Grafen v. Stubenberg abgetreten.) 40. Georg Hartmann Herr von Stubenberg auf Stubegg u. Gutenberg tauscht mit Ifonrad Freiherrn von Tannhausen nachbeschriebene Untertanen. Oberfladnitz 1601, Juni 9. (Orig. St.-Arch. Siegel fehlt; wie Nr. 38.) 41. Franz Ruffier verkauft seinen Grund und Weingarten am Gräbel in Schergenbach, Scheitt’sches Lehen, an den Hofzeugwart Ritter Blasien Zimmermann. 1603, September 12. Siegel Polykarp Scheitt’s anhangend. (Orig. Perg. wie Nr. 38.) 42. Kaspar Breuner Freiherr auf Stübing, Fladnitz und Rabenstein, verkauft seinen Weingarten im Hocheck bei Leutschach an Siegmund von Schrottenbach auf Höggenberg und Osterwitz. 1612, April 24. Siegel Breuners fehlt. (Orig Perg. wie Nr. 38.) 43. Polykarp Scheitt, Freiherr auf Hochenburg und Leutersdorf, übergibt nach dem Tode Andre Mutls den von diesem innegehabten Weingarten „am kleinen Forst“ auf geschehene ordentliche Abfertigung der andern Erben an Paul Perschier in der Graden Mutls Schwiegersohn. 1613, März 1. Siegel Scheitt’s fehlt. (Orig. Perg. wie Nr. 38.) 44. K. Ferdinand II. genehmigt den Verkauf der unter der Herrschaft Schmierenberg liegenden „Tschepinhube“ durch Kaspar Freiherrn von Breuner an den jetzigen Pfandinhaber der Herrschaft Hans Sigmund von Schrottenbach. Graz 1613, Oktober 29. Siegel fehlt. (Orig. Perg. St.-L.-Arch. wie Nr. 38.) 45. Georg Hammer, der hl. Schrift Doktor und Stadtpfarrer zu Graz vertauscht mit Konsens Ferdinand II. einen seiner Pfarre zinsbaren Grund am Purberg, den bisher der Stadtschreiber Daniel Reffinger kaufweise innegehabt, gegen einen andern Grund, den bisher Pankraz Win- disch, Unterthan des Polikarp Scheitt innegehabt. Graz 1615 Juli 6. Siegel des Pfarrers anhängend. (Orig. Perg, wie Nr. 38.) 78 Das Archiv des Hauses Stubenberg. 46. Georg Graf zu Ortenburg, Eva Katharina Gräfin zu Orten- burg, geh. Freiin von Scbrottenbach und Maria Christine von Schrotten- bach, geh. Freiin von Egg verkaufen ihre eigentümlichen Weingärten im Hocbeck bei Leutscbacb an Polykarp Scbeitt, Freiberrn auf Hohenburg und Schmierenberg, Hofkammerpräsidenten etc. um eine (nicht genannte) Summe. Graz 1622 April 30. Yon den 3 Siegeln ist nur das letzte erhalten. (Orig. Perg. wie Nr. 38.) 47. Dieselben verkaufen demselben den zu Leutschach gelegenen Amthof. Graz 1622 April 30. Alle 3 Siegel fehlen. Orig. Perg. wie Nr. 38. 48. Vergleich zwischen den Brüdern Georg und Wolf von Stubenberg über die Teilung ihrer nach dem Tode ihres Yaters Georg Hartmann angetretenen Herrschaften Stubegg und Gutenberg, wornach an Stubeck der Markt Passail, das Amt in der Rab, das Amt Plembsen- reuth, das Amt St. Katharein am Olfenegg, die Ämter in der Tober, im Söllnergraben oder am Puchberg, in der Türnau, am Langegg und Fräden- berg zu St. Michael ob Leoben, zu Tragelwang, bei Mautern in Rainach, das Amt bei Leoben und das bei Trofayach, an Gutenberg aber der Markt Weiz, das Amt Andre Stühlhofers, des Hansen Längs, das des Ruep Hyden unterm Schockel zu Radegund, das Veit Feldsteiger Amt, das Amt in der Breitenau, im Haselbach, das Amt bei Weiz, zu Oberndorf, zu Krenach, die zwei Ämter zu Pirchfeld, in der Gässen, in der Gräschnitz und das Amt Magrischendorf fallen soll. Was Bauwein und Bergrecht betrifft, behält jede Herrschaft ihre eigenen Weingärten und Bergrechte, wie sie die Bergrechtsbücher ausweisen. Zehente, Dienstgetreide, Marchfutter, Forst und Landgerichtshabern bleiben ebenfalls bei jedem Schloß wie die Zehentregister und Kastenbücher ausweisen, doch werden einzelne (namentlich angeführte) Stücke der Nähe wegen gegenseitig vertauscht. Das Freihaus zu Graz bleibt unverteilt und wird von beiden Herren bewohnt. Georg hat zu seinem Teil Stubegg und Wolf Gutenberg genommen. Weil beide Herrschaften in Gülten, Einkommen und Stücken ungleich, hat Georg seinem Bruder aus den Stub- egg’schen Gülten gegeben 79 U 6 $ 17‘/ 2 A> Herrengült, wie sie einzeln und stückweise aufgezählt werden. 1623 Nov. 3. Eigenh. Unterschriften. Siegler: Beide Brüder und ihr Vetter Georg Herr von Stubenberg auf Kapfenberg. Nur das letztere Siegel ist erhalten. (Orig. Perg. wie Nr. 38.) 49. Polikarp Scheidt Freiherr etc. . . . Hofkammerpräsident und Verwalter der Landeshauptmannschaft in Steiermark verleiht dem Edlen Christoph Jochner zu Prägradt und Aich, Landrath etc. zwei Mühlen im Wörsassergrahen, wie er sie von Primus Wanzl erkauft, zu rechtem Kaufe und Erbrecht. 1624. Febr. 1. Siegel Polykarp Scheidts anhängend. (Orig. Perg. St. L.-Arch. wie Nr. 38.) Von Prof. Dr. J. Loserth. 79 Nachträge. Wie früher, so flössen auch diesmal nach Abschluß der Arbeit noch unerwartet Materialien zu, auf die an dieser Stelle Rücksicht zu nehmen ist. Frau Gräfin Buttler, geh. Gräfin und Herrin von Stubenberg fand unter ihren Papieren noch eine erhebliche Anzahl von Dokumenten, die für die Geschichte ihres Hauses vom großem Werte sind und die sie in hochherziger Weise an das hiesige Landesarchiv abzugeben die Güte hatte. Ich habe die Materialien nach den oben eingehaltenen Gesichtspunkten geordnet und gebe hier eine Übersicht davon mit dem Bemerken, daß die einzelnen Faszikel den entsprechenden Faszikeln der übrigen Archivalien als einziger Schuber angereiht werden. Im einzelnen erhalten wir folgende Abteilungen: 1. Verzeichnisse stubenbergisclier Archivalien. Konsignation über die dem minderjährigen Grafen Franz von Stubenberg angehörigen und an die gerichtliche Vormundschaft zur Aufbewahrung eingesandten schriftlichen Urkunden. Unterkapfenberg 1798, Febr. 22. Enthält 22 Nummern aus den Jahren 1785—1797. 2. Stammbäume und genealogische Notizen. Betrifft die Häuser Stubenberg, Straßoldo, Dietrichstein, Schärffen- berg, Galler, Saurau, Leßlie u. a. MS. und Druck. (Bucelini) 28 Nummern. 3. Wappen. Zeichnungen der ältesten Siegel (vier Stück). Zeichnung und Bestätigung des Wappens Christians Herrn von Stubenberg, in seinem beim deutschen Ritterorden befindlichen Stammbaum de dato Wien 1761, August 13. Druck eines Stubenberg-Wurmberger Wappens (ohne nähere Angabe). Druck des Wappens Georgs von Stubenberg, 1594, Juni 20, Sigmunds von Egkh, 1589 November 27, Ulrich Christophs von Schärffen- berg, 1596 April 29, Ludwigs Freiherrn von Dietrichstein, 1596 April 20, Wolfgangs von Stubenberg, 1653, November 5, Johann Herberts Grafen Katzianer, 1659, Juni 25. Eine prachtvoll ausgeführte Zeichnung des Wappens der Ahnen des Hofkanzlers Dietrich Albert Heinrich von Stratmann und seiner Gemahlin Maria Mathilde geb. von Mollart de dato Linz 1767, August 13, nach dem zu Köln an der Spree, am 1. August 1684 angefertigten Original. Eine schriftliche Zusammenstellung über Portraits und Wappen der Herren und Grafen von Stubenberg, meistens in Kupferstichen des XVII. Jahrhunderts und zum größten Teil die religionshalber aus- gewanderten Familienmitglieder betreffend. 4. Taufscheine. 36 Stück, die wir in chronologischer Aufeinanderfolge anführen: 1. 1624, Februar 29, Graz, Maximilian und Regina Sidonia von Schärffenberg (in duplo). 80 Das Archiv des Hauses Stubenberg. 2. 1629, Oktober 1, Graz, Wolfgang Herr von Stubenberg. 3. 1637, Januar 26, Graz, Sigmund Graf von Dietrichstein. 4. 1640, Oktober 22, Graz, Georg Adam Freiherr von Lengbeimb. 5. 1642, März 30, Graz, Franz Adam Graf von Dietrich stein. 6. 1647, März 27, Graz, Juliana Elisabeth von Dietrichstein 7. 1650, Oktober 23, Graz, Maria Anna Elisabeth Freiin von Rindsmaul. 8. 1651, August 29, Graz, Maria Katharina von Rindsmaul. 9. 1655, September 16, Graz, Regina Elisabeth von Schärffenberg (in triplo). 10. 1659, September 13, Graz, Rudolf Herr von Stubenberg. 11. 1661, Januar 14, Graz, Anton Franz Felix von Schärffenberg. 12. 1669, Februar 5, Graz, Maximilian Adam von Lengheimb. 13. 1670, Januar 8, Graz, Maria Regina Freiin von Zöllner. 14. 1671, Januar 28, Graz, Maria Anna Freiin von Gloyach. 15. 1671, Dezember 27, Graz, Johann Franz Gottfried von Dietrichstein (in duplo). 16. 1673, Oktober 3, Graz, Leopold Herr von Stubenherg. 17. 1677, Juli 25, Wien, Franz Josef Anton Jakob von Dietrichstein. 18. 1680, Juli 26, Görz, Johann Josef Nikolaus Graf von Straßoldo (in duplo). 19. 1683, Februar 7, Graz, Maria Charlotte Dorothea von Dietrichstein. 20. 1686, August 31, Graz, Heinrich Herr von Stubenherg. 21. 1697, November 27, Graz, Karl Josef Xaver Graf von Lengheimb. 22. 1706, Januar 3, Graz, Maria Rosina Genovefa Gräfin Herberstein. 23. 1710, Januar 6, Graz, Johann Josef Balthasar Graf von Dietrichstein (in duplo). 24. 1713, März 27, Graz, Leopold von Stubenberg. 25. 1717, Januar 30, Graz, Maria Anna Barbara Walpurga Gräfin von Straßoldo (in duplo). 26. 1731, September 19, Graz, Maria Aloysia Gräfin Saurau. 27. 1737, September 16, Graz, Henriette Anna Josepha von Stubenberg. 28. 1739, Januar 7, Graz, Maria Raimund Corhinian Josef Graf Saurau. 29. 1739, Juni 28, Graz, Christian von Stubenberg (in duplo). 30. 1743, Juli 1, Wien, Maria Anna Gräfin Dietrichstein. 31. 1758, August 17, Graz, Eleonora Maria Josepha von Lengheimb. 32. 1765, Januar 15, Graz, Maria Anna Aloisia Gräfin Saurau (in duplo). 33. 1788, August 30, Klagenfurt, Eugen Alexander Karl Josef von Saurau. 34. 1792, März 11, Graz, Gustav Adolf Josef Christian Felix von Stubenherg (in duplo). 35. 1821, August 9, Graz, Maria Anna Christina Franziska von Stubenherg. Yon Prof. Dr. J. Loserth. 81 36. 1817, August 8, Nagy-Enyed, Mathilde Rosalia Julianavon Stubenberg. 37. 1859, Februar 22, Preßburg, Mathilde Emma Alexandrine von Merey de Kapos-Mdre. 38. 1861, Januar 16, "Wien, Cajetan Alexander Mdrey de Kapos-Mdre. Beigeschlossen sind der Sammlung sechs Verzeichnisse von Taufscheinen und ein Blatt mit Angaben über vollzogene Taufen (im Hause der Freiherrn von Staudach) aus der Zeit 1719—1730. 5. Trauungssclieine (und Trauungsanzeigen). Moderne Ausfertigungen. 1. Maximilian Herr von Schärffenberg und Elisabeth von Herberstein, 1654, August 19. 2. Christoph Freiherr von Dietrichstein und Maria Elisabeth Freiin von Galler, 1668, April 23 (in duplo). 3. Veit Graf von Straßoldo und Regina Elisabeth von Schärffenberg, 1678, Mai 24. 4. Johann Ernst Graf von Herberstein und Charlotte von Dietrichstein, 1704, November 11. 5. Franz Gottfried Graf von Dietrichstein und Maria Katharina Gräfin von Saurau, 1708, Mai 29. Sämtliche in Graz, Pfarre z. hl. Blut. 6. Johann Josef Graf von Straßoldo und Anna Cäcilia Herrin von Gera, 1714, Oktober 22. Pfarre St. Jakob zu Ilz. 7. Leopold Herr von Stubenberg und Anna Barbara Gräfin von Straßoldo, 1736, Januar 17. Pfarre Karlstadt. 8. Maria Raymund Graf von Saurau und Maria Anna Gräfin von Dietrichstein, 1760, Juli 9. Pfarre in Maria-Zell. (In duplo). 9. Christian Herr von Stubenberg und Maria Anna Gräfin von Saurau, 1784, November 22 (in duplo) Graz. 10. Heiratsanzeige de dato Graz 1848, Februar 22. S. Nr. 11. 11. Friedrich Maximilian Hubert Maria Graf Zichy de Väsonykeö und Maria Anna Josefa Christina, Witwe nach Johann Remekhäzy de Gurahoncz, geb. Gräfin und Herrin von Stubenberg, 1848, Februar 22 (in duplo) Graz. 12. Alexander Johann Sigmund Raphael Merey de Kapos-Mere und Emma Antonia Joh. Freiin von Staudach, 1858, November 20, Wien. 13. Notiz über die Vermählung Maria Rosina von Trautmannsdorf mit Franz Adam Graf Dietrichstein (zwischen 1668—1672). 14. Von Beckh-Widmanstetter’sche Auszüge aus dem im steierm. Landesarch. aufbewahrten prot. Trauungs- und Totenbuch. a) Georg Hartmann Herr von Stubenberg und Dorothea Freiin von Tannhausen, 1595, Mai 7. b) Georg Sigmund Herr von Stubenberg und Anna Elisabeth geb. Stübich, 1595, Mai 28. 6. Todtensclieine. 1. Friedrich Graf Zichy, 1848, Mai 28. 2. Emma Merey von Kapos-Mere, 1862, Januar 18, Wien. 3. Anna Gräfin Galler, 1890, Januar 22, Klagenfurt. 6 82 Das Archiv des Hauses Stubenberg. 4. Zwei Notizen Beckh-Widmannstetters (s. unter Trauungsscbeine) im prot. Totenbuch: a) Anna von Stubenberg Gemahlin Wolfs Herrn von Stubenberg, f 1597, März 20. b) Wolf Herr von Stubenberg, f 1597, Dezember 29. 7. Testamente (und Auszüge aus Testamenten). 1. Hans von Stubenberg, 1376, Sonntag vor Sankt Ruprecht (März 23). Moderne Abschrift. Original Steierm. L.-Arch. 3245. Notiz-Bl. IX., 199. 2. Wolf von Stubenberg, 1543, Oktober 20. Mod. Abschrift. Orig. u. Kop. Steierm. L.-Arch., Stub.-Arch. II/4. 3. Sigmund Ludwig Graf von Dietrichstein, 1647, Oktober 4, Kop. von 1854; enthält die Punkte 40—43, 49 u. 62. 4. Extrakt aus dem Testament der Katharina Theresia Freiin von Fünfkirchen, geb. Gräfin Slavatin 1667, August 23. Kop. vom 4. September 1764. 5. Extrakt aus dem Testament Johann Ernsts Freiherrn von Fünfkirchen von 1684, August 12. Kop. vom 4. September 1764. 6. Testament der Marie Benigna Herrin von Stubenberg, geb. Gräfin von Herberstein, Graz 1697, Jänner 7. Gleichz. Kopie. 7. Testament Johann Christophs Grafen von Dietrichstein, Graz 1703, Dezember 8. Kop. d. 19. Jahrh. 8. Extrakt aus dem Testament Johann Leopolds Freiherrn von Fünfkirchen, 1709, Oktober 31. Kop. vom 4. September 1764. 9. Testament der Gräfin Regina Elisabeth von Strassoldo, Graz 1712, Dezember 19. Kop. vom 12. September 1850. 10. Extrakt aus dem Testamente des Hans Adam Freiherrn von Fünfkirchen, 1748, März 1. Kop. vom 4. September 1764. 11. Nachträge zu dem Testamente der Amalie Gräfin von Leng- heimb, de dato Graz 1796, Mai 21. Gleichz. Kop. 12. Testament der Christine Gräfin von Wildenstein, geb. Gräfin von Lengheimb, Graz 1812, September 1, 2. vidim. Kopien; gleichzeitig. 13. Testament Josefs Grafen von Stubenberg, Fürstbischofs von Bamberg u. Eichstädt, 1821, März 18. Gleichz. Kop. 14. Testament der Marie Anna von Meixner, geb. Gräfin von Saurau, Graz 1828, April 18. Gleichz. Kop. 15. Testament des Karl Freiherrn von Mandell, Graz 1828, Februar 17. Gleichz. Kop. 16. Testament Zenos Grafen von Saurau, Laihach 1836, Juni 4. Kop. vom 14. November 1846. 17. Testament des Max Grafen von Dietrichstein, Graz 1858, Jänner 2. Gleichz. Kop. 18. Fragment eines Testamentes (= Nr. 12). 19. Ein Paragraph aus dem Testament des Julian Weikhard von Staudach undatiert. 8. Heiratsverträge. 1. Friedrich von Stubenberg und Anna von Pettau, 1870, März 25. Moderne Kopie. Von Prof. Dr. J. Loserth. 83 2. Wolfgang Herr von Stubenberg und Sophie von Teuifenbach, Maßeneg 1527, Montag nach Vinzenz (Januar 27). In duplo. Kop. d. 19. Jahrh. 3. Hans von Stubenherg und Benigna von Schärffenberg, 1558, November 27. Kop. d. 19. Jahrh. 4. Johann Ernst Graf von Herberstein u. Charlotte Dorothea Gräfin von Dietrichstein, Graz 1704, November 11. Kop. vom 12. Dezember 1842. 5. Heinrich Herr von Stubenberg u. Henriette Herrin von Stubenberg, Graz 1712, Juni 12. Kop. vom 1767, April 29. 6. Johann Josef Graf von Strassoldo u. Anna Cäcilie Herrin von Gera, Graz 1714, Oktober 14. Orig. 7. Leopold Herr von Stubenberg u. Barbara Gräfin von Strassoldo, Karlstadt 1736, Jänner 16. Orig. 8. Leopold Herr von Stubenberg u. Ernestine Gräfin Attems, Graz 1764, Juni 1. Kopie. 9. Karl Graf von Steinach u. Anna Herrin von Stubenberg, Graz 1788, April 1. Orig. 10. Karl Freiherr von Seenuss u. Auna Freiin von Staudach, Klagenfurt 1811, November 2. Orig. 11. Gustav Graf von Stubenberg u. Franziska Freiin von Staudach, Graz 1819, Februar 3. 9. Bestätigungen über empfangene Mitgift. Wolf Herr von Stubenberg bestätigt von seinem Vetter und Schwager Friedrich die Mitgift für dessen Schwester Helene seine Gemahlin per 1000 ft erhalten zu haben. Graz 1502, Eritag nach St. Gallen (Oktober 18). Moderne Kopie. 10. Verzichtsurkunden. Kopien des 19. Jahrh. 1. Elisabeth von Stubenberg verzichtet, nachdem sie ihr Heiratsgut von ihrem Vater Rudolf d. A. von Liechtenstein erhalten, auf allen weiteren Anspruch, 1349, am Tag St. Erhard (Januar 8). 2. Anna von Stubenberg, Witwe, nach Friedrich von Stubenberg verzichtet auf alle Ansprüche an ihren Sohn Hans. Pettau 1372, Christi Himmelfahrt (Mai 6). 3. Kreszenz, Tochter Jakobs Herrn von Stubenberg, verzichtet, nachdem sie von ihrem Vater 1000 S Heiratsgut erhalten, auf alles Erbe nach demselben, solange der Stubenberg’sche Mannstamm besteht. Neustadt 1426, Juni 24. 11. Erbteilungen. 1. Ott von Stubenberg, Wülfing, Ulrich u. Friedrich, Brüder von ■ Stubenberg, Ott, Jakob, Wülfing von Stubenberg, Söhne Friedrichs von Stubenherg und Hans von Stubenberg, teilen „ihr rechtes vetterliches Erbgut“, Kapfenberg 1380, Dezember 18. Moderne Kopie. 2. Rudolf, Friedrich u. Georg Hartmann teilen das Erbe nach ihrem Vater Hans von Stubenberg. 1588, Sonntag Trinitatis. Mod. Kopie. 6 * 84 Das Archiv des Hauses Stubenherg. 12. Quittungen. 1. Anna, Herrn Hartnits d. Ä. von Pettau Tochter, die Gemahlin Albers von Pottendorf, quittiert 80 # M. Pf., die ihr ihre Söhne Ulrich, Otto von Stubenberg und deren Brüder reichen sollen. 1380, April 24. Moderne Kopie. 2. Quittungen des Kriegszahlmeisters Sigismund Herrn von Stubenherg von 1695 (2 Stück). 3. Quittungen des Generaleinnehmers u. Kriegszahlmeisters Leopold Herrn von Stubenberg von 1762—1773 (9 Stück). 4. Soldatenzinsguldenquittungen von 1694 (4 Stück). 13. Schuldscheine. 1. Leutold der Jencz, Bürger zu Pöllau, seine Frau Katharine u. Christian ihr Sohn, bekennen an Ulrich, Otto, Jakob und Wülfing von Stubenberg 200 S gute alte Wiener Pfennige zu schulden. 1377, Mittwoch an dem Agstag (Aschtag) in der Fasten (Fehr. 11). Mod. Kopie. 2. Sigmund Rogendorfer, Landesverweser in Steier, erläßt auf Ansuchen Thomas und Wolfgangs von Stubenberg den vierten Aufruf an alle, die nach Hans von Stubenberg und seine Gemahlin oder ihren Bruder Erasmus eine Forderung zu stellen haben. Graz 1466, Montag vor St. Ulrich (Juni 30) Mod. Kopie. 14. Kaufbriefe. 1. Anna von Perneck, Witwe nach Hans von Stubenberg, verkauft Hansen dem Engeiber die Engeiberhube in Averning. 1462, Pankrazen- tag (Mai 12). Mod. Kopie. 2. Hans Christoph Herr von Gera verkauft seinem Untertan Ruep Dachhauser eine Hofstätte und Weingarten etc. in Rettenbach. Rosenhof 1596, Jänner 14. Orig.-Perg. Siegel fehlt. 3. Kaufkontrakt zwischen Josepha Freiin von Stadl und Christian Graf von Stubenberg über ihr in Graz befindliches Haus. Graz 1790, Dezember 10. Orig. 4. Kaufvertrag zwischen Georg und Leopold, Herren von Stubenberg, betreffend einige Besitzungen bei Widen etc. Graz 1736, April 24. Kopie. 15. Korrespondenzen von 1697—1861 (wenig und unbedeutend). 16. Eingaben an den Landesfürsten. 1. Johann Joseph Graf von Straßoldo an Maria Theresia: bittet für seine Tochter um Verleihung eines Platzes in dem neu errichteten adeligen Damenstift zu Prag. 1753, September 3. 2. Rekurs an die k. Mt- wegen anzuordnender Sequestrierung sämtlicher Verlassenschaft, welche die hochgeborene Frau Maria Josepha, weil. Freiin von Mandell, geh. Gräfin von Saurau, sowohl in Steiermark als in Ungarn dem Herrn Ludwig Freiherrn von Mandell und der Frau Karoline Gräfin von Wagensperg, geh. Gräfin von Steinach, als Universalerben vermacht hat. (Undatiert.) 17. Eingaben an die Regierung. Klage des Kammerprokurators Christoph Prattingers gegen Georg Herrn Stubenberg d. Ä. auf Wurmberg über sein Vorgehen gegen einen l.-f. Untertanen. 1603, März 6. Von Prof. Dr. J. Loserth. 85 18. Hocliortige Erlasse. 1. Ernennung des Karl Freiherrn von Staudach zum ständischen Aufsichtsrat, Klagenfurt, 1792, November 7. Orig. 2. Ernennung des Gustaf Grafen und Herrn von Stuhenherg zum wirklichen Kämmerer, Wien, 1821, Februar 1. Orig. 8. Ernennung des Nikolaus Grafen von Zichy zum wirklichen Kämmerer, Wien, 1814, September 26. Orig. 4. Ernennung der Julia Gräfin Zichy zur adel. Sternkreuzordensdame, Wien, 1834, September 14. Orig. 5. Notiz über die Ernennung des Grafen Karl von Zichy zum steir. Landstand. 1846, Mai 28. 19. Zeugnisse und Belobungsdekrete. 1. Sittenzeugnis für Frau Maria Anna, Witwe nach dem vor dem Feind gefallenen Herrn Friedrich Maximilian Grafen Zichy de Yasonykeo, geh. Gräfin und Herrin von Stuhenherg, Graz, 1849, Dezember 10. Orig. 2. Das Militärkommando an die Gräfin Zichy-Stubenherg: Dank für die dem Garnisonsspital gespendeten kirchl. Apparamente, Graz, 1859, Januar 26. Orig. 3. Zeugnis des Landesausschusses von Steiermark an Franziska Gräfin und Herrin von Stuhenherg hinsichtlich der Adelsverhältnisse der Herren und Grafen von Stuhenherg, Graz, 1839, Januar 3. Kop. 20. Akten und Korrespondenzen betreffend die Aufnahme des Grafen Josef von Stubenberg in das Kanonikat von Regensburg aus den Jahren 1761—1765. 21. Alinenprobe für Fräulein Henriette Herrin von Stubenberg, undatiert (mit Angabe, daß ein Oheim mütterlicherseits derzeit Bischof von Eichstätt, ein anderer deutscher Ordensritter in Österreich ist). Betrifft ihre Aufnahme in das adelige Damenstift zu Prag. Besitz. 22. Akten zu den Fideikommissen Dietrichstein, Leugheim, Leßlie und Scbärfifenberg. 23. Geldjournal des Dr. von Wasserfall in Geschäften der Frau Franziska Gräfin von Stubenberg 1843—1846. 24. Patente und Kurrenden 1726—1814. Inhaltsverzeichnis. Personen und Orte. Vorbemerkung: Auch diesmal ist nur der Text (S. 1—55) und von den Beilagen und Nachträgen jedesmal der betreffende Titel aufgenommen worden. (Über die Motive, s. Veröffentlichungen XXII, S. 187). Bei den Mitgliedern des Hauses Stubenberg bezeichnen die römischen Zahlzeichen die entsprechende Generationsreihe auf der im „Archiv des Hauses Stubenberg“, Veröflfentl. XXII, gedruckten Stammtafel. A. Admont 7. Aigner Thomas 15. Apostolen 35, 40. Arzberg 34. Attems Ernestine, Gräfin 50, 52. — Heinrich, Graf 31. B. Bamberg, Wülfing von Stubenberg, Bischof von 10. Banffy von 43. Batthyany 41, 42. Batthyany Philipp, Graf 54. Baumgartner Karl 19. Baumkircher Andreas 40, 41. — Barbara, Gemahlin Andre’s v. Stubenberg 13. 40 — 42. Breitschädl, Rechtsanwalt 20. Breuner Cäcilie, Gräfin von 51. — Leopoldine 49. — Maria 50. Bruck a. d. Mur 5, 6, 33. Buttler Anna geh. Gräfin u. Herrin von Stubenberg 3, 54. — Otto, Graf von 36. C. Callin, Lorenz Josef 29. Castel Elsbeth, Gräfin von 39. Friedrich 39. Corbau, Graf Frank von der 39. 1 ). Dellefont 20. Dietrichstein Marie Elisabeth, Gräfin von 19. — Sigmund, Graf von 42. Dionys bei Bruck 5, 6. — Liutold v., s. Gutenberg. — Maganus von 7. Dobrzensky Joh. Jos., Freih. v. . r '2. E. Ebersdorf Barbara von 39. — Reinprecht von 10, 11. Eckh Hannibal, Freih. v. 28. Eibiswald Wolf Max, Freih. von 28. Eppenstein Lantfried von 5. Erdödy, Gräfin von (?) 31. — Regina, Gräfin 17, 50. Eßl Franz, vulgo Ödbauer 29. F. Feistritz a. d. Mur 6, 7. Fendi Balthasar 29. Ferdinand I., Kaiser 42. Ferr Andre 19. Fettauer Weikhard 28. Fladnitz, Ort 37. Fladnitz Barbara von 19. Fladnitz Cymburg von 39. — Klemens von 14. — Veit von 13, 14, 40. Frauenburg 12, 13, 14. Friedrich III., Kaiser 13, 14, 42. Inhaltsverzeichnis. 87 G. Gaerich der 11. Gaisruck Marie Rosa, Gräfin 31. Gallenhofen 31. Garrach 34. Gera Anna Caecilia, Herrin v. 18. — Maria Theresia, Herrin v. 48. Gleinitz die, von 42. — Friedrich von 14, 40. Gleispach Georg Sigfried, Graf 49. — Sigmund, Graf 19. Goldeck Elslieth von 10. — Hedwig, s. Pottendorf. — Otto 10. •—■ Wülfing von 10, 11. Görz 33. Göß 6. Gösting 33. Graben die, von 42. — Anna von 14. — Wilhelm von 13, 14, 42, 43. Grapacli 11. Graz 21, 33. Greth Josef 19. GrillpUchel der 11. Grimb Matthias 28. Gundaker Josef 27. Gutenherg, Waldstein, st. Adelsfamilie 5—8. Gutenherg 10—16, 34, 43. Gutenberg Elisabeth von 5, 6, 7. — Gertrud von 5, 7, 8. — Kunigund von B, 7, 8. — Liutold von B—8. — Ottilie von 6. H. Hartberg 10, 11. Haslinger Bartime 19. Hausenreuth 34. Heidenreich Josef 19. Heiß Franziska Romana 46. Herberstein, Oberst (welcher ?) 19. Herberstein Benigna, Gräfin v. 46. — Erasmus Friedrich 17. — Johann Max 28. — Magdalena 44. — Maria Anna B4, SB. — Sigm. Friedrich 19. — Wilhelm 8. Hennburg, das Haus 10. — Hermann von 10. — Wilhelm 8. Hohenau 34. Hohenberg Friedrich von 40. Hohenfeld Rudolf von 43. Hohenfurt 38, 39. Hohenwart Anna von 19. Hösch Andreas 28. Hundsmarkt 13. J. Jonas, Kanzler 1B. St. Julian Albrecht, Graf 48. K. Kainach 36. — Jakobine von 44. Kainberg 21. Kapfenberg 12, 16, 21, 34, 39. Karl, Erzherzog 33. Kärnten 33. Khuenburg Joh. Felizitas, Gräfin von 49. Khuenring, das Haus 9. Khuenring Achaz 12. — Agnes. — Albero 9. — Barbara 12. — Gertrud 9, 10. — Heinrich 9. •— Liutold 9. Kinsky Wilhelm, Graf von 44. Klamm Heinrich von 38. Kleinsemmering 34. Kolowrat-KrakowskyBohuslaw 4B. Kolonitsch Otto, Graf von 4B. Körösi Josef 29. Krain 33. Kramersdorf 29, 34. Kranichberg Elisabeth von 29. Kreigh Wolf von 43. Krems Otto von 8. Krön Thom., Bischof v. Laibach 26. Krumau Anna, Herzogin v. 28. — Joh. Seyfried 33. — Marie Anna Eleonora, s. Leslie. L. Lamberg Anna Isabella, Gräfin von 46. Lamprecht St. 12, 28, 33. Lanthieri Johanna, Gräfin 64.^ Lechen 31. 88 Inhaltsverzeichnis. Lechner Jakob. 17. Lengheim Sus. Elisab., Gräfin von 45. Leopold, Herz, von Steiermark 7. Leslie Eranziska, Gräfin von 33. — Marie Anna Eleonora 33. Liechtenstein 9, 12. Liechtenstein Agnes von 9. — Anna von 39. — Otto 9, 10. — Paul 42. Luschin A. von 35, 36. M. Mariazell 21. Maximilian I., Kaiser 14, 42. Mayerhofen ob Gutenberg 11. Mindorf Christ, von 13. Montfort Jakob, Graf von 43. Mosdorfer Alois 29. Muerer Lienhard 19, 20. Müllegg bei Liebenau 21. Mureck 12, 21. N. Neidberg Gottschalk von 5. — Liutold 5. — Rudolf 5. O . Oberhaim Johann von 13, 17. Oberdorf, Leonhard- u. Ulrichs- kirche 68—70. Orsini - Rosenberg Gabriele Antonie, Gräfin von 46. Ottokar, Herzog v. Steiermark 5. Ow Joh. Anton von 53. P. Passail 10, 21, 34. Perger Hans, Bürger zu Weiz 15,19. Perneck Anna von 18. — Adolf von 18. — Stephan von 42. Pettau Friedrich von 8. Pfannberg Margaretha, Gräfin von 10 . — Ulrich 10. — Ulrichs Sohn 10. Pischelsdorf 6. Polheim Erhard von 14. — Hippolyta 43. Polheim Seifried 13, 40. Pöllau 12. Portia Gertraud von 11. Potendorf Hedwig von 10, 11. — Konrad von 10. Puchheim Georg von 42. — Longin von 42. Purgstall Maria Antonia, Gräfin 50, 52. R. Raab die, Fluß 11. Radegund 21, 34. Radkersburg 9, 12, 33. Radmannsdorf (Rathmansdorf). — Christoph von 14, 43. — Erasmus 41, 43. - Krescenz 43. — Magdalena 14, 15, 43. —■ Otto 43, 44. — Walram 14, 43. Rase Rudolf von 53. Regerstetten 29. Reffling 81. Reitenbuch, Abt, Otto von 7, 8. Reun 7, 38, 39. Riedmark, die 9. Riegersburg 9. Rindsmaul Maria Kath. von 46. Romatschachen 6. Rosenberg Wok von 38, 39. —• s. Orsini. Rotenthurm 42. Rottal, Grafen, die 28. Rottenberg 31. Rudolf, Herzog von Österreich 38. S. Salzburg 33. — Gebhard Erzbischof 6, 7. Saurau Marie Anna, Gräfin 52. — Raymund, Graf 52. Schaffer, Leupold, der 11. Schaffgotsch Juliane von, s. Stubenberg. Schallaburg 18. Scheitt Anna Kreszenzia von 45. Schaumburg Bernhard von 39. — Heinrich von 39. Schell, Ott Heinrich 20. Schinigin Bartlmee 20. Schlaming 40. Schlierhof 33. Inhaltsverzeichnis. 89 Schöndorf 31. Schrattenhach Ferd., Graf von 31. Schrems 34. Seckau Ernst, Bischof von 28. — Peter, Bischof von 28. Semmering 10, 11. Semriach 21. Sichtenberg 18. Silbermann Gregor 20. Stadl 21. Stadl Johann Josef, Freiherr von 51. Stadler Christoph von 14. Steinach Karl, Graf von 54. Steiger Bernhard vou 14, 43. — Lienhard von 43. Stainz 17. Steiermark 33, 39. Steyregg 9. Straß 33. Straßoldo Anna Barb., Gräfin 50, 52. — Barbara, Gräfin, 18. — Johann Josef, Graf von 17, 18. Strattmann Gisberta Maria Anna, Gräfin 51. Stubegg 34. Stubenberg Haus 5, 9, 10—16 usw. Stubenberg Adam (XXI) 50. — Alexander Paul (XXII) 53. — Aloisia (XXII) 53. — Amalia (XVI) 19, 28. — Ambros (XV) 18, 42. — Andre (XIV) 13, 40, 43, 44. — Andre (XVI) 44. — Anna (XI) 39. — Anna (XII) 39. — Anna (XIV) 13. •— Anna, s. Buttler — Anna Aloisia Walpurga Ther. (XXII) 53. — Anna Barbara Keg. (XX) 53. — Anna Cajetana (XXII) 53. — Anna Clara (XXII) 53. — Anna Creszenzia (XVII) 19, 28. — Anna Elisabeth (XVII) 45. — Anna Johanna (XX) 49. — Anna Juliana (XXII) 18, 52. — Anna Maria (XIX) 48. — Anna Maria Aloisia (XXII) 53. — Anna Maria Caecilie (XXI) 51. — Anna Maria Kath. Jos. (XX) 49. Stubenherg Anna Maria Kreszen- zia (XIX) 47. — Anna Maria Theresia (XXII) 52. — Anna Theresia (XIX) 17. — Anna Mauritia (XVIII) 46. — Anna Theresia Aloisia (XXII) 57. — Anna Walpurga (XXII) 57. — Antonia (XX) 49. — Antoinette (XXII) 49. — Balthasar (XIV) 13. — Balthasar (XVI) 44. — Barbara (XI) 39. — Barbara (XII) 12. — Barbara, s. Baumkircher 13. — Benigna (XVI) 44. — Benigna (XVII) 45. — Benigna (XX) 50. — Cajetan (XXII) 53. — Caecilia (XX) 50. — Caecilia Anna (XXII) 52. — Caecilia Maria Theresia (XXI) 18. — Christian (XIX) 48. — Christian (XXII) 16, 19, 52. — Christian Leopold (XXI) 39. — Christine (XIV) 42. — Dismas (XXI) 52. — Dorothea (XII) 39. — Elisabeth (XIII) 39. — Elisabeth (XIV) 40. — Elisabeth Renata (XVIII) 45. — Elisabeth s. Goldeck. — Emerentia (XVIII) 45. — Erasmus (XIII) 12. — Ernst (XIX) 47. — Felix (XXII) 19, 53. — Ferdinand (XVIII) 46. — Ferdinand (XIX) 46, 48. — Ferdinand Joh. (XXII) 54. — Franz (XV) 18, 41—43. — Franz (XVIII) 17, 19, 46, 48. — Franz (XIX) 17, 28, 46, 48. — Franz (XX) 49, 50, 57. — Franz (XXI) 50, 51. — Franz Sal. (XXII) 53. — Franz Xav. (XXII) 53. — Franz Anton (XIX) 48. — Franziska (XXIII) 29. — Franziska Anna Walp. (XIII) 53. — Franziska Ren. (XVIII) 45. — Friedrich (VIII) 9, 10, 38, 39. — Friedrich (X) 10. — Friedrich (XI) 11, 39. 90 Inhaltsverzeichnis. Stubenherg Friedrich (XIII) 40. — Friedrich (XYI) 20, 44. — Georg d. Ä. (XYI) 16. — Georg (XVII) 19, 28, 45. — Georg (XVIII) 17, 45. — Georg (XIX) 47, 48. — Georg (XX) 48, 50, 51. — Georg (XXII) 54. — Georg Augustin (XVIII) 18. — Georg Christian (XIX) 47. — Georg Hartmann (XVI) 20, 44, 45. — Georg Sigmund (XVII) 16, 45. — Gisberta Maria Anna (XIX) 17. — Gotthard (XXI) 52. — Gundacker Wolfgang (XXIII) 55. — Hans, s. Johann — Hartmann (XX) 49. — Hartmann (XXII) 52. — Hartwig (XVI) 44. — Heinrich (VIII) 9, 10, 39. — Heinrich (XX) 48, 50. Hedwig (VIII) 38, 39. — Helene (XIV) 43. — Henriette (XX) 48. — Henriette Anna Josefa (XXII) 52. — Jakob (XI) 11, 12, 18, 39. — Johann == Hans (XII) 11, 39. — Johann = Hans (XIII) 40. — Johann = Hans (XIV) 14, 28, 40, 42, 44. — Johann = Hans (XV) 14. — Johann (XVIII) 45. — Johann (XIX) 28, 47, 49. Johann (XX) 49. — Johann (XXI) 49, 52. — Johann (XXII) 53. — Johann Weikhard (XVIII) 46. — Johanna Thaddäa (XXII) 54. — Joseph (XIX) 47. — — 47. — Joseph (XXI) 51. — Joseph (XXII) 19, 52. — Josepha Oswalda (XXII) 55. — Karl (XIX) 17, 47, 49. — Karl (XX) 17, 49, 50, 51. — Karl (XXI) 50, 51. — Karl (XXV) 3. — Karl Joseph (XXII) 54. — Kaspar (XIV) 42, 43. — Katharina, s. Kinsky 44, 45. — Katharina (XIX) 47. Stubenberg Krezenzia (XII) 39. — Krezenzia (XV) 43. — Krezenzia (XXI) 51. — Leopold (XIX) 47, 48, 50, 51. •— Leopold (XXI) 17, 18, 50, 51, 52, 54. — Leopold (XXII) 18, 53, 54, 55. — Leutold (XII) 40. Ludwig (XIX) 47. — Magdalena (XIV) 14, 42, 43. — Margarethe (X) 12. Margarethe (XII) 39. — Margarethe (XIV) 42. — Maria Aloisia Josepha (XXI) 52. — Maria Aloisia Xaveria Petro- nella (XX) 50. — Maria Andrietta Clara (XIX) 48. — Maria Anna (XVIII) 45. — Maria Anna (XIX) 46. — Maria Anna (XIX) 46. — Maria Anna (XXII) 16. — Maria Anna Cajetana (XX) 49. — Maria Anna Josepha (XXI) 51. — Maria Anna Josepha Kath. (XX) 50. — Maria Anna Josepha (XXII) 54. — Maria Anna Nepom. (XXI) 51. — Maria Anna Walpurga (XXII) 53. — Maria Antonia (XIX) 48. — Maria Antonia (XXI) 51. — Maria Antonia Joh. (XXII) 54. — Maria Barbara (XVIII) 45. — Maria Barbara (XIX) 47. — Maria Benigna (XVIII) 30—32. — Maria Caecilia (XXII) 54. — Maria Cajetana (XXI) 52. — Maria Charlotte Karol. (XIX) 48. — Maria Clara (XXII) 54. — Maria Eleonora (XXI) 51. — Maria Emanuela (XX) 50. — Maria Ernestina (XX) 49. — Maria Ernestina Aloisia (XXI) 50. — Maria Franziska (XIX) 46. — Maria Franziska (XXI) 51. — Maria Gabriela (XX) 49. — Maria Henriette (XX) 50. — Maria Josepha Charlotte (XX) 51. Inhaltsverzeichnis. 91 Stubenberg Maria Josepha Theresia (XX) 49. — Maria Juliana (XIX) 47. — Maria Juliana Josefa (XXI) 61. — Maria Katharina (XVIII) 46. — Maria Margaretha (XX) 48, 49. — Maria Maximiliana (XIX) 47. — Maria Rebekka (XVIII) 46. — Maria Rebekka (XIX) 48. — Maria Regina (XXI) 50, 57. — Maria Regina Julia (XXI) 52. — Maria Rosina Julia (XX) 50. — Maria Theresia (XX) 49. — Maria Theresia (XXI) 51. — Maria Theresia (XXII) 54. — Maria Theresia Josepha (XXII) 54. — Maria Walpurga (XXI) 51. — Maritsch (?) 42. — Martha (XII) 39. — Martha (XIII) 40. — Michaela Anna Walpurga (XXII) 53. — N. Kind Sigismunds (XIX) 47. — Otto (X) 11, 12. — Otto (XI) 11, 12, 18. — Otto (XIV) 13, 40. — Otto (XVI) 44. — Otto (XVIII) 38, 46. — Petronella (XV) 43. — Philipp Neri (XXII) 54. — Pius (XXII) 55. — Rebekka (XIX) 47. — Regina (XXII) 53. — Rudolf (XVI) 20, 44. — Rudolf (XIX) 46, 48. — Rudolf (XVIII) 35. — Rudolf (XX) 48. — Rudolf (XXII) 53. — Sabina Dorothea (XV) 44. — Sidonia Constantia (XVIII) 45. — Sidonia Maximiliana (XVIII) 45, 46. — Sigfried (Seyfried) (XIX) 48. — Sigmund (XVIII) 17, 28, 30— 32, 34, 46. — Sigmund (XIX) 47. — Sigmund (XX) 49. — Sophie (XVI) 44. — Sophie (XVIII) 46. *— Susanna (XX) 46. — Theodor (XX) 49. — Thomas (XIII) 12, 13, 39. — Ulrich (VIII) 5, 9, 10, 39. Stubenberg Ulrich (X) 10. — Ulrich (XI) 11. — Ursula (XII) 36. — Ursula (XIII) 40. — Vincenz Ferrer (XXII) 53. — Wenzel (XX) 49. — Wolfgang (XIII) 12, 39, 40, 42. — Wolfgang (XIV) 13—15,19, 30, 40-43. — Wolfgang (XV) 14, 20, 44. — Wolfgang (XVI) 44, 45. — Wolfgang (XVII) 17, 28, 45. — Wolfgang (XVIII) 38, 45, 46. — Wolfgang (XIX) 47, 48. — Wolfgang (XXI) 51, 54. — Wolfgang (XXII) 29, 55. — Wülfing (VI) 38. — Wülfing (VII) 11. — Wülfing (VIII) 10. — Wülfing (XI) 11, 12, 18. ■— Wülfing, s. Bamberg. Stübich Anna Elisabeth von 45. Stübing 33. Suardo Gottfried, Graf 49. Süßenheim 21. Szalonak, s. Schlaning. T. Tangl 35. Tannhausen Ursula von 28. Tegernsee Ruprecht von, Abt. 7. Teuffenbach Bernhard von 40. Thal 33. Thurn Hans Ludwig, Graf von 46. — Jobst Josef 46. — Konstantine, Gräfin 46. Tober 34. Trautmannsdorf Angelika, Gräfin 55. — Maria Josepha 51, 55. Trennstein Elisabeth von 40. Tulbitzdorf 34. Turmitzvint 34. U. V. Übelbach 1. Unterkapfenberg 42. Voitsberg 13. W. Wald 9. Waldstein 5, 6, 7, 8, 38. Waldstein Liutold von 6, 8. 92 Inhaltsverzeichnis. Waldstein Walther von 7. — Wichard 7. Walsee Ulrich von 10. Weher Matthias 29. Wegscheid, die. Weingridl Georg Adam 19. Weishriach Sophie von 42. Weiz 6, 8, 9, 12, 13, 21, 28, 29, 34. Welzer von Spiegelfeld 45. Widen 18. Wieland Valentin 19. Wien 40. Wildenstein Ernst, Graf 19. — Ferdinand, Graf 52. — Johann Christian 52. Wildon, Geschlecht 9. — Agnes, s. Liechtenstein. — Gertrud, s. Khuenring. Wildon Hartnid 8. — Herrand 8, 9. — Liutold 8, 9. — Ulrich 8, 9. Wisler Anton 19. Woess Anton 29. Wolfart Franz 19. Wurmbrand Dorothea von 19. — Johann Joseph 28. — Philipp 52. Z. Zichy Stephan, Graf von 51. Zöllner Gottfried von 28. — Johann 28. Zriny Georg, Graf von 44. Zwölfpott Thomas 29. Sachregister. A. Ahnenprobe 85. Akten über das Regensburger Ka- nonikat Josefs Herrn von Stubenberg 85. Akten zu den Fideikommissen Dietrichstein, Lengheim, Leslie, Schärfifenberg 85. Apothekerrechnungen 25. Archive in Gutenhergs Beschreibung 3, 4, 16-35. Archive Stubenberg’sche 3, 4. Archiv - Verzeichnis stubenbergi- scher Archivalien 54. Archivsregister, Gutenberg’sche 16, 55, 71—78. Armensachen 25. Ausgabenbücher 34. Ausstandbücher 35. B. Bauten 21. Bergbau 26. Bergrechtsregister 20, 34. Besitz 20, 21. Bestandhücher 34. Bezirksgerichte 25. Bienenzucht 26. Bittschreiben 19. Brand- und Wetterschäden 26. Briefsteller fürstl. Eggenbergische 33. Burgfried 25. Burgfriedgrenzen 20. E. Eingaben an die Regierung 84. Erbeinigung 11, 13, 14, 18. Erbteilungen 18. Erbverträge 18. Erlässe, hochortige 85. F. Familienkorrespondenzen 16. Fideikommiß 23. Finanzwesen 24. Fischerei 26. Fischwasserregister 34. Franzosenkriege 27. Inhaltsverzeichnis. 93 Gr. Geldjournal 85. Gerichtsrechnungen 25. Gerichtswesen 25. Gewerbe 26. Grenzbestimmungen 23. Gülten 25. Gültenregister 34. Gutenberg-Bergrechtsregister 10. — Besitz 10, 21. — Bibliothek 33. — Burgfriedgrenzen 20. — Einantwortung von 64. — Erwerbungsurkunde 20, 55—60. — Getreiderechnungen 20. — Grundbuchsextrakte 20. — Herrschaftsgrenzen 9, 10. — Holzregister 20. — Korrespondenzen 19, 20, 84, 85. — Pflegerrechnungen 20. — Spruchbrief um Gutenherg 60 bis 63. — Verwalterinstruktion 20. — Weinregister 20. — Wirtschaft in Gutenherg 65 bis 68 . — Wirtschaftsinventar 20. — Wirtschaftsrechnungen 21. — Zehentregister 21. H. Hammerwerke 21. Handel 26. Heiratsverträge 17, 18, 82, 83. I. Inventare 17. J. Jagd 26. K. Ivaufbiiefe 29, 84. Kellerrechnungen 21. Kirche 26, 27. Kodizille 16, 17. Kontrakte 24. Korrespondenzen 19. Küchenregister 20, 24. Kurrenden 85. L. Landgericht 25. Landrecht 25. Lastenregister 34. Lehen, allgemeines 22, 23. Lehen-Verzeichnisse 22, 62, 63. — Aktiv- 22. — Geistliche 23, 63. — Landesfürstliche 23, 62, 63. ■— Lehen bei Gutenherg 23. — Gesuche um 23. — Morose 23. Lehensagenten 23. Lehensberufungen 23. Lehensbriefe 22. Lehenskorrespondenzen 23. Lehensurlaube 23. Lehensstreitigkeiten. Lehenstaxen 22. Leichenkosten 17. M. Marktregister 25. Militär 27, 28. Mitgift 83. Müllerhandwerk 28. Mundschenkenamt 18. N. Nachträge 79. O . Ordenseinkleidungen 18. Ortsgerichte 25. P. Pantaiding 20. Patente und Kurrenden 24, 85. Pfarren 27. Polizeiwesen 25, 26. Protokolle 34, 35. Prozesse 28, 29. Q- Quittungen 24. R. Rechnungen 24. 94 Inhaverzeichnis. S. Sanitätswesen 25. Schenkungen 23. Schuldscheine 24. Schule 27. Sparkasse 25. Spital 25. Stammbäume 79. Stammtafel, Nachträge zur 35—55. Stänz, Freiheiten in 17. Steuerbücher 34. Steuerwesen 24. Stiftungen 26. Stiftsregister 21, 22, 34. Stuhegg, Bergrecht 21. — Rechnungen 21. — Quittungen 21. Stubenherg, Vertrag zwischen der Herrschaft und den Untertanen 21. T. Tabak 26. Tabellen 35. Taufscheine 79—81. Teillibelle 18. Testamente 16, 17, 26, 82. Totenscheine 81, 82. Trauungsscheine 81. U. Unterhaltung wittihliche, und Untertanenverhältnisse 18 . Untertanen 29, 30. Urbare 23, 34. Urfehdebriefe 25. Urkunden, Gutenberg’sche 68, 69. T. Vergleiche 24. Verzichturkunden 83. Viehzucht 26. Vollmachten 24. W. Waisensachen 25. Wald 26. Wappen 79. Wiesenregister 34. Z. Zehent- und Gefällsregister 35. Zünfte 26. Druckerei „Leykam“, Graz.