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Suppl. [1] (1908) Das Archiv Gutenberg
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Das Archiv des Hauses Stubenberg.

Schuber Heft

51 265 Untertanen-Bittzettel 1531—1590.

52 266 Untertanen-Bittzettel 1591—1610.

53 267 Untertanen-Bittzettel 1611—1626.

54 268 Untertanen-Verzichtbriefe 1562—1627.

269 Untertanen-Schuldscheine 1793—1858.

55 270 Untertanen-Abgaben 1807—1830.

271 Untertanen-Zehent 1799—1819.

272 Untertanen-Außenstände 1820.

273 Untertanen-Ausstandbriefe 1500—1835.

274 Untertanen-Streitigkeiten 1732—1830.

275 Untertanen-Quittungen 1789—1822.

Unter den mit Einbänden versehenen Stücken, die sichim Gutenbergischen Archiv befanden, sind drei von besondererWichtigkeit: Das Testament Wolfs von Stubenberg; s. darüberauch oben. S. 4.

Es ist eine Anzahl von Blättern in Folio Papier miteinem Pergamentumschlag, der aus einem alten Lectionariumgenommen wurde. Der Band hat durch Feuchtigkeit so ge-litten, daß ein Teil des Papieres beim Öffnen des Bandesin sich zerfiel. Die Stücke wurden zum Zwecke der Erhal-tung neu aufgezogen. Da es im übrigen gute Kopien desTestamentes gibt, so ist der Schaden nicht allzu groß.

Ein zweiter Foliant, der besser erhalten ist, enthält dieeigenhändigen Aufzeichnungen der Maria Benigna Herrinvon Stubenberg, geb. Gräfin Herberstein, verwitweten GräfinSchrattenbach über den Stand ihres Vermögens von 1683bis 1695.

Es ist eines der interessantesten von allen im GutenbergerArchiv befindlichen Büchern. Sigismund Herr von Stubenbergwar, wie dies unten in den Nachträgen zum StubenbergischenStammbaum nachgewiesen wird, viermal verheiratet. An seinevierte Heirat hat sich viel Klatsch geheftet, über dessenBegründung oder Grundlosigkeit erst nähere ForschungenAuskunft geben können. Daß er ein ganz eigenartiger Cha-rakter war, sieht man aus seinem Testamente, in welchemer mit mehr als urkräftigen Worten die Eitelkeit alles Irdischenbetont. Eine seiner Gemahlinnen war Maria Benigna, geboreneGräfin Herberstein, in erster Ehe Gräfin Schrattenbach. GrafSigmund hatte sie zu Anfang des Jahres 1683 geheiratet undlebte mit ihr in einer fast zwanzigjährigen Ehe, die nach den